In der Saudi Pro League 2025-2026 trennten sich der Damac und der Al Kholood am zwanzigsten Spieltag im Prince Sultan bin Abdulaziz Sports City Stadium mit 0:0. Das Spiel verlief über weite Strecken ausgeglichen, mit leichten Phasenballbesitzvorteilen für den Al Kholood und einem ähnlichen Abschlussvolumen auf beiden Seiten. Trotz insgesamt drei Paraden je Torhüter blieb es ohne Torerfolg.
Ballbesitz und Spielkontrolle
Der Al Kholood hatte mit 52 zu 48 Prozent etwas mehr Ballbesitz und bewegte den Ball auch über mehr Pässe, was sich im Verhältnis von 406 zu 367 gespielten Pässen zeigt. Entscheidend war dabei weniger die reine Menge als die Sauberkeit: Der Al Kholood brachte 355 Pässe an, der Damac 306, was die etwas längeren Ballbesitzphasen der Gäste erklärt und ihnen mehr Gelegenheiten gab, Angriffe erneut aufzubauen.
Gleichzeitig ließ sich aus dieser Verteilung keine klare Dominanz im letzten Drittel ableiten, weil beide Teams zu einer ähnlichen Anzahl an Abschlüssen kamen. Das Spiel kippte damit nicht in Richtung einer Mannschaft, sondern blieb über Ballzirkulation und Gegenphasen austariert. Auffällig war zudem die Abseitslinie: Der Al Kholood stand viermal im Abseits, der Damac nur einmal. Das deutet darauf hin, dass die Gäste häufiger in Tiefenläufe und Steckpässe kamen, diese Versuche aber wiederholt durch Timing oder gegnerisches Stellungsspiel gestoppt wurden.
Chancenprofil und Abschlussqualität
Im Schussverhältnis lag der Damac knapp vorn, sechzehn zu vierzehn Abschlüsse, allerdings ohne klaren Vorteil bei den Schüssen aufs Tor, die mit 4:3 ebenfalls eng beieinander lagen. Der entscheidende Unterschied lag in der Lage der Abschlüsse: Der Al Kholood kam zehnmal innerhalb des Sechzehners zum Abschluss, der Damac nur siebenmal. Umgekehrt nahm der Damac neun Schüsse von außerhalb des Strafraums, während der Al Kholood dort nur vier Versuche hatte. Damit hatte der Al Kholood tendenziell die etwas näheren Abschlusssituationen, der Damac dagegen häufiger Distanzlösungen.
Dass es dennoch 0:0 endete, passt zur Mischung aus begrenzter Präzision und guter Arbeit im Block. Abgewehrte Schüsse traten auf beiden Seiten in ähnlicher Größenordnung auf, fünf beim Damac und vier beim Al Kholood, was zeigt, dass Abschlüsse häufig in Verteidigerbeinen endeten und weniger als freie Abschlüsse durchkamen. Auch die Paraden sind ein Indikator: Beide Torhüter kamen jeweils auf drei Saves, womit es keine Serie an hochfrequenten Großchancen gab, sondern eher einzelne Abschlüsse, die gehalten wurden.
Bei den individuellen Beiträgen stach auf Seiten des Damac Yakou Meïté mit vier Schüssen heraus, davon einer aufs Tor, bevor er in der 77. Minute ausgewechselt wurde. Diese hohe Abschlusszahl bei vergleichsweise wenigen Pässen zeigt, dass der Damac wiederholt über direkte Wege zu seinen Chancen kam. Valentín Vada und Morlaye Sylla lieferten im Mittelfeld mit drei beziehungsweise vier Key Pässen die sichtbarsten Vorlagenmomente, ohne dass daraus ein Torabschluss mit unmittelbarem Endprodukt entstand.
Zweikämpfe, Unterbrechungen und Personalentscheidungen
Die Partie blieb in der Disziplin auffällig ruhig: Der Damac sah keine Gelbe Karte, der Al Kholood nur eine, als Hassan Al Asmari in der 60. Minute verwarnt wurde. Bei den Fouls lag der Damac mit zehn zu acht leicht höher, was zu einem Spiel mit moderaten Unterbrechungen passte, aber ohne Eskalation oder Platzverweise. Auch bei den Standards ergab sich kein klarer Hebel, da beide Teams jeweils fünf Eckbälle erhielten und damit eine ähnliche Anzahl an ruhenden Bällen in Tornähe hatten.
Der erste Wechsel des Spiels erfolgte bereits in der 30. Minute beim Al Kholood, als Hassan Al Asmari für Ramzi Solan kam. Diese frühe Umstellung war ein markanter Eingriff in den Rhythmus, blieb aber ohne sichtbaren Effekt auf das Ergebnis, zumal Al Asmari später durch vier Fouls und die Gelbe Karte eher über Zweikämpfe auffiel als über spielgestaltende Beiträge. Beim Damac kamen die Wechsel gebündelt im letzten Drittel: David Kaiki Flores da Silva ersetzte in der 70. Minute Riyadh Sharahili, danach folgten weitere Wechsel in der 77. und 81. Minute. Die Maßnahmen deuten auf das Bemühen hin, in der Schlussphase neue Aktionen im Angriff zu erzeugen, ohne dass sich die Abschluss- oder Torquote entscheidend veränderte.
Bei den Spielerwertungen setzten einzelne Ausreißer klare Akzente im Rahmen eines insgesamt torlosen Spiels. Damacs Torhüter Kewin Oliveira Silva erreichte mit 8,0 das höchste Rating seines Teams und bestätigte dies mit drei Paraden, die den Gästen ihre Trefferchancen nahmen. Auf der anderen Seite ragte Shaquille Riley Graciano Pinas mit 8,7 als bester Spieler des Al Kholood heraus, gestützt durch drei geblockte Tackles, zwei Interceptions und drei Key Pässe, also durch Beiträge, die Angriffe des Damac sowohl stoppten als auch selbst einleiteten. Iker Kortajarena Canellada lag mit 7,9 ebenfalls hoch und war mit drei Schüssen, darunter zwei aufs Tor, ein zentraler Abschlussnehmer der Gäste, ohne den entscheidenden Moment im Abschluss zu finden.
Zusammenfassung
- 0:0 zwischen dem Damac und dem Al Kholood am zwanzigsten Spieltag der Saudi Pro League 2025-2026
- Leichter Ballbesitz- und Passvorteil für den Al Kholood, ohne klare Dominanz im Abschlussvolumen
- Damac mit mehr Distanzschüssen, Al Kholood mit mehr Abschlüssen aus dem Strafraum
- Ähnliche Torhüterauslastung mit jeweils drei Paraden und vergleichbarer Zahl geblockter Schüsse
- Prägende Einzelwerte: Kewin Oliveira Silva mit Rating 8,0 sowie Pinas mit Rating 8,7 und Kortajarena mit Rating 7,9 im Kontext der torlosen Effizienz