In der Copa Libertadores 2026 in der Gruppenphase endete das Spiel am vierten Spieltag zwischen der Independ. Rivadavia und dem Fluminense 1:1, zur Pause stand es 0:0. Die Independ. Rivadavia ging in der zweiten Halbzeit nach einem herausgespielten Treffer in Führung, Fluminense glich in der Nachspielzeit aus. Der Verlauf wurde von langen Ballbesitzphasen der Gäste und einer späten Ergebnisverschiebung geprägt.
Ballbesitz und Spielkontrolle
Fluminense bestimmte die Spielanlage über klaren Ballbesitz und Passvolumen. Mit 72 Prozent Ballbesitz und 597 Pässen bei 537 erfolgreichen Zuspielen hielt der brasilianische Klub den Ball deutlich länger als die Independ. Rivadavia, die mit 28 Prozent Ballbesitz und 217 Pässen vor allem in kürzeren Phasen nach Ballgewinnen agierte. In der Verteilung der Fouls zeigte sich dabei kein einseitiges Spiel gegen den Ball, beide Teams kamen auf dreizehn Fouls, Fluminense sammelte jedoch mehr Gelbe Karten, insgesamt vier gegenüber zwei.
Der Ballbesitz der Gäste führte allerdings nicht zu einem passenden Übergewicht bei klaren Torchancen. Das Expected-Goals-Verhältnis kippte sogar zugunsten der Independ. Rivadavia, die auf 1,34 kam, während Fluminense bei 0,75 blieb. Das deutet darauf hin, dass Fluminense viele Angriffe ohne hochwertigen Abschluss beendete, während die Heimelf aus deutlich weniger Spielanteilen häufiger zu Abschlüssen in aussichtsreichen Zonen kam.
Auch die Standards spiegelten dieses Bild: Die Independ. Rivadavia erspielte sich sechs Ecken, Fluminense nur zwei. Trotz der längeren Ballzirkulation der Gäste war es damit die Heimelf, die öfter in Situationen kam, die zu wiederholten Angriffen und zweiten Bällen führten.
Chancenprofil und Effizienz im Abschluss
Im Schussverhältnis lag die Independ. Rivadavia mit 15:11 vorne und hatte auch bei den Schüssen aufs Tor die Nase vorn, wenn auch knapp mit 3:2. Besonders auffällig war, dass beide Teams ähnlich oft innerhalb des Sechzehners zum Abschluss kamen, die Independ. Rivadavia mit elf Versuchen, Fluminense mit zehn. Die Heimelf ergänzte dieses Profil jedoch mit vier Abschlüssen von außerhalb, während Fluminense nur einmal aus der Distanz abschloss. In Summe ergab sich dadurch ein höheres Abschlussvolumen bei den Gastgebern, ohne dass die Präzision im Verhältnis dazu stark anstieg.
Die Führung der Independ. Rivadavia fiel in der 66. Minute und war klar als herausgespielte Szene dokumentiert: Alex Adrián Arce Barrios traf nach Vorlage von Luciano Luis Rómulo Gómez. Arce Barrios war bereits zuvor der auffälligste Abschlussspieler der Heimelf, er kam auf vier Schüsse und blieb damit der zentrale Zielspieler in den Umschaltmomenten. Dass Fluminense den Ausgleich erst in der 90. Minute plus eins erzielte, unterstreicht, wie lange die Gäste trotz großer Spielanteile keinen unmittelbaren Zugriff auf das Ergebnis bekamen.
Torhüter und letzte Linie hatten dabei messbaren Einfluss auf die Toranzahl. Nicolá s Bolcato musste für die Independ. Rivadavia nur eine Parade leisten, Fluminenses Fábio kam auf zwei Paraden und hielt sein Team damit bis zur Schlussphase im Spiel. Gleichzeitig blieb die Zahl der Schüsse aufs Tor insgesamt niedrig, was die Partie als Spiel mit vielen Aktionen im letzten Drittel, aber relativ wenigen klaren Endprodukten beschreibt.
Schlüsselphasen und personelle Eingriffe
Die erste Halbzeit verlief ohne Tore und war in den Ereignissen vor allem von Verwarnungen geprägt. Zwischen der 37. und der 45. Minute plus eins gab es drei Gelbe Karten, darunter je eine wegen Handspiels auf beiden Seiten. Nach Wiederbeginn nahm die Intensität im Zweikampf zu, was in der 63. Minute in einem Doppelfall von Unsportlichkeit mündete, als José Ignacio Florentín und Gustavo Nonato Santana jeweils Gelb sahen. Kurz danach nutzte die Independ. Rivadavia ihre Phase mit Zugriff auf Abschlüsse zur Führung.
Fluminense reagierte nach dem Rückstand mit einer klaren Wechselkette in der 78. Minute: Alisson, Yeferson Soteldo und John Kennedy kamen gleichzeitig. Diese Umstellungen verschoben die personelle Besetzung der Offensive und trugen zur späten Ausgleichsszene bei, denn John Kennedy erzielte in der 90. Minute plus eins das 1:1. Die Heimelf antwortete unmittelbar auf den eigenen Führungstreffer mit einem Wechsel des Torschützen Arce Barrios in der 79. Minute und nahm anschließend mit weiteren Wechseln in der 82. sowie 86. Minute zusätzliche Anpassungen vor. Dadurch veränderte sich die Besetzung in den letzten Minuten mehrfach, während Fluminense mit den frischen Offensivkräften die Schlussphase auf ein spätes Tor ausrichtete.
In den individuellen Statistiken lassen sich einzelne Einflussbereiche belegen. Bei der Independ. Rivadavia stach Sebastián Villa mit sechs Key Pässen und einem Rating von 7,5 heraus, womit er der auffälligste Vorbereiter im Spiel war. Arce Barrios verband sein Tor mit einem Rating von 7,3 und dem höchsten Schussvolumen seines Teams. Auf Seiten von Fluminense waren John Kennedy mit seinem Joker-Treffer und Rating 7,3 sowie Torhüter Fábio mit Rating 7,2 die deutlichsten messbaren Faktoren, weil sie direkt an Tor und Ergebnisabsicherung beteiligt waren.
Zusammenfassung
- 1:1 zwischen der Independ. Rivadavia und dem Fluminense am vierten Spieltag der Copa Libertadores 2026, Halbzeit 0:0
- Fluminense mit klarem Ballbesitz- und Passvorteil, die Independ. Rivadavia mit höherem Expected Goals von 1,34 zu 0,75
- Abschlussbild zugunsten der Heimelf mit 15:11 Schüssen und 3:2 Schüssen aufs Tor, beide Teams mit vielen Abschlüssen im Strafraum
- Führung in der 66. Minute durch Arce Barrios nach Assist von Gómez, Ausgleich in der 90. Minute plus eins durch den eingewechselten John Kennedy
- Wechselphase ab der 78. Minute bei Fluminense als personeller Impuls für die Schlussphase, während die Independ. Rivadavia nach der Führung mehrfach nachlegte und umstellte