Neben dem alles überstrahlenden Wechsel von Cristiano Ronaldo zu Juventus Turin gibt es im internationalen Fußball auch noch andere Transfers, die vor allem wegen... Roma, Barca und die Transferposse um Malcom

Neben dem alles überstrahlenden Wechsel von Cristiano Ronaldo zu Juventus Turin gibt es im internationalen Fußball auch noch andere Transfers, die vor allem wegen ihrer Umstände interessant sind. Zwei davon stellen wir hier vor.

Barca funkt der Roma bei Malcom-Transfer dazwischen

Am Montag waren die Verantwortlichen bei der AS Roma noch zuversichtlich, dass der 21-jährige Malcom vom französischen Erstligisten Girondins Bordeaux sich ihrem Verein anschließt. Sowohl Girondins als auch Malcoms Berater hatten dem Wechsel bereits zugestimmt. „Der Deal war durch und wir hatten die Erlaubnis, den Spieler nach Rom fliegen zu lassen, um seinen Medizincheck zu absolvieren. Es gab ein Flugzeug, das um 21 Uhr fliegen und um 23 Uhr ankommen sollte. Alles war geklärt, wir waren deswegen ruhig und zuversichtlich“, erklärte Rom-Manager Monchi dem vereinseigenen TV-Sender.

Doch dann kam alles anders. Kurze Zeit nach der vermeintlichen Finalisierung des Deals, machte Bordeaux bzw. dessen Präsident Stephane Martin plötzlich einen Rückzieher. Nach Aussagen der Vertreter des Spielers sollte Malcom nun doch nicht nach Rom fliegen. Was war passiert? Ganz einfach: Der FC Barcelona hatte in der Zwischenzeit ein besseres Angebot für den offensiven Mittelfeldspieler hinterlegt. Monchi weiter: „Ich habe Martin angerufen und er hat mir gesagt, dass es ein besseres Angebot von Barcelona gibt und wenn wir unseres erhöhen würden, käme der Spieler nicht. Ich sagte ihm, dass wir eine Einigung, den Deal abgeschlossen haben. Aber er meinte, dass noch nichts unterschrieben sei und daher nichts erledigt wäre.“

Roma-Besitzer James Pallotta entschied sich zähneknirschend, ein neues Angebot abzugeben. Doch eigentlich warteten Bordeaux und die Berater von Malcom da nur auf ein neues Angebot von Barca. Als dies auch zu Monchi vordrang, beendete er die Verhandlungen: „Ich habe ihnen gesagt, dass es genug ist, weil wir nicht an einer Auktion teilnehmen wollten.“

Barcelona vermeldete kurt darauf dann Vollzug: Malcom wird für geschätzte 41 Millionen Euro nach Katalonien wechseln. Die Roma prüft derweil die Möglichkeit, rechtliche Schritte einzuleiten. Die Chancen für einen Erfolg stehen aber wohl eher gering, da es keine Verträge zwischen Malcom und den Italienern gibt. Zum Abschluss seines Statements richtete sich Monchi nochmals an die Roma-Anhänger: „Ich möchte unseren Fans sagen, dass wir weiter hart arbeiten, um Spieler zu identifizieren, die zur Roma wollen und gleich gut oder sogar besser als Malcom sind.“

Einen erfolgreichen Transfer konnte die Roma dann aber doch vermelden. Für eine Ablöse von 8,5 Millionen Euro wechselt Schwedens WM-Keeper Robin Olsen vom FC Kopenhagen in die italienische Hauptstadt. Der 28-Jährige unterschreibt einen Fünf-Jahres-Vertrag und soll den Brasilianer Alisson Becker ersetzen, der für 62,5 Millionen zum FC Liverpool ging.

Mendes-Filiale bei den Wolves wächst weiter

Der Portugiese Jorge Mendes ist einer der Strippenzieher im internationalen Fußball und personifiziert für viele all das, was in diesem Geschäft falsch läuft. Neben seiner Beratertätigkeit für u.a. Cristiano Ronaldo, ist er auch einer der mächtigen Männer beim Premier-League-Aufsteiger Wolverhampton Wanderers. Natürlich nicht offiziell, denn ein Spielerberater, der bei einem Klub für Spielerverpflichtungen zuständig ist, ist eigentlich illegal. Dass sich jedoch überraschend viele Mendes-Klienten von einem Wechsel zu den Wolves überzeugen lassen, ist dabei nicht zu übersehen.

Das neueste Mitglied der Wolves-Gang ist der portugiesische Europameister Joao Moutinho, der für rund 5,6 Millionen von der AS Monaco auf die Insel wechselt. Moutinho ist damit der siebte Portugiese bei den Wolves – und der sechste der von Mendes` Agentur Gestifute beraten wird. Auch Trainer Nuno Espirito Santo gehört zu seinen Klienten.

Ral, abseits.at