Anekdote zum Sonntag (98) –  Django, der Tifoso
Der Regen tropfte gegen das Fenster. Fad und lang war so ein Sonntagabend in der Kasernierung. Es gibt aufregendere Momente als fern von der Familie ein verregnetes Frühlingswochenende im Hotel zu verbringen. Herbert Prohaska streckte sich auf dem Bett und gähnte. Schon fast zehn Jahre war es her, dass... Mehr lesen
Anekdote zum Sonntag (94) –  Attila kann alles. Außer Hochdeutsch.
„Der Österreicher unterscheidet sich vom Deutschen durch die gemeinsame Sprache“ – dieses Bonmot wurde lange Karl Kraus zugeschrieben, ist aber in Wirklichkeit nach dem Ende des 2. Weltkrieges plötzlich aufgetaucht und gehört seitdem zum Fundus der geflügelten Wörter in der Alpenrepublik. Zwanzig Jahre nach 1945 kam in Wien ein... Mehr lesen
Anekdote zum Sonntag (92) –  Idioticus Maximus
Wer an Otto Barić denkt, denkt auch an seinen Lieblingsbegriff „maximal“. Der gebürtige Kroate verwendete dieses Adjektiv so häufig, dass es zu seinem zweiten Vornamen mutierte. Otto-Maximale prägte fast zwei Jahrzehnte lang den österreichischen Fußball. Er war fachlich anerkannt, menschlich aber umstritten: So belegte ihn die UEFA 2007 mit... Mehr lesen
Anekdote zum Sonntag (83) –  Der Bart muss ab
Wer glaubt, dass sich Herbert Prohaska erstmals nach dem Sieg seines Favoriten Italien im WM-Finale 2006 vor laufender Kamera seinen Schnurrbart abrasieren ließ, der irrt. Schon viel früher – noch während seiner aktiven Zeit als Profi – musste Schneckerl nicht ganz freiwillig (Bart)haare lassen. Im November 1974 wurde der... Mehr lesen
Anekdote zum Sonntag (78) –  Warum Herbert Prohaska kein Rapidler geworden ist?
Herbert Prohaskas zweite Klubstation nach Vorwärt XI war Ostbahn XI. Dort trainierte Rudolf „Cäsar“ Sabetzer die Kampfmannschaft. Mehrmals überwarf sich Prohaska mit dem als Quäler verschrienen Coach. Sabetzer sprach intern jedoch nur in höchsten Tönen von diesem Talent der Sonderklasse und lockte so zahlreiche Vereinsverantwortliche an die Simmeringer Trainingsplätze.... Mehr lesen
Anekdote zum Sonntag (75) – Schneckerl Undercover
Schon als Zweijähriger übte Herbert Prohaska als gschneckelter Stöpsel in der Simmeringer Arbeitersiedlung Hasenleiten mit dem Ball. Diejenigen, die ihm bei den ersten Versuchen zusahen, konnten es nicht glauben, dass ein kleines Kind ein derartiges Ballgefühl besitzen konnte. Papa Prohaska ließ es sich nicht nehmen seinem Junior auf der... Mehr lesen
Anekdote zum Sonntag (72) –  Inter ante portas
Als Herbert Prohaska Mitte Zwanzig war, war es Zeit sich Gedanken über einen Wechsel ins Ausland  zu machen. Everton und Tottenham erkundigten sich nach dem gebürtigen Simmeringer, doch Herbert lehnte diese Angebote dankend ab. Die Insel reizte ihn nicht. Denn die Premier League war damals nicht, was sie heute... Mehr lesen
Anekdote zum Sonntag (68) – Ernst sein ist alles (Teil IV)
Angst oder Erschöpfung waren Fremdworte für Ernst Happel. Er forderte von seinen Spielern unbedingten Einsatz und Mut, wie er ihn einst selbst gezeigt hatte. Zu dumm nur, dass kaum einer seiner Spieler über Happel’sche Qualitäten verfügte. Selbst Intimfeind Max Merkel zollte ihm Respekt und resümierte ihre gemeinsame Zeit bei... Mehr lesen
Anekdote zum Sonntag (66) – Prohaskas Qual der Wahl
Sein zweiter Vater sei er gewesen, der Kommerzialrat Leopold Böhm. Von Anfang an war der Textilunternehmer, Millionär und Gönner der Veilchen, Herbert Prohaskas Bezugsperson bei der Wiener Austria. Mitte der Siebziger belohnte Böhm die violette Meistermannschaft mit einem viertägigen Paris-Trip. Im „Crazy Horse“ und im „Lido“ knallten die Champagnerkorken... Mehr lesen
Anekdote zum Sonntag (61) – Kommando: Stilles Örtchen
Am 16. März 1992 verabschiedete sich mit Joschi Walter einer der letzten Ehrenmänner des österreichischen Fußballs für immer. Urplötzlich brach der Mister Austria in seiner Peugeot-Filiale zusammen. Jede Hilfe kam zu spät. Walters Ableben wurde von Wien bis Bregenz bedauert, seine Veilchen jedoch waren nicht nur schockiert, sondern verloren... Mehr lesen
Anekdote zum Sonntag (54) – Der weiße Jimi Hendrix
Sein Markenzeichen und der daraus abgeleitet Spitzname waren ihm lange Zeit unangenehm, denn als junger Mann träumte er von langen Federn, die bis zu den Schultern reichen sollten. Alles Träumen half nichts: Schneckerln bleiben nun mal Schneckerln und so blieb auch der Schneckerl der Schneckerl. Nach einer Kinovorstellung von... Mehr lesen
Anekdote zum Sonntag (28): Mein Lied – Dein Lied – Unser Lied
Kabarett und Sport passen nicht unbedingt zusammen. In Österreich beschränkt sich Satire meist auf den politischen status quo und klammert internationale Wettkampfergebnisse der Rot-Weiß-Roten weitestgehend aus: Warum? Einerseits ist eh alles in Butter und es befinden sich sechs Österreicher unter den ersten fünf (Alpin-Ski), andererseits macht es so niedergeschlagen,... Mehr lesen