In einem munteren Bundesligaspiel konnten die Grazer im Ländle einen knappen Sieg einfahren und stehen nun bei mittlerweile 41 Punkten. In einem teilweise rassigen... Sturm-Sieg in Altach: Schmerböck und Eze als Helden aus der zweiten Reihe

In einem munteren Bundesligaspiel konnten die Grazer im Ländle einen knappen Sieg einfahren und stehen nun bei mittlerweile 41 Punkten. In einem teilweise rassigen Spiel gerieten die Steirer zwar früh in Rückstand, drehten in den letzten zehn Minuten nochmal so richtig auf und konnten das Spiel zu ihren Gunsten entscheiden. Für die Altacher ist die Niederlage sehr ärgerlich, da sie mit einem Sieg bis auf drei Punkte an einen Europacup-Startplatz herangekommen wären.

Notenschlüssel:
1 = sehr schwach
10 = sehr stark
0 = zu kurz eingesetzt

SC Rheindorf Altach

Martin Kobras 6

Der Goalie der Vorarlberger wirkte bei Flanken sehr sicher und konnte sich bei zwei Aktionen der Grazer auszeichnen. Bei den Gegentoren war er machtlos.

Emanuel Schreiner 5

Der Außenverteidiger war im Spielaufbau isoliert, konnte sich dafür aber gut in die Offensive einbauen. Dort kamen seine Flanken aber nicht an den Mann.

Benedikt Zech 5

Im Spielaufbau wirkte er extrem ruhig und sicher und verlieh so dem Altacher Spiel Struktur. Für seine knapp 50 Minuten Spielzeit hatte er viele Ballaktionen; musste dann aber verletzt vom Platz.

Jan Zwischenbrugger 6

Das Zweikampfmonster in der Defensive ließ nur ganz wenig zu und glänzte mit seinem Stellungsspiel. Gegen Ende hin wirkte die gesamte Abwehr unkonzentriert und so fielen die Gegentreffer. Dennoch eine gute Leistung von ihm.

Andreas Lienhart 6

Der Außenverteidiger bereitete das Tor mit seiner Flanke mustergültig vor und war auch sonst immer für Offensivaktionen gut. In der Defensive stand er meist sehr solide und war deutlich mehr in den Spielaufbau involviert als sein linkes Pendant.

Simon Piesinger 7

Der Ex-Grazer war einer der besten Akteure auf dem Feld. Er gewann jeden Zweikampf, spielte kluge Pässe und war der Taktgeber im Mittelfeld der Altacher. Im Angriff kam er zu zwei Aktionen und er konnte mehrmals nur durch Fouls gestoppt werden.

Louis Ngwat-Mahop 4

Am Außenspieler lief die Partie etwas vorbei, er hatte nur wenige Ballaktionen und tat sich im Eins-gegen-Eins-Duell oft schwer. Mehr als eine Torschussvorlage sprang nicht heraus.

Patrick Salomon 5

Der zentrale Mittelfeldmann hatte ebenfalls Probleme, sich ins Spiel zu integrieren und konnte kaum Situationen initiieren. Seine Passquote ist sehr ansehnlich, er spielte aber meist Sicherheitspässe, wobei der Ball bei diesen Stafetten schön zirkulierte. Viel sprang dabei aber dennoch nicht hinaus.

Valentino Müller 6

Der dribbelstarke Mittelfeldspieler überzeugte mit seinen Antritten und ging gut in die Zweikämpfe. Nach dem Seitenwechsel tauchte er etwas unter und kam nicht mehr so oft an den Ball. Insgesamt strahlte er zu wenig Torgefahr aus.

Christian Gebauer 6

Der Flügelflitzer betrieb enorm viel Aufwand und konnte sich auf seiner Seite gut durchsetzen. Seine Flanken waren aber zu unpräzise und er selbst hatte Probleme im Torabschluss.

Adrian Grbic 5

Der Stürmer erzielte mit einem mustergültigen Kopfball das Tor des Tages der Altacher, konnte ansonsten aber nur einen weiteren Torschuss abgeben. Er ackerte und kämpfte für die Mannschaft, war aber teilweise vom Spiel isoliert und hatte kaum Ballaktionen.

Bernhard Janeczek 6

Er kam nach knapp 50 Minuten ins Spiel und war sofort unter Druck, da die Grazer zu dieser Zeit das Tempo erhöhten. Im Passspiel und Zweikampf war er sehr konzentriert, jedoch hatte er im Stellungsspiel seine Fehler.

Hannes Aigner 5

Der Stürmer war für 20 Minuten im Spiel und vom ersten Moment an präsent. Torgefahr strahlte er aber nur minimal aus und er konnte dem Spiel nicht mehr seinen Stempel aufdrücken.

Mathias Honsak 0

Honsak durfte für zehn Minuten mitmachen, hatte aber keine Aktion mehr.

 

SK Sturm Graz

Jörg Siebenhandl 6

Der seit Wochen überragendend spielende Siebenhandl konnte auch dieses Mal eine gute Leistung abrufen. Obwohl er ein Tor bekam, bei welchem ihn keine Schuld trifft, kann er zufrieden sein mit seiner Leistung.

Patrick Puchegger 4

Der ehemalige Bayern-Amateure-Kicker wirkte nicht immer ganz sattelfest und hatte teilweise Schwierigkeiten mit den Altachern und ihren Offensivbemühungen. Er selbst konnte sich nur marginal ins Angriffsspiel einschalten; mehr als eine Torschussvorlage kam nicht dabei heraus.

Dario Maresic 5

Eine solide Vorstellung des Youngstars, der aber ungewohnte Defizite im Zweikampf hatte und auch in der Luft nicht immer sicher wirkte. Im Passspiel äußerst abgeklärt und durch sein Stellungsspiel konnte er einige Bälle abfangen.

Christian Schoissengeyr 4

Obwohl er keinen Elfmeter verschuldete geht das Gegentor auf seine Kappe, da er gegen Grbic nicht ins Luftduell kam. Er wirkte im Zweikampf allgemein etwas fahrig. Dafür kamen seine Wechselpässe gut an und er hatte viele Ballaktionen im Spielaufbau.

Fabian Koch 6

Der beste Mann im Defensivverbund war an diesem Nachmittag Koch, der hinten durch seine resolute Zweikampfführung und seine Ballsicherungen glänzte. Offensiv hatte er einen Distanzschuss an die Latte, mehrere Flankenversuche und eine Torschussvorlage zu verbuchen.

Peter Zulj 6

Der zentrale Mittelfeldmann stand etwas im Schatten von Jeggo und konnte das Spiel nicht so entscheidend beeinflussen, wie in den Vorwochen. Dennoch eine gute Leistung, obwohl er zweikampftechnisch nicht immer auf der Höhe war. Offensiv war er sehr bemüht, seine Abschlüsse wurden aber zum Teil in letzter Sekunde geblockt.

James Jeggo 7

Einer der stärksten Männer der Grazer verzeichnete extrem viele Ballaktionen, bestritt mit Abstand die meisten Zweikämpfe und war sehr laufstark. Sein Einsatz stand für den Willen der Grazer, die niemals aufgaben. Obwohl offensiv nichts von ihm kam, beackerte er das Mittelfeld unermüdlich.

Marvin Potzmann 5

Eine unscheinbare Leistung des Außenspielers, der die Zwischenräume zwar attackierte, aber selten eine Lücke in der Altacher Defensive fand. Er agierte mehr in der Rolle des Vorbereiters und kam selbst kaum zu Abschlüssen.

Deni Alar 4

Der Grazer Kapitän fühlte sich in seiner Rolle hinter der Spitze nicht immer ganz wohl, obwohl er die beiden Treffer einleitete. Er hatte kaum Ballaktionen, beging einige Fouls und konnte nur einen Torschuss abgeben. Seine Präsenz ist aber dennoch wichtig für die Mannschaft.

Oliver Filip 4

Der Startelfdebütant bekam kaum einen Fuß ins Spiel und hatte im Angriffsspiel keinen Zugriff. Er blieb mehrmals an seinen Gegnern hängen und kam zu keinen Flanken. Positiv sind aber sein Einsatzwille, seine Kampfkraft im Zweikampf und sein Kurzpassspiel anzusehen.

Philipp Zulechner 5

Die Solospitze der Grazer hatte einen schweren Stand. Er kam dennoch zu einigen Aktionen und profitierte von der Hereinnahem von Eze, der ihm auch sein Tor vorbereitete. Negativ war leider sein Zweikampfverhalten, da er keines seiner Duelle gewann.

Marc-Andre Schmerböck 7

Das Comeback des Außenspielers verlief nach Wunsch. Er fand sofort in die Partie, machte Druck auf seiner Seite und legte zur Krönung den Siegtreffer mit einem Stanglpass auf. In seinen 30 Minuten Einsatzzeit kam er außerdem zu mehr Flanken als die beiden anderen Außenspieler seines Teams.

Emeka Eze 8

Der „Man of the Match” aus Sicht der Grazer kam 25 Minuten vor Schluss in die Partie und war sofort präsent. Das 1:1 bereitete er mit einem Chip mustergültig vor und das zweite Tor erzielte er selbst. Auch sein Torjubel konnte sich sehen lassen. Außerdem machte er die Bälle gut fest, bewies Spielintelligenz und belebte die Partie der Steirer ungemein.

Sandi Lovric 0

Der Jungstar kam für ein paar Minuten für den angeschlagenen Zulechner ins Spiel, viele Spielanteile waren ihm aber nicht mehr vergönnt.

Thomas Schützenhöfer, abseits.at

Thomas Schützenhöfer

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