Die Saison 2015/2016 der Sky Go Erste Liga ist vor kurzem zu Ende gegangen. Der SKN St. Pölten wird als Meister nächste Saison in... Heiße Aktien in der Sky Go Erste Liga: Jamnig, Riemann, Joao Pedro, Dwamena

_FC Wacker Innsbruck Wappen StripesDie Saison 2015/2016 der Sky Go Erste Liga ist vor kurzem zu Ende gegangen. Der SKN St. Pölten wird als Meister nächste Saison in der Bundesliga spielen. Doch neben den gelb-blauen Aufstiegshelden könnten auch andere Spieler nächste Saison in der höchsten Spielklasse auflaufen. In einer vierteiligen Serie stellt abseits.at einige potenzielle Bundesligaspieler vor.

Hinter dem Topduo aus St. Pölten und Linz landeten mit Wacker Innsbruck und dem FC Liefering zwei weitere Teams, die phasenweise nicht nur spektakulär sondern auch erfolgreich spielten. Je zwei Akteure von diesen beiden Klubs schafften es in unseren Fokus.

Florian Jamnig (25 Jahre, Wacker Innsbruck)

Der FC Wacker Innsbruck stellte mit Thomas Pichlmann den Torschützenkönig der abgelaufenen Saison. Neben dem Routinier, der vor allem im Herbst wie am Fließband traf, wurde die Offensive der Tiroler von den beiden Flügelspielern getragen. Rechts wirbelte mit Florian Jamnig ein 25-jähriger Österreicher.

Wie die oben zu sehende Radargrafik bestätigt ist Jamnig ein recht variabler und vielseitiger Spielertyp. Er ragt in keiner Kategorie besonders heraus, seine Werte liegen aber in nahezu jeder über dem Durchschnitt. Jamnig ist zudem durchaus antrittsstark und schlägt präzise Flanken – gerade in Kombination mit dem im Strafraum starken Pichlmann vorne drin war das eine plausible Waffe.

Alexander Riemann (24 Jahre, Wacker Innsbruck)

Während Wacker Innsbruck in Jamnig auf der rechten Seite einen eher unspektakulären und oft geradlinigen Spieler hatte, agierte auf der linken Seite mit Alexander Riemann ein sehr zielgerichteter Akteur. Dies spiegelt sich auch in der nachstehenden Radargrafik des Deutschen wider.

Riemanns Spiel ist durch mehr Risiko geprägt. Er spielt im Schnitt etwas weniger Pässe als Jamnig, ist auch in der Arbeit gegen den Ball nicht so effizient und ist im Passspiel ebenfalls viel weiträumiger. Andererseits gehört der 24-Jährige mit 3,3 erfolgreichen Dribblings pro 90 Minuten zu den durchbruchstärksten Spielern. Auch hinsichtlich der direkten Beteiligung an gefährlichen Situationen und Toren liegt er ein bisschen vor seinem Mitspieler.

Joao Pedro (20 Jahre, FC Liefering)

Im Kader des FC Liefering gibt es naturgemäß einige äußerst interessante und wohl jetzt schon bundesligataugliche Talente. Einige von ihnen werden von Red Bull Salzburg bewusst langsam an die erste Mannschaft herangeführt. Sie stehen jetzt schon ab und an im Profikader. In der Vergangenheit gab es aber auch immer wieder Kicker, die den Sprung zu den „großen“ Bullen nicht schafften, aber dennoch bei guten Bundesligaklubs landeten. Joao Pedro könnte sich in diese Liste einreihen.

Der 20-jährige Brasilianer zeigte im zentralen Mittelfeld die Liefering-typischen Anlagen. Er ist ein kleinräumiger Kombinierer, der mit Dribblings durchbrechen kann und selbst in hochdynamischen Szene die Kontrolle behält. In den meisten Spielen agierte er im zentralen offensiven Mittelfeld, vereinzelt wurde er aber auch als spielstarker Stürmer, am Flügel oder als vertikaler defensiver Mittelfeldspieler eingesetzt. Dass er nach seiner Leihe offenbar nicht fix verpflichtet wird, sollte einige Bundesligisten auf den Plan rufen.

Raphael Dwamena (20 Jahre, FC Liefering)

Im Angriff haben die roten Bullen mit Dimitri Oberlin, Smail Prevljak und Hee-Chan Hwang drei außerordentlich talentierte Stürmer, die schon in der Bundesliga ihr großes Potenzial andeuten durften. Dass es daher für Raphael Dwamena trotz sechs Saisontoren und vier Vorlagen sowie teils sehr starken Leistungen nicht für die „Erste“ reichen wird, scheint naheliegend. In die Bundesliga könnte er es dennoch schaffen, wenn man sich sein Profil ansieht.

Der 20-jährige Ghanaer ist physisch durchaus robust, sucht ständig Kombinationen bzw. Dynamik und  traut sich technisch einiges zu. In manchen Szenen sind seine Aktionen jedoch wirkungslos. Dennoch kommt er auf mehr als passable Schuss- und Torausbeuten. Seine Passquote ist wie bei den meisten Liefering-Kickern aufgrund der sehr speziellen Spielweise unterdurchschnittlich niedrig. Im Vergleich zu seinen Teamkollegen macht er dies allerdings nicht mit einer dementsprechend hohen Zahl an Balleroberungen wett. Seine anderen Eigenschaften sprechen dennoch für einen, zumindest temporären Wechsel in die Bundesliga.

Alexander Semeliker, abseits.at

Alexander Semeliker

@axlsem