Die Fußballfans staunten nicht schlecht, als Nicolas Anelka vergangenen Winter verlautbarte, dass er zukünftig für Shanghai Shenhua in der chinesischen Super League auf Torjagd... Trotz Komplikationen bei Gehaltszahlungen: Didier Drogba trifft auch in der chinesischen Super League

Die Fußballfans staunten nicht schlecht, als Nicolas Anelka vergangenen Winter verlautbarte, dass er zukünftig für Shanghai Shenhua in der chinesischen Super League auf Torjagd gehen würde. Noch größer war die Überraschung, als Didier Drogba denselben Weg einschlug und nach Gewinn der Champions League ebenfalls beim chinesischen Klub anheuerte. Wir gehen in diesem Artikel der Frage nach, wie es für die beiden Stars bisher im Reich der goldenen Mitte lief und ob sich der Wechsel nicht nur finanziell, sondern auch sportlich bezahlt machte.

Ein stürmischer Empfang

Didier Drogbas Empfang am Pudong Airport Shanghai verlief äußerst euphorisch. Hunderte Shanghai-Shenhua-Fans warteten auf den Champions-League-Sieger und begrüßten ihn stürmisch.

Drogba trifft auch in China

Drogba zahlte das in ihn gesetzte Vertrauen auch schnell mit Toren zurück und übernahm in den Spielen sofort eine Führungsrolle. Er betonte zwar, dass seine Leistungen noch besser werden, wenn er eine Vorbereitung mit der Mannschaft absolvieren kann, aber seine Torquote kann sich auch so sehen lassen: In elf Spielen traf er acht Mal für seinen neuen Arbeitgeber, womit er auf eine Torqoute von 0,72 Treffern pro Partie kommt. Anelka kann da nicht mithalten, denn der Franzose traf nur dreimal in 22 Meisterschaftsspielen (0,13%). Dafür steuerte er aber immer wieder wichtige Assists bei und zeigte ansprechende Leistungen.

Klub nach wie vor im Tabellen-Niemandsland

Als der Ivorer zum Verein stieß, lag dieser am zwölften Tabellenrang und musste sich Sorgen um den Abstieg machen, da der Vorsprung auf den vorletzten Platz, der den Abstieg in die zweite Spielklasse bedeuten würde, nur zwei Punkte betrug. Mit Drogba bekam der Klub einen kleinen Schub nach vorne, sodass man schließlich am Ende der Saison am neunten Platz stand und den Vorsprung auf den vorletzten Platz um acht Punkte ausbaute. Dennoch erwarteten sich die meisten Fans weit mehr von der Verpflichtung der neuen Stars, die dem Besitzer des Vereins jede Menge Geld kosten. Möglich machte diese Transfers der chinesische Geschäftsmann Zhu Jun (nicht mit Tomáš Jun verwandt), der sich im Jahr 2005 in den Verein einkaufte.  Zhu Jun ist Eigentümer der „The9 Ltd.“, die mit Online Gaming ihr Geld macht.

Streitereien ums Gehalt

Auch abseits des Spielfelds lief nicht alles wie geplant, da die Mannschaft ihr Gehalt teilweise gar nicht, oder zu spät bekam. Zhu Jun wollte nämlich mehr Einfluss im Verein und beschloss kurzerhand keine Gelder mehr zur Verfügung zu stellen, sollte man ihm diesen nicht gewähren. Anelka und Drogba, die beiden verdienen übrigens zwischen 200.000-250.000€ in der Woche, gefiel das gar nicht und es wurden immer wieder Gerüchte laut, dass die beiden rasch nach Europa zurückkehren wollen würden. Besonders Anelka, der ja schon ein paar Monate länger beim Verein war, hielt sich mit Kritik in der Öffentlichkeit wenig zurück. So wurden immer wieder Wechselgerüchte laut, erst vor wenigen Tagen unterbreitete West Ham dem Franzosen ein Angebot. Drogba wiederum versprach den  Shanghai-Shenhua-Anhängern, dass er zum Meisterschaftsstart in März wieder für den Klub auflaufen würde.

Sehen wir uns zum Abschluss ein paar Highlights an:

Stefan Karger, www.abseits.at

Stefan Karger

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