Am letzten Bundesligaspieltag vor der Länderspielpause war es so weit. Im fünften Anlauf gewann das Team aus Leipzig gegen den Ligaprimus FC Bayern München.... RB Leipzigs erster Sieg gegen den Rivalen FC Bayern München

Am letzten Bundesligaspieltag vor der Länderspielpause war es so weit. Im fünften Anlauf gewann das Team aus Leipzig gegen den Ligaprimus FC Bayern München. Nach dem kometenhaften Aufstieg der Roten Bullen, die aus der 3. Bundesliga direkt den Durchmarsch in die höchste Spielklasse in Deutschland schafften, sind sie durch das gute Abschneiden in der Saison – sie qualifizierten sich für die höchste europäische Spielklasse – direkt zum deutschen Rekordmeister in Konkurrenz getreten.

In den direkten Duellen hatte es bisher nie zu einem Sieg der Roten Bullen gereicht. Dies änderte sich nun durch den 2-1-Erfolg der Leipziger über München. Nachdem die Leipziger als Heimmannschaft schon früh in Rückstand geraten waren, sorgte der Ausgleichstreffer von Naby Keita kurz vor der Halbzeit für neue Hoffnung in der Red Bull Arena. Angeführt vom Schützen des Ausgleichstreffers, der im Sommer für viele Millionen Euro nach Liverpool an die Anfield Road wechselt, zeigten die Spieler aus Leipzig in der zweiten Halbzeit eine beeindruckende Vorstellung. Diese wurde durch den Siegtreffer des Nationalstürmers Timo Werner gekrönt.

Großer Abstand auf die Bayern

Das Team des österreichischen Trainers Ralph Hasenhüttl zeigte sich im Anschluss sehr erleichtert, dass ihnen der erste Sieg gegen die Bayern gelungen ist, weiß aber auch, dass noch viel Arbeit vor ihnen liegt. Während sie letzte Saison den Abstand zu den Bayern in der Bundesligatabelle noch gering halten konnten, sind diese ihnen dieses Jahr deutlich enteilt. Als sechstplatziertes Team haben die Bullen aus Leipzig unglaubliche 23 Punkte Abstand auf den FC Bayern München. Der Abstand zu der dominierenden Mannschaft im deutschen Fußballsport ist somit sehr hoch. Dies kann aber relativiert werden, da das zweitplatzierte Team Schalke 04 auch schon 17 Punkte Abstand auf die Bayern hat. So hat das, erst das zweite Jahr in der Bundesliga aktive Leipzig, nur 6 Punkte Abstand auf den Vizemeisterrang und liegt nur 3 Punkte hinter den Rängen, die zur Teilnahme an der Champions League im nächsten Jahr berechtigen.

Die Leipziger hoffen natürlich, dass sie den FC Bayern München jetzt regelmäßig Punkte abnehmen kann. Allerdings ist es noch schwer abzuschätzen, wie gut die Mannschaft aus dem Osten nächstes Jahr aufgestellt ist. Viel wird von der Endplatzierung dieser Saison abhängen, da die Qualifikation für die Champions League das Budget für den Kader und die Attraktivität des Vereins für neue Spieler deutlich steigert. Leider steht mit dem Abgang von Keita schon fest, dass der Dreh- und Angelpunkt des Teams nächste Saison in Liverpool kickt. Gelingt es dem Team um Sportdirektor Ralf Rangnick, Keita annähernd gleichwertig zu ersetzen und den Kader zusätzlich in der Tiefe zu stärken, könnten die Leipziger vielleicht nächste Saison den Bayern dauerhaft Konkurrenz machen.

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen