Der FC Schalke 04 zeigt in dieser Saison unter Domenico Tedesco starke Leistungen und steht zurzeit auf dem zweiten Tabellenplatz. Auch in den letzten... Unter der Lupe: Burgstallers Leistung beim Schalke-Sieg in Mainz

Der FC Schalke 04 zeigt in dieser Saison unter Domenico Tedesco starke Leistungen und steht zurzeit auf dem zweiten Tabellenplatz. Auch in den letzten Bundesligaspielen punkteten die Knappen und verteidigten damit ihren Tabellenplatz. Der österreichische Legionär Guido Burgstaller spielt dabei eine wichtige Rolle für Tedesco. Bis jetzt konnte er sich bei 12 Toren in dieser Saison beteiligen. In der 26. Runde mussten die Gelsenkirchener nach Mainz und siegten dort mit 1:0.

Schalke 04 begann mit einer 3-4-3 Formation. Burgstaller startete am rechten Flügel, aber er variierte die Positionen mit Di Santo und Pjaca in der vorderen Reihe. Wenn die Gäste im Ballbesitz waren orientierte sich Burgstaller eher in die Mitte. Da in diesem Spiel kaum versucht wurde flach nach vorne zu spielen, wurden viele Bälle hoch in die Spitze gepasst. Meistens kamen diese Zuspiele beim Österreicher auch an. Di Santo und Pjaca schoben in diesem Moment zu ihm, um als Anspielstation zu dienen oder bei nicht gewonnenen Luftduellen den zweiten Ball zu bekommen. Burgstaller hatte einige Aktionen im Eins-gegen-Eins, in denen er zweimal einen Freistoß in gefährlicher Nähe herausholte. Auch konnte er sich immer wieder vom Gegner lösen, um dann einen Mitspieler zu finden.

Bei Ballverlust wurde von den Schalkern in unmittelbarer Nähe gegengepresst. Ein Spieler setzte den Ballführenden unter Druck und ein/zwei Spieler versuchten die Passwege zu schließen. Der Österreicher war oft derjenige, der bei Ballverlust den Ballführenden sofort unter Druck setze, da er schnell reagierte und diese Situationen gut antizipieren konnte. Im Ballbesitz der Mainzer wurde erst im mittleren Drittel gepresst. Nur in den letzten Minuten änderte sich das, weil man nach einer 1:0-Führung von den Gastgebern in die eigene Hälfte hineingedrückt wurde. Pjaca und Di Santo versuchten dabei den Gegner nach außen zu leiten. Jedoch presste Burgstaller direkt am Mann, weil er keinen Schulterblick machte und nicht wusste, ob jemand hinter ihm im Deckungsschatten steht. Dadurch lief er einige Male falsch an und der gegnerische Verteidiger konnte ihn mit einem Haken ausspielen. Falls in der ersten Halbzeit die erste Reihe überspielt wurde, blieb einer von den drei Stürmern bei den Innenverteidigern, um sie aus dem Spiel zu nehmen und im Konter gleich eine Anspielstation zu sein.

Spielverlauf

Das Spiel selber war geprägt von sehr vielen technischen Fehlern und hohen Pässe in die Spitze. Daher konnte der Ball wenig in das letzte Drittel von beiden Mannschaften gespielt werden und so kam es auch zu wenigen Chancen. Die erste Chance der Mainzer ergab sich erst nach einer halben Stunde. Robin Quaison konnte sich am 16er-Eck vom Gegenspieler lösen und zum Abschluss kommen. Jedoch verfehlte der Schuss knapp das Tor. In der zweiten Halbzeit startete Daniel Caligiuri ein Solo. Er spielte zwei Spieler aus und schoss vom 16er ins Kreuzeck. Schalke 04 ging mit dem ersten richtigen Torschuss in Führung. Danach drückte Mainz und kam auch zu mehreren Chancen, aber Ralf Fährmann zeigte sich von seiner besten Seite und parierte mehrere Schüsse aufs Tor. So konnte Schalke den zweiten Platz im einem 1:0 Sieg verteidigen.

Fazit

Guido Burgstaller hatte in diesem Spiel einige Probleme mit den hohen Zuspielen. Er tat sich schwer die Bälle zu kontrollieren oder auch direkt weiterzuspielen. Auch bei den Luftduellen konnte er in diesem Spiel nicht seine Stärken ausspielen. Außerdem machte er beim Pressing einige Fehler. Er lief den Gegner falsch an und presste, obwohl hinter ihm zu viel Raum frei war. Allerdings war sein Laufpensum enorm hoch. Über die 90 Minuten versuchte er immer den Gegner unter Druck zu setzen. Ebenso waren seine Aktionen im Eins-gegen-Eins hilfreich, da er auch Freistöße herausholte.

Simon Goigitzer, abseits.at

Simon Goigitzer