Neben den ausführlichen Spiel- und den Toranalysen gibt abseits.at in dieser Rubrik einen kompakten Überblick über alle Spiele der letzten Runde in der tipico... Taktikboards zur 17. Runde der tipico Bundesliga 2014/2015 | Admira inferior und Rapids „Sturm“-Duo

Robert Beric - SK Rapid WienNeben den ausführlichen Spiel- und den Toranalysen gibt abseits.at in dieser Rubrik einen kompakten Überblick über alle Spiele der letzten Runde in der tipico Bundesliga. Wir sehen uns dabei in erster Linie Statistiken und Taktikboards an, die von der offiziellen Website der österreichischen Bundesliga bzw. vom britischen Sportdatenunternehmen Opta bereitgestellt werden.

 

SV Josko Ried – FK Austria Wien 1:1

Die SV Ried ist das Team der Stunde in der tipico Bundesliga. In den letzten fünf Spielen holte kein Team mehr Punkte als die Innviertler (11), die in diesem Zeitraum keine einzige Niederlage hinnehmen mussten. Hauptverantwortlich dafür ist der neue Stil, den Oliver Glasner implementierte. Die Rieder spielen im 3-4-3 und anstatt wie zu Saisonbeginn schon im Angriffsdrittel zu pressen, agieren sie nun abwartender. Symbolisch für den Kurswechsel der Oberösterreicher ist Stefan Lainer.

Der 22-Jährige kam in der Sommerpause vom FC Liefering und spielt rechts hinten. Zwar ist er dort schon seit Saisonbeginn gesetzt, in den letzten Runden zeigte er aber zunehmend starke Leistungen. Auch beim 1:1 am Wochenende gegen die Wiener Austria gehörte Lainer zu den besten Spielern am Platz. Er hatte die drittmeisten Ballkontakte aller Spieler (74), hielt mit je vier Tackles und klärenden Aktionen sowie drei abgefangenen Bällen einerseits seine Seite dicht, sorgte aber auch für vJiel Betrieb im Offensivspiel: vier Torschussbeteiligungen und zehn versuchte Dribblings.

SCR Altach – SV Scholz Grödig 3:1

Der SCR Altach behielt am Samstag im heimischen Stadion gegen den SV Grödig mit einem 3:1 die Oberhand. Dabei starteten die Gäste aus Salzburg besser in die Partie, gingen nicht nur in der sechsten Minute in Führung, sondern verbuchten in der ersten Viertelstunde 6:0 Torschüsse. Danach kamen die Vorarlberger aber auf und drehten die Partie.

Der Ausgleich der Altacher, fiel aus einem simplen langen Ball, danach zeigten sie aber durchaus sehenswerte und temporeiche Kombinationen. Das grundlegende Muster sieht man in den obigen Beispielen. Mit einem engräumigen Kurzpassspiel auf den Seiten zog man die Grödiger zunächst aus ihren Positionen. Danach folgten eine kurze oder längere Verlagerung und ein beschleunigender Pass in die Tiefe. Am Ende hatte das Team von Damir Canadi zehn Schüsse mehr und gewann verdient.

Admira Wacker Mödling – SK Sturm Graz 0:2

Die formschwächste Mannschaft der Bundesliga ist Admira Wacker Mödling, das auch am Wochenende ohne Tor und Punkt blieb. In der BSFZ-Arena verloren die Niederösterreicher gegen den SK Sturm Graz mit 0:2 und schweben weiterhin in großer Abstiegsgefahr. Gegen die Steirer nahm das Unheil bereits in der 14. Minute seinen Lauf, als Rene Schicker nach einem brutalen Foul die rote Karte sah.

Die obige Grafik demonstriert die Unterlegenheit der Admira eindrucksvoll. Während Sturm 22 Schüsse abgeben konnte, waren es bei den Hausherren nur sieben. Kein einziger dieser Versuche kam innerhalb des Strafraums – alarmierende Zahlen. Mit sechs Platzverweisen sind die Admiraner zudem die Bad Boys der Liga.

SK Rapid Wien – SC Wiener Neustadt 3:0

Der SK Rapid hat mit einem ungefährdeten Heimsieg gegen den SC Wiener Neustadt den Abwärtstrend der letzten Wochen zumindest kurzfristig gestoppt und zum ersten Mal Punkte im November geholt. Beim 3:0 gegen das Tabellenschlusslicht gehörten zwei Sommerneuzugänge zu den prägendsten Figuren.

Zwei der drei Tore in diesem Spiel gingen auf das Konto von Robert Beric, der damit auf Platz zwei in der Torschützenliste kletterte. Der Slowene zeigte mehr oder weniger die gewohnten Abläufe in seinem Spiel. Er pendelte am Übergang ins Angriffsdrittel horizontal, hatte aber – im Gegensatz zu seiner Anfangszeit in Grün-Weiß – auch eine hohe Präsenz in der Gefahrenzone. Fünf von seinen sechs Schüssen gingen auf das Tor und alle wurden zentral um den Elfmeterpunkt abgegeben.

Ebenfalls aus Graz kam Florian Kainz, der sich ohne große Eingewöhnungszeit bei den Hütteldorfern zum Leistungsträger entwickelte. Gegen Wiener Neustadt spielte der 22-Jährige, wie man in der obigen Grafik sehen kann, sehr breit und überzeugte in der Defensive mit einem guten Auge: fünf Ballsicherungen und vier abgefangene Bälle. Neben seinem Tor glänzte Kainz vor allem als Vorbereiter.

FC Red Bull Salzburg – Wolfsberger AC 2:2

Das Sonntagsspiel der 17. Runde haben wir bereits an anderer Stelle ausführlich analysiert. Der Wolfsberger AC bot Red Bull Salzburg lange Zeit die Stirn, verspielte erst im Finish mit zwei Elferfouls den Sieg. Entscheidend dafür waren die Defensivabläufe, mit denen man die Salzburger aus ihrer Wohlfühlzone heraushalten konnte. Man erkennt dies in der nachstehenden Grafik.

Die Bullen konnten den von ihnen favorisierten linken Halbraum nicht überladen, sondern wurden auf die Seiten gedrängt und dort isoliert. Entscheidend war hier zum einen, dass der WAC-Rechtsverteidiger keinen direkten Gegenspieler hatte und mehr oder weniger frei reagieren konnte. Die Folge: Michael Berger kam auf fünf klärende Aktionen sowie je vier Tackles und abgefangene Bälle. Ein anderer wichtiger Faktor war Joachim Standfest, der trotz ungewohnter Position im defensiven Mittelfeldzentrum stark spielte. Am Ende standen beim Routinier unter anderem fünf abgefangene Bälle zu Buche.

Alexander Semeliker, abseits.at

Alexander Semeliker

@axlsem

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