Der 22. Spieltag der österreichischen Bundesliga steht im Zeichen des Topspiels Sturm Graz gegen Austria Wien. Die Grazer empfangen die Veilchen am Samstag, den... Vorschau auf das Topspiel: SK Sturm Graz – FK Austria Wien

SK Sturm Graz vs Austria Wien_abseits.at

Der 22. Spieltag der österreichischen Bundesliga steht im Zeichen des Topspiels Sturm Graz gegen Austria Wien. Die Grazer empfangen die Veilchen am Samstag, den 18. Februar um 16:00 Uhr (Sky überträgt live) in der heimischen Merkur-Arena. Beide Teams blieben leistungs- sowie ergebnistechnisch den Fans im ersten Spiel der Frühjahrssaison einiges schuldig. Die Steirer verloren in Mattersburg und die Austria remisierte im Wiener Derby.

Ein Blick auf die Tabelle…

Nach 21 gespielten Runden weilen die Gastgeber derzeit mit 39 Punkten auf dem dritten Tabellenplatz – getrennt nur durch einen Punkt von der viertplatzieren Wiener Austria. Das Ziel beider Vereine, das zu Saisonbeginn ausgegeben wurde, ist das Erreichen der Qualifikationsrunde für einen internationalen Bewerb. Dazu muss ein Platz unter den ersten drei erreicht werden. Derzeit liegen Red Bull Salzburg, sowie Altach punktegleich vier Zähler vor Sturm. Nach hinten sind beide Vereine gut abgesichert. Rapid Wien liegt mit zehn Punkten Rückstand schon deutlich hinter dem Stadtrivalen.

Sturm mit schlechtem Start

Man startete exzellent in die Meisterschaft, war 10 Spiele in Serie ungeschlagen und damit auch für

zwölf Runden an der Tabellenspitze. Ende Oktober war allerdings ein Einbruch zu verzeichnen, infolgedessen ging auch die Tabellenführung an den SCR Altach verloren. Die Winterpause kam dem steirischen Klub also mehr als gelegen.

Nach Zugängen, aber auch Abgängen startete man vergangenen Samstag auswärts in Mattersburg in das neue Pflichtspieljahr. Das Spiel ging nach einer schwachen Darbietung mit 0:1 verloren. Das Goldtor für die Burgenländer erzielte Thorsten Röcher. Er traf nach einem Zuspiel von Michael Perlak flach ins Eck. Das Gegentor war sinnbildlich für das gesamte Auftreten der „Blackies“ an diesem Abend. Man war in vielen Szenen nicht agil genug, oft einen Schritt zu spät und zu nachlässig.

Außerdem war man mit dem Pressing Mattersburgs überfordert. Das Aufbauspiel gestaltete sich zu behäbig und langsam. Auch der nötige Kampfgeist war nicht vorhanden. Bemerkbar machte sich im Mittelfeld der Abgang von Uros Matic. Der Serbe, der im Herbst noch die Löcher stopfte und im Aufbauspiel essentiell war, wechselte in der Transferperiode nach Kopenhagen. Keiner der Neuzugänge stand in der Startelf, die in einem 4-2-3-1 aufs Feld geschickt wurde. Allerdings bekamen die Neuverpflichtungen Chabbi und Atik Einsatzzeiten. Sie ersetzten Schmerböck bzw. Piesinger. Eine Leistungssteigerung gegen die Wiener Austria ist jedenfalls von Nöten.

„Veilchen“ tanken nach Last-Minute-Ausgleich Selbstvertrauen

Nachdem die Wintervorbereitung erfolgreich absolviert wurde (u.a. ein Remis gegen Shakhtar Donetsk), einige Verträge verlängert wurden und man auch am Transfermarkt aktiv wurde, startete man gleich mit einem Wiener Derby in die Rückrunde. Die 320. Auflage des Kultduells endete mit einem Unentschieden. Lukas Rotpuller glich mit seinem Last-Minute-Tor zum 1:1 aus. Thorsten Fink schickte seine Elf in der 4-2-3-1-Formation aufs Feld. Die Partie startete unspektakulär, es konnten auf beiden Seiten nur wenige Großchancen herausgespielt werden. Mit Raphael Holzhauser wurde der wichtigste Akteur im Aufbauspiel der „Veilchen“ komplett aus dem Spiel genommen, er wurde vom Georgier Kvilitaia die ganze Zeit zugestellt. Es fehlte im Spiel der Austrianer ein „Plan B“. Die Mitspieler konnten den „Ausfall“ von Holzhauser nicht kompensieren und nur selten einen schnellen Spielaufbau durchführen.

Rapid ging in Minute 55 durch ebendiesen Kvilitaia in Führung. Danach sah Joelinton die gelb-rote Karte und das Spiel kippte. Fink brachte drei frische Kräfte ins Spiel und sein Team diktierte das Spiel – Rapid konzentrierte sich nur noch auf das Verteidigen. In der 94. Minute erlöste Innenverteidiger Lukas Rotpuller die Veilchen. Nach einem hohen Ball und einer Kopfballverlängerung bezwang die Nummer 31 den Rapid-Tormann.

Statistiken und Blicke in die Vergangenheit

Weil beide Vereine auf eine große Tradition zurückblicken können, gab es dementsprechend schon sehr viele Aufeinandertreffen der beiden Klubs. Seit 1946 standen sich die beiden Teams insgesamt 212-mal gegenüber. Nach 71 Jahren Sturm Graz – Austria Wien führen die „Veilchen“ im Head-to-Head mit 104:54, bei ganzen 54 Unentschieden. Über diese lange Zeitspanne ergaben sich durchschnittlich 3,01 Tore pro Match.

Doch nun ein Blick auf die nahe Vergangenheit, die ersten beiden Aufeinandertreffen der Saison: Beim ersten Spiel in Runde 4 gewannen die Grazer nach einer tollen Leistung zuhause mit 3:1. Für klare Verhältnisse sorgten Alar und Huspek, Filipovic konnte nur noch den Anschlusstreffer erzielen. In Runde 13 revanchierten sich allerdings die Wiener mit einem 2:0-Heimsieg. Es trafen Holzhauser und Kayode. Die Heimstätte der „Blackies“ war in den letzten Jahren nicht unbedingt der beste Boden für die Hauptstädter. Der letzte Auswärtserfolg gelang im September 2013, als man mit 2:1 gewann. Man kann also gespannt auf das Aufeinandertreffen blicken und wird sehen, ob Sturm Graz seine Serie prolongieren kann.

sämtliche Daten und Statistiken: © austria-archiv.at

Personalsituation

Es fehlen die beiden Einser-Torhüter. Robert Almer laboriert noch immer an einer Kreuzbandverletzung, Christian Gratzei fehlt krankheitsbedingt aufgrund einer Virenerkrankung. Daniel Lück dürfte Gratzei ersetzen!

Mögliche Aufstellungen

Sturm Graz: Lück– Lykogiannis, Schulz, Spendlhofer, Koch – Jeggo, Piesinger – Horvath, Hierländer, Schmerböck – Alar
Austria Wien: Hadzikic – Martschinko, Filipovic, Rotpuller, Larsen – Holzhauser, Serbest – Venuto, Grünwald, Pires – Kayode

J.G., abseits.at

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