In dieser Serie stellen wir euch interessante Geschehnisse vom vergangenen Champions-League-Spieltag vor. Heute blicken wir unter anderem auf die deutlichen Heimsiege des FC Barcelona... Champions League round-up: Kantersiege in Barcelona und München

Lionel Messi 3_abseits.atIn dieser Serie stellen wir euch interessante Geschehnisse vom vergangenen Champions-League-Spieltag vor. Heute blicken wir unter anderem auf die deutlichen Heimsiege des FC Barcelona und des FC Bayern München.

FC Barcelona : Celtic Glasgow (7:0)

Eine der stärkste Passing-Maps in der Champions League: alle Spieler sind stark beteiligt, bis auf Suárez.  

Die Katalanen bestimmten von Beginn an das Spiel, mit einem wie so oft flexibel herumschwirrenden Messi, der sich am Angriffsaufbau, sowie an der Exekution beteiligte. Bereits in Minute drei erzielte der Argentinier das 1:0, nachdem ein Eckball kurz abgespielt wurde und Neymar einen tollen Pass in den Strafraum spielte, Messi traf ins lange Eck.

Celtic war mit einem 5-4-1 angetreten, das jedoch nur bedingt gegen den starken Gastgeber half. Vertikale Kompaktheit fehlte bisweilen, Barca fand immer wieder den Zwischenlinienraum oder den Rücken der Abwehr. Die Abwehrkette reagierte oft deutlich zu spät auf Messis Pässe in die Tiefe. Celtic, trotz dem unter Rodgers mittlerweile etwas verbessertem Ballbesitzpiel, konnte sich nur selten aus dem katalanischen Gegenpressing befreien. Meist fuhr man dann auch Flügelangriffe, aber Barcelona ist bei weitem nicht mehr so anfällig bei hohen Bällen wie sie es früher einmal waren, denn Umtiti und Piqué sind auch physisch imposant.

Die Gastgeber bestimmten das Spiel und hatten natürlich mehr vom Ball. Die Schotten hatten jedoch die Chance auf den Ausgleich, als Dembélé von ter Stegen im Strafraum gelegt wurde. Der junge Deutsche im Tor der Katalanen hielt den Elfmeter jedoch, eine Minute später erzielte Messi sein zweites Tor des Spiels.  

Nach der Halbzeit ging der Torreigen erst so richtig los, Neymar, Messi, Rafinha und zweimal Suárez trugen sich noch in die Torschützenliste ein. Messis und Busquets Zusammenspiel an diesem Abend war einmal mehr formidabel, es war eine dieser Vorstellungen wo Messi sich vermehrt im Mittelfeld zeigte und von dort gemeinsam mit Busquets die Fäden zog.  

Bayern München : FK Rostov (5:0)  

Die Bayern, angetreten in einem 4-3-3 mit dem formstarken Mittelfeld Vidal/Kimmich/Thiago bestimmten von Beginn an das Spiel. Die Russen taten sich schwer aus der Einschnürung die Ballbesitz heißt zu befreien. Besonders starke erbindungen nach vorne fehlten den Bayern zwar, sie bevorzugten jedoch scheinbar sowieso Durchbrüche über die Flügel.  

Lewandowski wenig eingebunden, die linke Seite mit Costa klar fokussiert. Kimmich, Thiago und Vidal diktierten das Spiel.

Dennoch brauchten sie in der 28. Minute einen Elfmeter, um den Torrreigen zu eröffnen. Die kaum durch Konter gefährlich gewordenen, im 5-3-2 spielenden Rostover konnten auch Thomas Müllers Tor kurz vor der Halbzeit, aufgelegt per Flanke von David Alaba nicht verhindern.

In der zweiten Halbzeit wurden die Bayern deutlich durchschlagskräftiger, immer wieder gab es vertikale Läufe in die Tiefe der Mittelfeldspieler, wenn der Ball auf den Flügel gelangte. Nach einem Konter und einem dieser nachrückenden Läufen erzielte der Youngster Kimmich das 3:0. Nur wenige Minuten später erzielte er das 4:0.

Die Münchner konnten mit ihrer Direktheit und ihren Schnellangriffen die Abwehr der Gäste effektiv knacken. Nach längerer Ballzirkulation schien man sich jedoch eher schwer zu tun, gute Torchancen herauszuspielen. Ancelottis Amtszeit steht nun jetzt schon immer deutlicher im Kontrast zu der von Pep Guardiola, selbst wenn man weiterhin die ballbesitzdominante Mannschaft ist. In der 90. Minute erhöhte dann noch der eingewechselte Bernat auf das 5:0.

Die Rostover konnten ihr Potential, das sie vor allem gegen Ajax gezeigt hatten, gegen diese dominanten Bayern nicht entfalten. Man darf dennoch gespannt sein, wie sie sich mit ihrem flügellastigen und defensiv sehr stabilen 5-3-2 in den nächste Spielen schlagen werden.

Paris Saint-Germain – Arsenal (1:1)

 

 

2,33 xG für PSG, nur 0.51 für Arsenal. PSG fehlte es an Effektivität  

Die Pariser sowie auch die Londoner traten mit verändertem Personal zum Wochenende an. Bei PSG wirkte sich dies vor allem auf die Sturmreihe aus, die nicht nur von den Spielern, sondern vor allem von den Spielertypen sehr unterschiedlich war. Spielte Ben Arfa am Wochenende noch in der Spitze, so war es diesmal Konterstürmer und Strafraumkönig Edinsovn Cavani, der von Beginn an ran durfte.

Arsenals 4-2-3-1 mit Sanchez, Iwobi und Oxlade Chamberlain, sowie Özil in der Mitte und Bellerin auf der Rechtsverteidigerposition war eine Sprintermannschaft wie sie im Buche steht. Klare Devise: Kontern. Unai Emery, einer der Besten seiner Zunft, war das natürlich klar. Die linke Seite wurde fokussiert mit Überladungen, um dort effektiv gegenpressen zu können, sollte man den Ball verlieren. Zudem stellte man defensivstarkes Personal auf, was bei PSG dennoch Kombinationsstärke bedeutet. Maxwell, Krychowiak, Rabiot und Matuidi überluden die linke Seite und stellten starke Verbindungen untereinander und zum einmal mehr starken Verratti her.  

Paris presste sehr flexibel und intensiv, wechselte viel zwischen 4-4-2 und 4-1-4-1, schaffte es immer wieder den Spielaufbau Arsenals in die eigenen Fänge zu treiben. Nach Ballgewinn versuchte man oftmals selbst schnell zu kontern, eine Spielanlage die dem Personal um den vertikalen Matuidi, Konterstürmer Cavani und Raumnutzer Di María gut passte. Zudem verteidigte Arsenal einmal mehr unkompakt, die Abstände waren für ein derart bekanntes, immer noch als Spitzenteam bezeichnetes, Champions League Team furchterregend.

Das frühe Tor von Cavani in der ersten Minute hielt bis nur 78. Minute, als Sanchez trotz Unterlegenheit den Ausgleich erzielte. Die Pariser hatten noch einige Chancen, um die Führung davor zu erhöhen beziehungsweise wieder herzustellen. Diese verpassten sie jedoch allesamt, weshalb man an diesem Abend im Parc des Princes zwei Punkte verlor.

David Goigitzer, abseits.at

David Goigitzer

  • Werner Vogl

    15.September.2016 #1 Author

    lieber David, hier ein kurzes Statement zum gestrigen Tor von Ronaldo, dass schließlich den Umschwung zu Gunsten von Real brachte: der Tormann stand wie seit einiger Zeit so (Un) Sitte viel zu weit rechts vom Schützen, sodass der Freistoß weder zu hart noch zu platziert sein musste, nur eben in die leere linke Seite. Die Fingerspitzen waren trotz der zwei zusätzlichen Schritte des Tormanns dran, ja sie lenkten den ball an die Stange von wo er aus seiner Sicht leide ins Tor sprang. Ein Eigentor sozusagen.
    Wieso begreifen die Torleute nicht, dass es vier Ecken zu bewaxchen gilt?

    Was sagst du dazu?

    PS: ich zählte dieses Jahr auf internationalem Niveau inkl. Euro bereits über hundert(!) solcher leicht zu haltende Torschüsse, wo der Tormann in „seinem“ Eck stand.

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  • Werner Vogl

    15.September.2016 #2 Author

    sorry ein kleiner Fehler: Verbesserung …zu weit links vom Schützen aus gesehen…und dann in die leere rechte Seite.
    nochmals sorry

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