Nur noch fünf Spieltage sind in dieser Saison zu gehen und die zweite Liga ist so spannend wie eh und je. Durch die schwache... 2. Deutsche Liga: Hinterseer holt Sieg im Alleingang

Nur noch fünf Spieltage sind in dieser Saison zu gehen und die zweite Liga ist so spannend wie eh und je. Durch die schwache Punkteausbeute der Aufstiegskandidaten rücken unscheinbare Mannschaften auf und so ist plötzlich Paderborn mittendrin statt nur dabei. Einzig Köln dürfte allmählich sein Ticket für die Bundesliga gebucht haben, den Domstädtern fehlen nur noch wenige Punkte zur Glücksseligkeit. Im Abstiegskampf hat Sandhausen weiterhin die besten Karten, die aktuell in bestechender Form agieren. In Duisburg und Ingolstadt wird es allmählich finster, eine Serie muss her. Aus heimischer Sicht gab es einen alles überstrahlenden Legionär an diesem Spieltag. Außerdem gab es noch weitere gute Leistungen und viele Einsätze unserer Kicker.

Louis Schaub, 1. FC Köln
OM – 24 Jahre – 22 Spiele – 3 Tore – 12 Assists
Beim 4:4 im Nachholspiel gegen Duisburg stand Schaub noch in der Startelf und zeigte mit einem Tor und einer Vorlage deutlich auf. Beim absoluten Kracher am Montag gegen den HSV rutschte er aber wieder ins zweite Glied und verfolgte das Remis nur von der Bank aus.

Florian Kainz, 1. FC Köln
LM – 26 Jahre – 10 Spiele – 1 Assist
Sowohl gegen Duisburg als auch Hamburg stand Kainz wie gewohnt in der Startelf. Beim Duell der Absteiger zeigte er ein ganz ordentliches Spiel. Vor allem in Hälfte Eins setzte er sich mit guten Pässen und schönen Dribblings in Szene. Nach dem Seitenwechsel stand er im defensiven Umschaltspiel nicht immer am Posten und ließ die flinken Hamburger mehrmals gewähren. Dennoch eine ganz ansprechende Leistung von ihm.

Christopher Trimmel, Union Berlin
RV – 32 Jahre – 27 Spiele – 4 Assists
Die Union kommt einfach nicht vom Fleck und die Konkurrenz rückt allmählich näher. Trimmel leistete beim Unentschieden im heimischen Stadion gegen Regensburg den Assist zum Ausgleichstreffer. Außerdem war er offensiv recht oft unterwegs, mehrere Beteiligungen an Abschlussaktionen sind der Beleg dafür. Defensiv stand er meist recht solide, einzig seine ungewohnt häufigen Fehlpässe schmälern seine ansonsten ganz ordentliche Leistung.

Robert Zulj, Union Berlin
OM – 27 Jahre – 24 Spiele – 3 Tore – 4 Assists
Zulj kam nach rund einer Stunde in die Begegnung und sorgte sofort für Dampf und Offensivdrang aus dem Mittelfeld heraus. Ein Torschuss und zwei gekonnte Vorlagen spiegeln seine belebende Spielweise wider. Auch wenn ihm selbst keine Torbeteiligung vergönnt war, so hatte er mit seinem Schwung und seinen zahlreichen Ballaktionen gewichtigen Anteil am Comeback der Union, welches den Hauptstädtern schließlich den Punkt bescherte.

Konstantin Kerschbaumer, FC Ingolstadt
ZM – 26 Jahre – 23 Spiele – 2 Tore – 3 Assists
Das Unentschieden gegen Kiel ist eindeutig zu wenig für die Schanzer, die sich bald an jeden Strohhalm klammern müssen, um die Klasse zu halten. Kerschbaumer durfte zwar von Beginn an ran, machte aber keine Werbung in eigener Sache. Meist unauffällig und ungefährlich präsentierte sich der sonst so offensivstarke Mittelfeldmann, der gegen Kiel aus dem Zentrum heraus agierte. Einzig seine Zweikampfquote ist beachtlich, denn auch im Passspiel unterliefen ihm einige Fehler.

Thorsten Röcher, FC Ingolstadt
LA – 27 Jahre – 17 Spiele – 2 Tore – 1 Assist
Nach gut einer Stunde kam Röcher wieder einmal zum Einsatz und versucht sofort, Akzente zu setzen. Dies gelang ihm aber nur spärlich. Keine Abschlussaktion und nur wenige Ballkontakte stehen bei ihm zu Buche. Auch er konnte sich mit dieser Leistung nicht für die Startelf empfehlen.

Marco Knaller, FC Ingolstadt
TW – 31 Jahre – 9 Spiele
Knaller schaffte es dieses Mal nicht in den Kader.

Mathias Honsak, Holstein Kiel
LA – 22 Jahre – 20 Spiele – 4 Tore – 5 Assists
Der offensive Wirbelwind der Kieler fand gegen Ingolstadt nicht zu seinem Spiel und agierte recht farblos. Wenige Ballaktionen, kaum Abschlüsse und einige Fehlpässe repräsentierten seine Leistung, welche eher schwach ausfiel. Seine Laufbereitschaft und seine öffnenden Laufwege sind ihm jedoch zu Gute zu halten. In Summe also eine recht dürftige Performance von ihm, was ob seiner starken Leistungen aus den Vorwochen ein wenig verwunderlich erscheint.

Lukas Gugganig, Greuther Fürth
DM – 24 Jahre – 20 Spiele – 2 Tore
Gugganig ist unter Trainer Leitl weiterhin kein Teil seiner Planungen und fand daher nicht den Weg in den Kader. Ob der im Sommer auslaufende Vertrag des Österreichers verlängert wird, ist Stand jetzt mehr als fraglich.

Nikola Dovedan, FC Heidenheim
OM/ST – 24 Jahre – 27 Spiele – 5 Tore – 6 Assists
Dovedan wurde beim Auswärtssieg in Aue auf die Ersatzbank degradiert und durfte nur die letzten zehn Minuten mitwirken. Dabei konnte er keine nennenswerten Aktionen verzeichnen.

Patrick Möschl, Dynamo Dresden
RA – 26 Jahre – 10 Spiele
Eine gute Leistung bei der Niederlage in Sandhausen zeigte Möschl auf seiner linken Seite. Er kam dabei immer wieder gut ins letzte Drittel und agierte sehr passsicher. Nach einem langen Durchhänger um die Jahreswende herum zählt Möschl wieder zu einem wichtigen Eckpfeiler im Kader der Dresdner. Nach einer guten Stunde war für den sichtlich ausgepowerten Außenspieler dann aber Schluss.

Christian Gartner, MSV Duisburg
ZM – 24 Jahre – 2 Spiele
Gartner fehlt seinem Team aufgrund eines Kreuzbandrisses.

Dominic Wydra, Erzgebirge Aue
DM/IV – 24 Jahre – 17 Spiele
Gute Passquote, ansehnliche Zweikampfführung, aber einmal zu lasch verteidigt und das Tor zugelassen; Wydra ist aktuell nicht in Hochform. Obwohl er in Ansätzen immer wieder seine Qualitäten zeigt und er ein wichtiger Spieler im Auer Defensiv-Gerüst ist, so agiert er doch in den entscheidenden Situationen in den letzten Wochen etwas unglücklich. Dennoch, in Summe war seine Leistung an diesem Wochenende nicht ganz verkehrt, denn im Spielaufbau schlug er durchaus brauchbare Bälle.

Philipp Zulechner, Erzgebirge Aue
ST – 28 Jahre – 5 Spiele – 2 Tore
Der Stürmer wurde nach gut einer Stunde eingewechselt und fiel sofort auf. Relativ viele Ballaktionen für einen Stürmer, zwei Abschlüsse und eine gelbe Karte zeugen von seiner Präsenz am Feld. Alles in allem kann er aber nicht zufrieden, denn seinem Team gelang kein Tor mehr, für welches er als Stürmer ins Spiel gebracht wurde.

Stefan Kulovits, SV Sandhausen
DM – 35 Jahre – 6 Spiele
Wie so oft stand Kulovits nicht im Kader.

Manuel Prietl, Arminia Bielefeld
DM – 27 Jahre – 28 Spiele – 3 Assists
Dem Dauerläufer der Arminia brannten wohl auch im kühlen Hamburg die Lungen, denn beim Remis gegen St. Pauli zeigte er sich einmal mehr extrem laufstark. Ansonsten fiel er durch sein kluges Stellungsspiel im Mittelfeld, seine starken Ballgewinne und auch durch intelligentes Attackieren auf. War er in Hälfte Eins noch in der Offensive miteingebunden, indem er mit Passbällen die Mittelfeldlinie der Paulianer überspielte, so war er nach dem Pausenpfiff beinahe nur noch mit Defensivaufgaben zu Gange. Insgesamt eine gute Leistung von ihm.

Lukas Hinterseer, VfL Bochum
ST – 27 Jahre – 26 Spiele – 17 Tore – 7 Assists
Die Bochumer Lebensversicherung trifft und trifft und trifft. Beim Last-Minute-Sieg gegen Fürth stand Hinterseer dreimal goldrichtig und drückte das Runde über die Linie. Einmal zeigte er dabei seine ganze Technik, beim zweiten Tor stand er zwar leicht im Abseits, blieb aber ganz cool, und beim dritten Treffer zeigte er der zweiten Liga, wo ein Stürmer hingehört. Insgesamt neun Torschüsse, viele Kilometer und eine gute Passquote zeigen außerdem, wie stark er sich präsentierte. Top-Performance von ihm.

Dominik Baumgartner, VfL Bochum
IV – 22 Jahre – 7 Spiele
Baumgartner kam zur Halbzeit in die Partie und agierte in der Innenverteidigung ganz abgeklärt. Seine Quoten zeigen auch, dass er sich zwar einige Fehlpässe leistete, im Zweikampf aber meist die Oberhand behielt. Ein unaufgeregtes Spiel vom heimischen Defensivspezialisten, mit dem er durchaus positiv auf sich aufmerksam machen konnte.

Thomas Schützenhöfer, abseits.at

Thomas Schützenhöfer