Der 22. Spieltag ist Geschichte und der große Sieger der Runde kommt aus Berlin. Die Union, mit einem überragenden Robert Zulj, erklimmt einen direkten... 2. Deutsche Liga: Robert Zulj überragend mit drei Scorerpunkten

Der 22. Spieltag ist Geschichte und der große Sieger der Runde kommt aus Berlin. Die Union, mit einem überragenden Robert Zulj, erklimmt einen direkten Aufstiegsplatz und darf sich über Big Points freuen. Auch hinten bleibt es spannend. Die relativ neuen Trainer Oenning und Keller siegen mit ihren Teams, Sandhausen und Duisburg stehen am Ende des Tages ohne Körner dar. Aus heimischer Sicht gibt es neben Zulj noch weitere gute Leistungen, aber auch einen Anschluss, zu berichten.

Louis Schaub, 1. FC Köln
Weiterhin verletzt fehlt Schaub seinen Mitspielern aus der Domstadt.

Florian Kainz, 1. FC Köln
Seine Traumvorlage per Flanke auf Modeste reichte zwar für das zweite Tor der Kölner, für einen Sieg langte es aber dennoch nicht. Aufgrund einer furiosen Schlussphase von Paderborn verlor der Geißbock auswärts bei eben jenen. Kainz zeigte sich das ganze Spiel über sehr spielfreudig, forderte viele Bälle und kam sogar selbst zu Abschlüssen. Außerdem zeigt seine Foul-Statistik, dass er auch im Zweikampf kompromisslos agierte, was ihm aber ob seiner Gelb-Roten-Karte kurz vor Schluss noch zum Verhängnis wurde. Trotz der negativen Höhepunkte mit dem Ausschluss und der Niederlage war die Leistung von Kainz ganz ordentlich.

Christopher Trimmel, Union Berlin
Solide Leistung von Trimmel, der sein Team beim Auswärtssieg in Duisburg wie gewohnt als Kapitän aufs Spielfeld führen durfte. Auch wenn er an diesem Spieltag mit seinen Standards nicht die enorme Torgefahr ausstrahlen konnte, brachte er sie meist gut zur Mitte. Defensiv war er stets sehr konzentriert und ließ sich zu keinen unnötigen Ausflügen hinreißen. Auch im Passspiel leistete er sich keine groben Schnitzer, einzig der ein oder andere hohe Ball wurde vom Gegner abgefangen.

Robert Zulj, Union Berlin
Der überragende Mann in Duisburg war Zulj mit seiner bis dato besten Darbietung im rot-weißen Dress. Das Tor zum 1:0 selbst erzielt, das 2:2 überlegt aufgelegt und seine Traumflanke führte schließlich zum vielumjubelten 3:2-Siegtreffer. Seine Abschlussaktionen lagen im zweistelligen Bereich, er spulte im zentral-offensiven Mittelfeld viele Kilometer ab und überzeugte auch im Passspiel auf ganzer Linie. Alles in allem eine grandiose Vorstellung von ihm, bei dem er auch mehr als die Hälfte seiner Zweikämpfe gewann.

Konstantin Kerschbaumer, FC Ingolstadt
Zentral im Mittelfeld aufgeboten zeigte Kerschbaumer bei seinem ersten Startelfeinsatz 2019 ein gutes Spiel. Beim 2:1-Heimsieg gegen Bochum präsentierte er sich entschlossen im Spiel gegen den Ball und versuchte immer wieder, die Angriffe seines Teams mit klugen Pässen zu initiieren. Auch wenn er selbst nur drei Torschussvorlagen und keinen eigenständigen Abschluss verzeichnen konnte, überzeugte er mit vorletzten Zuspielen aus der Mitte heraus. Seine Leistung war ein klares Offert in Richtung Trainer Keller, ihm auch nächste Woche wieder das Vertrauen zu schenken.

Thorsten Röcher, FC Ingolstadt
Mehr als ein Platz auf der Bank war dem Außenangreifer nicht vergönnt, er kam nicht in die Partie.

Marco Knaller, FC Ingolstadt
Knaller stand erneut nicht im Kader seines Teams.

Mathias Honsak, Holstein Kiel
Beim hochverdienten Last-Minute-Unentschieden im Heimspiel gegen Fürth kam Honsak wie zumeist von der Bank aus. Er wurde nach einer Stunde in die Partie gebracht und sorgte für ordentlich Betrieb. Obwohl er an den beiden Toren nicht direkt beteiligt war, kam er zu einigen Abschlussaktionen, die nur leider keinen Erfolg einbrachten. Honsak erwies sich als guter Griff von Trainer Walter, da er das Offensivspiel ankurbelte. In Summe ist die Position auf der Bank natürlich nicht sein Anspruch, mit dieser Leistung kann er aber sehr zufrieden sein.

Lukas Gugganig, Greuther Fürth
Ebenfalls von der Bank aus kam Gugganig. Er wurde aber erst kurz vor Schluss in die Partie gebracht, um die Führung über die Zeit zu bringen. Dies gelang nur leider nicht und für Gugganig heißt es jetzt schon das zweite Mal in Folge, dass er zu Beginn des Spiels auf der Auswechselbank schmorren musste.

Nikola Dovedan, FC Heidenheim
Der Heidenheimer Höhenflug nimmt auch gegen den HSV kein Ende, denn das formstärkste Team der Liga eroberte gegen den ehemaligen Bundesliga-Dino ein beachtliches 2:2. Dovedan agierte wie gewohnt als Bindeglied zwischen Sturm und Mittelfeld, kam aber diesmal nicht so stark zur Geltung. Bei seiner recht unauffälligen Performance hatte er zwar zwei Abschlüsse, diese fanden aber nicht den Weg ins Tor. Lauffreudig, umtriebig und sicher bei den Zuspielen auf seine Nebenleute waren die positiven Faktoren seines Spiels. In Summe eine durchschnittliche Leistung von ihm, wobei bei man betonen muss, dass die Trauben nach seinen letzten Darbietungen hoch in den Wipfeln hingen.

Patrick Möschl, Dynamo Dresden
Weiterhin verletzungsbedingt fehlt er seinem Team.

Christian Gartner, MSV Duisburg
Weiterhin verletzungsbedingt fehlt er seinem Team.

Dominic Wydra, Erzgebirge Aue
Der Abwehrmann agierte erneut im Zentrum der Dreierkette und erledigte seine Aufgabe die meiste Zeit über sehr solide. Gegen oftmals harmlose Paulianer konnte er mit seinem guten Stellungsspiel überzeugen und den 2:1-Auswärtssieg sichern. Außerdem zeigte er sich im Aufbauspiel gewohnt ballsicher und ließ sich kaum etwas zu Schulden kommen. Auch wenn die Abwehr bzw. das gesamte Team noch nicht zu 100% gefestigt scheint, ist der Sieg in Hamburg ein Schritt in die richtige Richtung, bei dem Wydra einen entscheidenden Faktor darstellte.

Philipp Zulechner, Erzgebirge Aue
Beim Auswärtssieg in Hamburg kam Zulechner zu einem Kurzeinsatz, bei dem er sich eine gelbe Karte abholte. Endlich ist der leidgeprüfte Profi wieder zurück auf dem Rasen.

Stefan Kulovits, SV Sandhausen
Kulovits stand erneut nicht im Kader seines Teams.

Manuel Prietl, Arminia Bielefeld
Bittere 1:3-Heimniederlage der Arminen, die bereits in Hälfte Eins einen Ausschluss hinnehmen mussten. Von diesem und von dem 0:2-Rückstand erholten sich Prietl & Co nie ganz. Dennoch war es der Österreicher, der den zwischenzeitlichen Aufschwung und den Anschlusstreffer mit einem Lauf aus der eigenen Hälfte heraus einleitete. Für Prietl persönlich, der wie so oft die Drecksarbeit für seine Neben- bzw. Vorderleute verrichtete, war der Arbeitstag ein gebrauchter, denn trotz einer soliden Leistung steht er mit 0 Punkten am Ende dar. Ein Torschuss, ein paar gute Pässe im Mittelfeld und die Einleitung des einzigen Treffers stehen am Ende des Tages bei ihm auf der Habe-Seite.

Lukas Hinterseer, VfL Bochum
Aufgrund von Problemen mit dem Oberschenkel fehlte Hinterseer bei der 1:2-Niederlage in Ingolstadt seinem Team, dass seinen Vollblutstürmer auch schmerzlich vermisste.

Dominik Baumgartner, VfL Bochum
Erneut in der Startelf befand sich Baumgartner, der in Summe ein gutes Spiel mit hervorragenden Quoten zeigte. Das große „Aber“ war jedoch sein Abwehrverhalten bei den beiden Gegentoren. Beim 0:1 bekam er einen unglücklichen Beinschuss und beim 2:0 agierte er zu inaktiv. In Summe zwar eine sehr solide, aber dennoch unglückliche Vorstellung, von ihm. Im Spielaufbau zeigte er sich wie ein gestandener Zweitliga-Profi und auch offensiv nach Standards ist er immer gefährlich. Einmal mehr eine Talentprobe von ihm, wobei sein Potential wohl noch viel höher anzusiedeln ist.

Thomas Schützenhöfer, abseits.at

Thomas Schützenhöfer

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