Wie jede Woche blicken wir auf die Leistungen unserer Legionäre in Deutschlands höchster Spielklasse. Wer darf mit dem vergangenen Spieltag zufrieden sein, wer wird... Deutsche Bundesliga: Kainz und Burgstaller treffen

Wie jede Woche blicken wir auf die Leistungen unserer Legionäre in Deutschlands höchster Spielklasse. Wer darf mit dem vergangenen Spieltag zufrieden sein, wer wird sich steigern müssen?

SV Werder Bremen 2:1 FSV Mainz 05

Florian Kainz zeigte für Werder Bremen im letzten Spiel der Saison nochmals, das er durchaus ein Spieler mit Potenzial ist, und in Zukunft offensiv eine noch größere Rolle bei den Norddeutschen spielen könnte. Beim 2:1 über den FSV Mainz 05 war Kainz mit einem Tor sowie einer direkten Torvorlage der Mann des Spiels. Zudem gab er noch drei Torschüsse ab und bereitete vier vor. Zusätzlich absolvierte Kainz die meisten Sprints bei Werder. Marco Friedl kam gegen die Mainzer etwas überraschend als Innenverteidiger zum Einsatz. Trotz der ungewohnten Rolle machte Friedl jedoch eine ordentliche Partie; er gewann dabei 63 Prozent seiner Zweikämpfe, hatte die beste Passquote auf dem Platz (80 Prozent), die zweitmeisten Ballbesitzphasen bei Werder und kam auf fünf klärende Aktionen. Auch offensiv trat er in Erscheinung, als sein Schuss in der 69. Minute nur knapp das Mainzer Tor verfehlte. Zlatko Junuzovic wurde bei seinem letzten Spiel für Werder erst in der 85. Minute für Kainz eingewechselt und blieb danach ohne auffällige Szenen. Karim Onisiwo saß bei den Mainzern das gesamte Spiel über auf der Bank.

FC Schalke 04 1:0 Eintracht Frankfurt

Guido Burgstaller schloss eine für ihn und Schalke höchsterfolgreiche Saison mit einer starken Leistung ab. Nach einem Freistoß von Daniel Caliguiri, besorgte Burgstaller der 26. Minute das Tor des Tages. Er brachte zudem noch 88 Prozent seiner Pässe an, bereitete drei Torschüsse vor und kreierte zwei Großchancen. Burgstaller lief zudem die zweitmeisten Kilometer bei Schalke und absolvierte die meisten intensive Läufe. In seiner Saisonbilanz stehen damit nun elf Tore und fünf Vorlagen. Alessandro Schöpf kam nicht zum Einsatz.

SC Freiburg 2:0 FC Augsburg

Mit einer müden Vorstellung gegen den SC Freiburg verabschiedet sich der FC Augsburg in die Sommerpause. Die 0:2-Niederlage war daher absolut verdient. Martin Hinteregger kam dabei als linker Verteidiger zum Einsatz – eine ungewohnte Rolle, mit der er auch über das gesamte Spiel fremdelte. Hinteregger gewann dabei nur 20 Prozent seiner Zweikämpfe und kam auf eine schwache Passquote von 68 Prozent. Er bereitete aber einen Torschuss vor und schlug die meisten Flanken seines Teams. In der 27. Minute sah er die Gelbe Karte. Kevin Danso durfte im letzten Saisonspiel nochmal von Beginn an ran, konnte aber ebenfalls nicht überzeugen. Jedoch war er defensiv etwas wirkungsvoller als sein Landsmann, gewann 75 Prozent seiner Zweikämpfe sowie 60 Prozent seiner Luftduelle. Hinzu kommen fünf geklärte Bälle. Von Danso kamen die zweitmeisten Bälle aller Augsburger an, er spielte jedoch auch die zweitmeisten Fehlpässe. Michael Gregoritsch fehlte beim Saisonabschluss wegen Adduktorenprobleme. Philipp Lienhart stand bei Freiburg nicht im Kader.

Hertha BSC 2:6 RB Leipzig

Konrad Laimer stand als einziger Österreicher in der Starformation. Marcel Sabitzer fehlt weiterhin aufgrund einer Schulterverletzung, Valentino Lazaro konnte für Hertha wegen einer Zerrung der Adduktoren nicht mitwirken. Stefan Ilsanker ersetzte in der 76. Minute Naby Keita, fiel danach aber nicht mehr auf. Laimer machte als Rechtsverteidiger eine unspektakuläre Partie, führte dabei die meisten Zweikämpfe auf dem Platz und gewann auch die meisten. Auch eine Passquote von 82 Prozent ist durchaus okay. Zudem eroberte er gleich fünfmal den Ball. Damit geht für Laimer eine mehr als ordentliche erste Bundesligasaison zu Ende, während der er es auch auf einer ungewohnten Position schaffte, stabile Leistungen zu zeigen.

TSG 1899 Hoffenheim 3:1 Borussia Dortmund

Die TSG hat es tatsächlich geschafft, sich für die Champions League zu qualifizieren. Eine Leistung, die der Mannschaft und Trainer Julian Nagelsmann gar nicht hoch genug angerechnet werden kann. Einer, der ganz wesentlich dazu beigetragen hat, ist Florian Grillitsch. Taktikexperte Tobias Escher bezeichnete Grillitsch gar „als den besten Sechser der letzten zehn Spieltage.“ Dank seiner schlauen Spielweise ließ er sogar Sebastian Rudy vergessen. Ohne seine defensive Arbeit hätte die Positionierung des eigentlichen Stürmers Andrej Kramaric im Mittelfeld wohl nie so gut funktioniert. Auch im entscheidenden Spiel gegen den BVB zeigte er eine gute Leistung, brachte dabei 91 Prozent seiner Pässe an und gewann 70 Prozent seiner Zweikämpfe. Zudem lief er die meisten Kilometer auf dem Platz. Stefan Posch blieb in der Rückrunde wegen einer Leistenoperation ohne Einsatz, wird vollständig genesen in der nächsten Saison aber defensiv erneut eine echte Alternative sein.

Bayer Leverkusen 3:2 Hannover 96

Nur aufgrund der schlechteren Tordifferenz hat Leverkusen am Ende die Qualifikation zur Champions League verpasst. Dabei hatte die Werkself genug Chancen, um einen echten Kantersieg herauszuschießen. Nach einem Foul an Julian Baumgartlinger vergab der Brasilianer Wendell  die große Chance, per Elfmeter bereits in der 6. Minute auf 2:0 zu erhöhen. In der 23. Minute musste Baumgartlinger verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Bis dahin brachte er alle seine Pässe an den Mann und gewann alle Zweikämpfe. Dass Leverkusen sein Ziel am Ende nicht erreichte, lag auch an einem Treffer von Martin Harnik, der in der vierten Minute der Nachspielzeit zum 2:3 aus Sicht von Hannover traf. Das 1:3 drei Minuten zuvor durch Niklas Füllkrug hatte Harnik zudem vorbereitet. Harnik brachte im Laufe des Spiels nur 68 Prozent seiner Pässe an und gewann nur schwache 22 Prozent seiner Zweikämpfe. Jedoch war er Hannovers bester Offensivspieler mit vier Torschüssen und einer kreierten Großchance. Insgesamt traf der 30-Jährige in dieser Saison neunmal.

David Alaba stand bei der 1:4 – Heimniederlage gegen den VfB Stuttgart nicht im Bayern-Kader.

Ral, abseits.at