Nachdem West Ham mit Marko Arnautovic in den letzten vier Spielen nur zwei Punkte holten, mussten sie nun gegen Leicester City einen Sieg holen,... Arnautovic sichert mit West Ham Klassenerhalt

Nachdem West Ham mit Marko Arnautovic in den letzten vier Spielen nur zwei Punkte holten, mussten sie nun gegen Leicester City einen Sieg holen, um den Klassenerhalt zu fixieren. In der zweiten Hälfte der Saison wurde Arnautovic zu einem Schlüsselspieler für West Ham. Nicht nur durch seine Tore, sondern auch durch seine Assists und durch seine große Laufbereitschaft.

Marko Arnautovic spielte wie in seinen letzten Spielen für West Ham wieder als Stürmer in einer 3-4-3 Formation. In diesem Spiel versuchte man nicht, wie bei Gegnern wie Manchester City oder Liverpool, mit hohen Bällen zum Erfolg zu kommen, sondern die zwei Zehner bzw. Flügelspieler in der vordersten Reihe mit vertikalen Pässen von den äußeren Innenverteidigern zu bespielen.

Falls dies nicht funktionierte wurde über die äußeren Mittelfeldspieler versucht, den Ball diagonal zu Arnautovic zu spielen. Dabei bewegte er sich immer zwischen den beiden Viererketten von Leicester. Allerdings ließen sich hohe Bälle nicht ganz vermeiden. Trotzdem konnte Arnautovic durch seine Robustheit viele hohe Pässe nach vorne sichern und für seine Mitspieler ablegen. Bei Ballverlust wurde nur von den Spielern gegengepresst, die in unmittelbarer Nähe waren, sonst ließ sich West Ham fallen und machte die Räume hinter der Abwehr zu.

In der Defensive attackierte man erst ab der Höhe der Mittellinie und ließ bis dahin den Gegner in Ruhe das Spiel aufbauen. Der Österreicher war jedoch meistens aus der Defensivarbeit ausgenommen, weil er, falls er überspielt wurde, den Passweg zu den gegnerischen Innenverteidigern zumachte. Nur bei Pässen zurück zum Tormann oder zu tief stehenden Innenverteidigern presste er dann an. Bei Ballgewinn wurde zunächst versucht den Ball zu sichern. Ab dem zweiten oder dritten Pass versuchte man schon die vertikalen Pässe zu den Zehnern oder hoch nach vorne, wenn Leicester City hoch presste.

Spielverlauf

Nachdem beide Mannschaften in der ersten halben Stunde nicht in den gegnerischen Sechzehner vordringen konnten, kam West Ham zu ihrer ersten richtigen Chance. Nach einer Kombination mit Lanzini dribbelte Arnautovic aufs Tor zu, traf aber mit seinem Abschluss nur den Tormann. Drei Minuten später traf er nach einer direkten Abnahme nach einem hohen Ball die Stange. Kurz vor der Pause erzielte West Ham dann das 1:0. Nach einer Flanke auf die zweite Stange konnte Arnautovic für Joao Mario in die Mitte ablegen, der die Führung besorgte. Die zweite Halbzeit startete wie die erste: mit wenigen Chancen. Aber in der 60. Minute nach einem Freistoß aus dem Halbraum, der nicht weit genug geklärt wurde, zog Mark Noble direkt aus 25 Metern ins Tor ab. In der 78.Minute wurde Arnautovic verletzungsbedingt ausgewechselt. Es blieb beim 2:0.

Fazit

Marko Arnautovic war wieder ein sehr wichtiger Teil der Mannschaft. Nicht nur durch sein immenses Laufpensum, sondern auch wegen seiner Zweikampfstärke und der Sicherung der hohen Bälle. Auch konnte er wieder einen Assist vermerken und seine Stärken in Eins-gegen-Eins-Situation zur Geltung bringen.

Simon Goigitzer, abseits.at

Simon Goigitzer

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