Liverpool hat einen perfekten Ligastart erwischt. Es stehen neun Punkte aus drei Spielen zu Buche. Noch nie ist es dem Verein gelungen, die ersten... Auf dem Weg zum besten Premier League-Start in der Vereinsgeschichte? Swansea City empfängt Liverpool

Liverpool FCLiverpool hat einen perfekten Ligastart erwischt. Es stehen neun Punkte aus drei Spielen zu Buche. Noch nie ist es dem Verein gelungen, die ersten vier Spiele einer Premier-League-Saison zu gewinnen. Die Chance, das zu ändern, gibt es heute. Die Reds gastieren im Montag-Abend-Spiel bei Swansea City, dem ehemaligen Club ihres Trainer Brendan Rodgers. Der Verein aus Wales hat erst drei Punkte am Konto. Allerdings haben sie auch eine schwere Auslosung erwischt und bereits gegen Manchester United und Tottenham Hotspur gespielt. Aktuell befindet man sich deswegen auf einem Abstiegsplatz. Das wollen die Swans heute ändern.

Zwischen Europa League und Abstiegskampf?

Natürlich gilt Swansea nicht als Abstiegskandidat, dem derzeitigen Tabellenbild zum Trotz. Aber man muss abwarten, wie gut sie Vielfachbelastung mit Liga, zwei Cup-Bewerben und der Europa League verkraften. Auch wenn man in der Premier League eher schwach gestartet ist, die Qualifikation für den internationalen Bewerb wurde souverän gemeistert.

Der meistumworbene Spieler der Swans in diesem Sommer war Innenverteidiger Ashley Williams. Er hielt seinem Verein letztendlich die Treue. Heute kommt ihm die Aufgabe zu, Liverpools Speerspitze Daniel Sturridge unter Kontrolle zu halten. Der Stürmer hält aktuell bei fünf Toren in vier Spielen in allen Bewerben. Rodgers Liverpool ist darauf bedacht, den Ball zu kontrollieren. Oft wird der Ball über fünf, sechs Stationen rund um den gegnerischen Sechzehner gespielt, um dann mit einem schnellen Pass in die Tiefe zu einer Chance zu kommen. Die Spieler von Swansea sind gut beraten, diese Kombinationen zu unterbinden.

Ob Flügelspieler Dyer rechtzeitig fit wird, entscheidet sich erst in einem abschließenden Fitnesstest.

Liverpool will zurück an die Tabellenspitze

Nach den Spielen am Samstag und Sonntag sind die Reds jetzt am dritten Platz. Das ist zwar durchaus respektabel, doch will man natürlich wieder an den Platz an der Sonne, auch wenn das Ziel natürlich nach wie vor eine Top4-Platzierung ist. Für die Nerven der Fans wäre es außerdem zuträglich, würde man ein Spiel mal nicht mit einem 1:0 bis zum Schluss spannend machen.

Unter Michael Laudrup hat sich Swansea zu einer starken Kontermannschaft entwickelt. Die Entdeckung der letzten Saison, Michu, stellt mit Rekordverpflichtung Wilfried Bony die größte Offensiv-Gefahr der Waliser dar. Liverpools Innenverteidigung darf nicht zu hoch stehen, um nicht mit einem präzisen Pass überwunden zu werden. Wer neben Agger in der Innenverteidigung aufläuft, ist noch offen. In Frage kommen Skrtel, der zuletzt angeschlagene Toure oder Neuverpflichtung Sakho.

Hinter dem Einsatz von Sturridge steht ein Fragezeichen, auch wenn sich Trainer Rodgers optimistisch geäußert hat. Seine Vertretung im Sturmzentrum wäre Iago Aspas. Noch länger verletzt sind die Außenverteidiger Johnson und Cissokho.

(K)Ein Stolperstein für die Minimalisten

Nach drei 1:0-Erfolgen kann man nicht behaupten, dass Liverpool mit Toren um sich werfen würden. Dank konzentrierter Defensivleistungen hat das bisher gereicht. Swansea hat gegen zwei Topteams verloren und gegen einen Gegner auf Augenhöhe, West Brom, gewonnen. Nun wartet der dritte Verein mit Top4-Ambitionen. Ob es den Reds gelingt ihren Erfolgslauf fortzusetzen, oder ob Swansea den ersten Großclub schlägt, wird sich heute Abend zeigen. Sieht man sich die bisherige Saison an, liegt das wohl zu einem Großteil an Daniel Sturridge.

Martin Lanner, abseits.at

Martin Lanner

  • 44

    16.September.2013 #1 Author

    „Unter Michael Laudrup hat sich Swansea zu einer starken Kontermannschaft entwickelt.“ Also bitte, hackts?? Die beste (nicht-Spitzen-)Ballbesitzmannschaft der Welt wird auf Konter reduziert? Was für ein inkompetenter, respektloser Bullshit.

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  • Ajax14

    17.September.2013 #2 Author

    Es freut mich, dass über Liverpool und Swansea berichtet wird, inhaltich hab ich aber auch meine Probleme mit diesem Artikel.

    Erstens – da hat 44 vollkommen Recht – spielt nicht nur Liverpool auf Ballbesitz, sondern gerade eben auch Swansea. Swansea gilt ja als interessantes und bekanntes Beispiel dafür, dass auch Mannschaften mit weniger individueller Klasse ein Spiel gegen kleine und große Gegner mit kurzen Pässen und Ballbesitz kontrollieren können.

    Zweitens wird einen Aspekt nicht genauer behandelt, obwohl er im Anfangstext erwähnt wird und sich so aufdrängt und falsche Einschätzung zu Swansea verhindert hätte. Brendan Rodgers, aktueller Liverpool-Trainer (und nicht Laudrup) hat schließlich Swanseas spielerischen Weg (und kein Konterspiel) geebnet! Da sich der Artikel sich ja eher an der Oberfläche hält, hätte zumindest dieser Aspekt etwas hergegeben.

    Mein Tipp: Lieber fokussierter schreiben, eine Analyse eines Aspekts oder eine Geschichte, die etwas hergibt, lustig, aufregend, lebendig, menschlich ist. Dass das nicht leicht ist, weiß ich, aber es zahlt sich dafür ins Zeug zu legen. Und bitte nicht das wiederholen, was die üblichen Journalisten herunterbeten, die sportlich meistens keine Ahnung haben. Denn: Du kannst das bestimmt besser! 😉

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