Zwischen 1959 und 2009 war der Ballon d’Or eine Auszeichnung, die das französische Fußballmagazin France Football an den besten Spieler des jeweiligen Kalenderjahres vergab.... FIFA Ballon d’Or 2015: Wer wird Weltfußballer des Jahres?

Lionel Messi 3_abseits.atZwischen 1959 und 2009 war der Ballon d’Or eine Auszeichnung, die das französische Fußballmagazin France Football an den besten Spieler des jeweiligen Kalenderjahres vergab. Bis 2007 wurde nur über europäische Fußballer abgestimmt, danach durften Kicker aus der gesamten Welt nominiert werden. Seit 2010 arbeitet die Fachzeitschrift offiziell mit der FIFA zusammen. Gestern wurden die 23 Kandidaten für den diesjährigen FIFA Ballon d’Or präsentiert.

So wie in den vergangen Jahren sind auch diesmal wieder Messi und Cristiano Ronaldo die Top-Kandidaten auf den Titel. Die anderen Nominierten scheinen nicht einmal Außenseiterchancen auf den ersten Platz zu haben. Die einzige Frage ist, wer von den beiden gewinnt und wer sich den dritten Platz sichert.

Lionel Messi gewann zwischen 2010 und 2012 jeweils die Trophäe, in den vergangenen beiden Jahren stand Cristiano Ronaldo am ersten Platz, womit er auch der aktuelle Titelträger ist. Bei der vergangenen Wahl siegte er mit einem Stimmenanteil von 37,66% deutlich vor Lionel Messi (15,76%), der sich knapp vor Manuel Neuer (15,72%) den zweiten Platz sicherte. Hinter Neuer folgten mit Arjen Robben, Thomas Müller und Philipp Lahm drei weitere Bayern-Spieler. Diesmal tippen wir, dass wieder Messi die Nase vorne hat und Cristiano Ronaldo am zweiten Platz landet. Gute Chancen auf die weiteren Plätze werden wohl Luis Suarez, Neymar und Robert Lewandowski haben.

Wer stimmt ab?

Die Nationaltrainer, Nationalmannschaftskapitäne und einige ausgewählte Journalisten dürfen Punkte an drei Spieler verteilen. Der Favorit bekommt fünf Punkte, der Zweitplatzierte drei und der Drittplatzierte einen. Es dürfen nur die Fußballer aus der von der FIFA und France Football vorgegebener Liste bewertet werden. Dieser Kandidatenkreis für die bevorstehende Wahl wurde gestern veröffentlicht.

Die Nominierten

Diese Profis stehen heuer zur Wahl:

Sergio AgueroArgentinienManchester City
Gareth BaleWalesReal Madrid
Karim BenzemaFrankreichReal Madrid
Kevin De BruyneBelgienManchester City
Eden HazardBelgienChelsea
Zlatan IbrahimovicSchwedenPSG
Andres IniestaSpanienFC Barcelona
Toni KroosDeutschlandReal Madrid
Robert LewandowskiPolenFC Bayern München
Javier MascheranoArgentinienFC Barcelona
Lionel MessiArgentinienFC Barcelona
Thomas MüllerDeutschlandFC Bayern München
Manuel NeuerDeutschlandFC Bayern München
NeymarBrasilienFC Barcelona
Paul PogbaFrankreichJuventus
Ivan RakiticKroatienFC Barcelona
Arjen RobbenNiederlandeFC Bayern München
James RodriguezKolumbienReal Madrid
Cristiano RonaldoPortugalReal Madrid
Alexis SanchezChileArsenal
Luis SuarezUruguayFC Barcelona
Yaya TouréElfenbeinküsteManchester City
Arturo VidalChileFC Bayern München

Wo sind die Abwehrspieler?

Auffallend ist, dass sich nur ein Tormann und kein einziger Verteidiger in der Liste befinden. Javier Mascherano spielt im argentinischen Nationalteam im defensiven Mittelfeld, bei seinem Klub wechselt er zwischen Innenverteidigung und der Position, die er im Nationalteam bekleidet. In dem Video, welches die FIFA nun enthüllte, wird er jedenfalls als Mittelfeldspieler geführt und bis auf diesen Grenzfall befindet sich kein Abwehrspieler in der Liste. Dabei hätte sich sicher der eine oder andere Defensivspieler eine Nominierung verdient. Jerome Boateng, Gerard Piqué, Leonardo Bonucci, aber auch David Alaba haben durchaus Leistungen gebracht, die eine Nominierung gerechtfertigt hätten.

Im Endeffekt wird es jedoch wieder auf einen Zweikampf zwischen Messi und Cristiano Romaldo hinauslaufen, was insofern verständlich ist, da die beiden den heutigen Fußball prägen wie kein anderer Spieler. Trotzdem ist es etwas schade, dass dadurch die Spannung auf der Strecke bleibt.

Stefan Karger, www.abseits.at

Stefan Karger

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