Die USA werden bei Großereignissen immer wieder als Geheimtipp gewertet, speziell seit der Fußballsport seit der Heim-WM 1994 im Land der unbegrenzten Möglichkeiten populärer... Man kennt sich: Die USA trifft in der Vorrunde auf alte Bekannte

usaDie USA werden bei Großereignissen immer wieder als Geheimtipp gewertet, speziell seit der Fußballsport seit der Heim-WM 1994 im Land der unbegrenzten Möglichkeiten populärer wurde. Doch die Amerikaner müssen auf eine goldene Generation noch ein wenig warten und gehen mit einer eher biederen Mannschaft in die Endrunde in Brasilien.

WM-Historie

Seit sich die USA 1990 erstmals seit langer Zeit wieder für eine Weltmeisterschaft qualifizieren konnte, waren die US-Boys immer beim größten Sportereignis der Welt dabei. Die Teilnahme an der WM 2014 in Brasilien ist somit die siebente in Folge. Zweimal erreichte man das Achtelfinale (1994 und 2010), bei der WM 2002 gelang sogar der Einzug ins Viertelfinale, wo gegen den späteren Finalisten Deutschland Endstation war. In der grauen Vorzeit der WM-Geschichte mischte die USA auch schon dreimal bei der WM mit – 1930 scheiterte man erst im Halbfinale an Argentinien und wurde Dritter. 1934 und 1950 schied man hingegen schnell aus.

Qualifikation

In der Vorausscheidung setzten sich die Amerikaner gegen Jamaika, Guatemala und Antigua & Barbuda durch. Die USA wurden Gruppensieger, gewannen aber „nur“ vier von sechs Spielen, verloren gegen Jamaika und remisierten gegen Guatemala. In der Endausscheidung setzte sich die Mannschaft hingegen souverän mit 22 Punkten aus zehn Spielen durch. Die Sechsergruppe wurde vor Costa Rica, Honduras und Mexiko gewonnen. Niederlagen gab es nur auswärts in Honduras und Costa Rica.

Gruppengegner

Die USA gelten in ihrer Gruppe als Underdog, zumal mit Deutschland und Portugal zwei hohe Favoriten warten und auch Ghana stärker einzuschätzen ist, als die Klinsmann-Elf. Deutschland und Ghana qualifizierten sich noch souveräner für die WM-Endrunde als die Amerikaner, während Portugal durch das Playoff musste. Insgesamt wurde aber jeder der US-Gegner in der Qualifikation stärker gefordert und so ist anzunehmen, dass die USA mit dem hohen Tempo in der Gruppe nicht Schritt halten können.

Bisherige Duelle

Auf alle drei Gruppengegner traf die USA im Rahmen der letzten Weltmeisterschaften. Auf Ghana trafen die US-Amerikaner bereits bei den WM-Endrunden 2006 und 2010 – beide Spiele, übrigens die einzigen gegen die Afrikaner, gingen verloren. Mit Portugal bekam man es fünfmal zu tun und weist dabei eine ausgeglichene Bilanz auf (2-1-2). Das letzte Aufeinandertreffen fand im Rahmen der WM 2002 statt und die Vereinigten Staaten konnten sich in der Vorrunde mit 3:2 durchsetzen. Deutschland war neunmal Gegner der USA, wobei sechs Spiele verloren und drei gewonnen wurden. Verloren wurde unter anderem das WM-Viertelfinale 2002, gewonnen allerdings das bis dato letzte Aufeinandertreffen vor exakt einem Jahr. Damals leitete ein schwerer Fehler von Marc-Andre ter Stegen die 3:4-Niederlage der Deutschen ein.

Wo verdienen die Spieler ihr Geld?

Nur neun Spieler verdienen ihr Geld derzeit in der heimischen Major League Soccer. Die meisten Legionäre, jeweils vier, spielen in England und Deutschland. Aber auch in den Niederlanden, der Türkei, Norwegen oder sogar Mexiko verdienen Stützen des US-Teams ihre Brötchen. Der 23-Mann-Kader der USA ist also quer in der Welt verstreut und es gibt nur drei Vereine, die je zwei Spieler des US-Kaders stellen: Real Salt Lake, Sporting Kansas City und die Seattle Sounders.

Extreme im aktuellen Kader

Längstdienende Spieler: DaMarcus Beasley (115 Länderspiele / 17 Tore), Clint Dempsey (103/36), Tim Howard (98/0)

Jüngste Spieler: Julian Green (18), DeAndre Yedlin (20), John Brooks (21)

Älteste Spieler: Tim Howard (35), Nick Rimando (34), Jermaine Jones (32)

Rekorde

Höchster Sieg: USA – Barbados 8:0 (2008)

Höchste Niederlage: Norwegen – USA 11:0 (1948)

Rekordspieler: Cobi Jones (164 Länderspiele) vor Landon Donovan (156) und Jeff Agoos (134)

Rekordtorschütze: Landon Donovan (57 Länderspieltore) vor Clint Dempsey (36) und Eric Wynalda (34)

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen

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