In dieser Serie betrachten wir die Leistungen und Statistiken der österreichischen Legionäre in der deutschen Bundesliga, wobei wir in erster Linie jene Spieler analysieren,... abseits.at-Leistungscheck, 09. Spieltag 2014/15 (Teil 2) – Starke Auftritte von Wimmer, Junuzovic und Alaba

Kevin Wimmer - 1.FC KölnIn dieser Serie betrachten wir die Leistungen und Statistiken der österreichischen Legionäre in der deutschen Bundesliga, wobei wir in erster Linie jene Spieler analysieren, die beim österreichischen Teamchef Marcel Koller gute Karten haben. Nachdem wir im ersten Teil die Leistungen von Martin Harnik und Florian Klein analysierten, wollen wir uns nun den restlichen ÖFB-Legionären in Deutschlands höchster Spielklasse widmen.
.

SV Werder Bremen – 1. FC Köln   0:1

Nach der 0:1-Niederlage gegen den 1. FC Köln reagierten die Vereinsverantwortlichen und beendeten das Kapitel Robin Dutt. Werder konnte nach neun Spieltagen erst vier Punkte sammeln und wartet in der aktuellen Saison weiterhin auf den ersten Meisterschaftssieg. Der 44-jährige Viktor Skripnik soll nun gemeinsam mit Co-Trainer Torsten Frings die Mannschaft aus der Abstiegszone bringen. Der 1. FC Köln hingegen siegte erstmals nach 19 Jahren wieder in Bremen und steht nach dem Erfolg auf dem 10. Tabellenplatz.

Kevin Wimmer war einer der Gründe weshalb die Kölner einmal mehr ohne Gegentor blieben. Der Innenverteidiger gewann sieben seiner acht Zweikämpfe (87,5%) und war bei den selten vorgetragenen Angriffen der Bremer immer zur Stelle. Er überzeugte durch ein gutes Stellungsspiel und machte einen sehr souveränen Eindruck. Lediglich im Aufbauspiel unterliefen ihm einige ungenaue Zuspiele, die aber den ansonsten starken Eindruck nicht wirklich trüben können. Der österreichische Abwehrspieler bekam sowohl vom kicker, als auch von sportal.de die Note 2,5. Lediglich der eingewechselte Ujah bekam vom kicker eine bessere Note als der ÖFB-Legionär.

Auf der Gegenseite bekam Zlatko Junuzovic die besten Noten aller Werder-Feldspieler. Vom Mittelfeldspieler gingen noch die meisten guten Aktionen der Bremer aus, allerdings bekam er von seinen Mannschaftskollegen viel zu wenig Unterstützung, sodass seine gute Einzelleistung unbelohnt blieb. Junuzovic kam auf 77 Ballkontakte und spielte 53 Pässe, von denen 81% bei seinen Mitspielern ankamen. Er prüfte in der 56. Minute mit einem guten Schuss Tormann Timo Horn, legte vier weitere Torschussmöglichkeiten für seine Mitspieler auf und schlug vier Flanken. Er setzte sich zweimal in Dribblings gegen einen Gegenspieler durch und verlor kein einziges Mal nach einer Einzelaktion den Ball. Neben einer gewohnt starken Laufleistung (11,82 Kilometer) kann er mit 10 von 19 gewonnen Duellen auch eine positive Zweikampfbilanz vorweisen (52,6%). Sowohl der kicker, als auch sportal.de gaben dem Mittelfeldmotor der Bremer die Note 3,5.

Weniger gut lief es für Sebastian Prödl, der in der Innenverteidigung einen neuen Partner bekam. Statt Assani Lukimya rückte Luca Caldirola ins Abwehrzentrum, der jedoch nur 33,3% seiner Zweikämpfe für sich entschied und so wie Prödl eine schwache Partie ablieferte. Prödl gewann sechs seiner zwölf Duelle (50%), was aber für einen Innenverteidiger natürlich ebenfalls kein guter Wert ist. Beim Gegentor sah er gegen den Ex-Salzburger Dusan Svento sehr schlecht aus, da ihn dieser im Strafraum quasi aus dem Stand locker umspielte und dann den Ball perfekt auf Ujah zurücklegte, der sich nicht zweimal bitten ließ. Sowohl der kicker, als auch sportal.de bewerteten Sebastian Prödl mit der Note 5.

Borussia Mönchengladbach – Bayern München   0:0

Auch nach der neunten Runde bleiben Borussia Mönchengladbach und der FC Bayern München ohne Niederlage, denn das Spitzenspiel vom vergangenen Wochenende endete 0:0-Unentschieden. Während der FC Bayern München in der ersten Halbzeit stärker das Spielgeschehen bestimmte, drehten die Hausherren nach der Pause auf und nur der enorm starke Manuel Neuer verhinderte mehrmals einen Rückstand.

David Alaba war einer der besten Bayern-Spieler auf dem Platz und zeigte besonders in den ersten 45 Minuten eine 1tadellose Leistung. Schon nach 10 Minuten prüfte er Gladbach-Keeper Yann Sommer, der seinen Schuss noch an die Stange lenken konnte. Wie man anhand der Heatmap rechts sehen kann hatte Alaba einen enorm weiten Aktionsradius, wobei man hier auch Neuzugang Juan Bernat loben muss, der dem Österreicher den Rücken freihielt und oftmals auf seinem Flügel auf sich alleine gestellt war. Alaba fing zwar als eine Art Linksverteidiger an, orientierte sich aber sehr nah ans Zentrum, insbesondere wenn er das Spiel nach vorne antrieb. In diesen Momenten übernahm Juan Bernat Alabas defensive Aufgaben und sicherte den Raum für den Österreicher ab. Auch das Zusammenspiel zwischen den beiden sah phasenweise schon sehr gut aus. Alaba kam auf die drittmeisten Ballkontakte aller Akteure (96) und spielte 76 Pässe, von denen 87% bei seinen Mannschaftskollegen landeten. Er schoss insgesamt dreimal aufs gegnerische Tor und steuerte einen Torschuss-Assist, sowie vier Flanken bei. Zudem war er einer besten Zweikämpfer in seinem Team und entschied 10 seiner 16 Duelle für sich (62,5%). Sowohl der kicker, als auch sportal.de gaben Alaba die Note 2,5.

Stefan Karger, www.abseits.at

Stefan Karger

Keine Kommentare bisher.

Sei der/die Erste mit einem Kommentar.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.