Die Wiener Austria trifft im Rahmen ihres ersten Europacup-Auftritts 2011/12 auf den montenegrinsichen Vertreter FK Rudar Pljevlja. Wie so oft bekommt es das Team... Austrias Gegner Rudar Pljevlja: Der Knipser der Montenegriner ist gebürtiger Linzer!

Die Wiener Austria trifft im Rahmen ihres ersten Europacup-Auftritts 2011/12 auf den montenegrinsichen Vertreter FK Rudar Pljevlja. Wie so oft bekommt es das Team also mit einer großen Unbekannten zu tun und selbst Austria-Coach Karl Daxbacher ist vorerst ratlos, was da auf seine Elf zukommt. abseits.at ist natürlich nicht ratlos und präsentiert euch hiermit den ersten Gegner des FK Austria Wien im Detail!

Name: FK Rudar Pljevlja
Ort: Pljevlja
Gegründet: 1920
Alter: 91 Jahre
Vereinsfarben: Schwarz-Blau-Weiß
Stadion: Stadion Gradski, Pljevlja
Fassungsvermögen: 11.000 Zuschauer
Präsidenten/Besitzer: Radovan Klačar, Duško Šarić, Darko Šarić
Trainer: Nebojša Vignjević

STANDING IN MONTENEGRO

Rudar Pljevlja ist ein Gründungsmitglied der montenegrinischen Fußballliga und konnte 2009/10 erstmals den Meistertitel einfahren. Mit drei Cuptiteln aus den Jahren 2007, 2010 und 2011 ist Rudar ebenso wie die Austria Rekord-Cupsieger des Landes. In der Saison 2005/06 wurde zum letzten Mal die serbisch-montenegrinische Liga ausgespielt, an der Rudar jedoch nicht teilnahm. Das Team spielte in dieser Saison eine Art montenegrinisches Ligen-Qualifikations-Playoff aus, das aus einer Zehnerliga und 36 Spielen bestand. Die Top-7 waren für die neu gegründete unabhängige montenegrinische Fußballliga qualifiziert – Rudar Pljevlja gewann diese Liga und war damit 2006/07 in der ersten Saison der neuen „Prva Liga“ dabei, wurde Vierter und qualifizierte sich über den Cupsieg für den UEFA-Cup.

2007/08 folgte ein fünfter Platz in der montenegrinischen Zwölferliga, 2008/09 ein sechster. 2009/10 wurde das Team erstmals Meister und in der abgelaufenen Saison 2010/11 wurde der FK Rudar Dritter – mit 18 Punkten Rückstand auf die Tabellenspitze, die von Mogren Budva und Buducnost Podgorica (punktegleich) eingenommen wurde. Rudar gehört dauerhaft zu den fünf besten Teams des Landes, ist jedoch – mit Ausnahme der Saison 2009/10 – stets weit vom Titelgewinn entfernt.

STANDING IN EUROPA

Auf europäischer Bühne bestritt der FK Rudar erst sechs Spiele, gewann von drei Duellen nur eines. Im UEFA-Cup 2007/08 verlor Rudar die ersten Europacupspiele der Vereinsgeschichte heim und auswärts jeweils mit 0:2 gegen Omonia Nikosia. Nach dem Meistertitel 2010/11 bezwang Rudar den Meister aus San Marino – SP Tre Fiori – auswärts mit 3:0 und zu Hause mit 4:1, schied aber unmittelbar danach gegen den bulgarischen Vertreter Liteks Livetch aus: Auswärts gab’s eine 0:1-Niederlage, zu Hause ein deftiges 0:4.

Der FK Rudar ist zudem nicht unbedingt für klingende Fußballexporte bekannt, verkaufte in der Vergangenheit kaum Spieler ins Ausland. Der 22jährige Innenverteidiger Mijusko Bozovic wechselte im Jänner zum belgischen Klub Charleroi, wo er sich bisher jedoch nicht durchsetzen konnte. Ansonsten brachte Rudar einige Spieler zu serbischen Mittelständler, dazu je einen Spieler zu Vojvodina Novi Sad und Roter Belgrad. Der „größte“ Transfer der letzten ~zehn Jahre war der von Dzenan Radoncic zu Partizan Belgrad. Das damals 19jährige Talent wechselte 2003 von Rudar zum serbischen Traditionsklub, konnte sich dort jedoch nicht durchsetzen und wechselte weiter nach Südkorea, wo er auch heute noch bei Seongnam Ilhwa als Topscorer überzeugen kann.

Der FK Rudar Pljevlja ist also ein auf europäischer Bühne sehr unerfahrenes Team, das geringe finanzielle Mittel zur Verfügung hat und am Europacup bisher eher mit olympischem Gedanken teilnahm und nicht mit großen Hoffnungen.

DER TORHÜTER

Auf dem Torhütersektor gab es beim FK Rudar in der Saison 2010/11 einen Wechsel: Der bis Sommer 2010 etatmäßige, routiniertere Torhüter Milos Radanović (30), ein Urgestein des Klubs, verlor im September 2010 seinen Platz an den jüngeren Milan Mijatović (23), der bereits 2007/08 eine halbe Saison Stammkeeper des FK Rudar Pljevlja war. Mijatović gilt als solider Torhüter auf der Linie, hat jedoch keine großartige Strafraumbeherrschung, kommt zeitweise zu zögerlich aus seinem Tor, ist bei Flanken unsicher bzw. zögerlich.

DIE ABWEHR

Die Abwehr der Montenegriner war zuletzt ihr größtes Kapital, verlor durch den Verkauf von Bojovic an Charleroi allerdings an Qualität. Abwehrchef ist unumstritten der routinierte Veselin Bojić (34), der seit zwei Jahren für Rudar spielt, zuvor schon in Mazedonien und Serbien kickte. Bojić verfügt über ein gutes Stellungsspiel, solide Technik und ist defensiv und offensiv sehr kopfballstark. Der torgefährliche Innenverteidiger erzielte in den letzten beiden Saisonen sechs Kopfballtore und weitere sechs Tore aus Elfmetern, schießt zeitweise auch die direkten Freistöße. Bojics Mankos sind seine Schnelligkeit und Beweglichkeit, der bald 35jährige kann bullige Verteidiger abmontieren, wird gegen wendige Spieler oder Angreifer, die selbst über gutes Stellungsspiel verfügen, seine Probleme haben.

Der zweite Innenverteidiger ist nach Bozovics Abgang Vladan Adžić (23). Adžić ist ein knallharter Arbeiter neben Abwehrchef Bojić, der auch von Fans anderer Vereine gelobt wird. Der 188cm große Innenverteidiger ist als Eisenfuß bekannt, seine Erscheinung ist zum Fürchten und so spielt er auch – immer knallhart am Mann, sehr intensiv in Zweikämpfen und Kopfballduellen, schnell, aber auch mit sehr vielen unnötigen unnötigen, kleineren und gröberen Fouls. Er konnte die Lücke, die Bozovics Abgang hinterließ zwar nicht stopfen, spielt den Part des arbeitenden Innenverteidigers für montenegrinische Verhältnisse in Ordnung. Vom Nationalteam ist Adžić dennoch weit entfernt.

Die Außenverteidigerpositionen sind ebenfalls fix vergeben: Links spielt Blažo Igumanović (25), ein gelernter Flügelspieler für’s Mittelfeld, der seine Position als Außenverteidiger sehr konservativ anlegt, weitgehend auf Flankenläufe oder zu riskantes Aufrücken verzichtet, lediglich dem Mittelfeld den Rücken freihalten möchte. Igumanović spielt neben Abwehrchef Bojić, muss oft in Laufduelle gehen, wenn der Gegner in die linke Schnittstelle spielt, weil Bojić schnellen Flügelspielern nicht nachkommt. Igumanović ist also defensiv ohnehin total ausgelastet, ist demnach für das Offensivspiel seines Teams kaum eine Unterstützung.

Anders Rechtsverteidiger Bojan Ivanović (29). Auch er ist eigentlich Mittelfeldspieler, jedoch legt der 187cm große Außenverteidiger, der vor zwei Jahren von Zeta Golubovci kam, seinen Part wesentlich offensiver aus, spielt grundsätzlich ab Höhe der Mittellinie, lässt sich auch häufig am Flügel sehen. Von seinem Engagement bei Zeta ist er es gewöhnt offensiv zu spielen: Beim Ex-Klub spielte er hauptsächlich am rechten Flügel. Bei Rudar ist er allerdings rechts hinten gesetzt, überzeugt durch seine Laufstärke, kommt schnell hinter den Ball, macht jedoch wie die meisten anderen Rudar-Verteidiger zu viele Fouls, sah in den letzten beiden Saisonen elf gelbe und eine rote Karte, verursachte viele Fouls, die vorallem zu Freistoßflanken führten.

Alternativen: Der junge Igor Ivanović (18) ist das Backup für die linke Außenverteidigung. Der Nachwuchskicker spielte vergangene Saison acht Spiele, wird 2011/12 sicher stärker eingebunden. Zudem gibt es mit Nemanja Kljajević (24) einen neu verpflichteten Defensivallrounder, der vor einem halben Jahr geholt wurde, nachdem Bozovic zu Charleroi wechselte, bisher allerdings nicht hundertprozentig an Adžić vorbeikam. Kljajević hat zudem den Vorteil auch als rechter Verteidiger eingesetzt werden zu können. Das Backup für die Innenverteidigung ist Stefan Lutovac (25): Der 192cm große Defensivspieler ist ein klassischer Abmontierer, der vor 1 1/2 Jahren von Fahrstuhlklub FK Berane kam und sie nie richtig durchsetzen konnte.

DAS MITTELFELD

Im Februar 2011 verlor der FK Rudar Pljevlja seinen wichtigsten Mittelfeldspieler: Der Mann für die linke Seite im damals angestammten 4-4-2 war Predrag Randjelovic, ein gelernter Stürmer, der 2006/07 bei der Admira floppte, 2009/10 aber mit 19 Treffern montenegrinischer Torschützenkönig wurde. Er wechselte ligaintern zum größeren Klub Mogren Budva und holte den Meistertitel. Durch den Abgang des 34jährigen Kapitäns musste das Mittelfeld des FK Rudar etwas anders ausgerichtet werden.

Der defensiv wichtigste Spieler im Mittelfeld von Rudar ist Nedeljko Vlahović (27), ein unermüdlicher, laufstarker Arbeiter für die Sechserposition. Vlahović ist einer der wenigen Spieler des Klubs, die ein Länderspiel auf dem Buckel haben (2007) und nachdem er vergangenen Herbst schwer verletzt war, ein halbes Jahr ausfiel, war die Frühjahrssaison 2011 eher ein Comeback-Unternehmen, das er jedoch gut meisterte und gegen Ende der Saison wieder beinahe zu alter Stärke und vorallem Torgefährlichkeit zurückfand. Vlahović, ein guter Distanzschütze, ist im zentralen Mittelfeld von Rudar Pljevlja gesetzt.

Eine Spur offensiver spielt der Serbe Dušan Mićić (26), ein 190cm großer, technisch starker zentraler Mittelfeldspieler und eine wichtige Schaltzentrale auf der zentralen Achse der Montenegriner. Mićić ist kein Spieler, der viel arbeitet, eher ein Kicker, der offensiv über Technik ins Spiel finden möchte und defensiv seine Schwächen hat. Er ist nicht so laufstark wie Vlahović und braucht den aktiven Nebenspieler, der ihm den Rücken freihält. Mićić sucht in Tornähe und aus der Etappe häufig den Abschluss über Distanzschüsse, versucht außerdem nicht selten den tödlichen Pass zu spielen.

Auf der linken Mittelfeldseite spielt mit Nermin Useni (31) ebenfalls ein Serbe. Der technisch starke, beidbeinige Useni verbucht Saison für Saison einige Assists und im Schnitt zwei bis drei Torerfolge pro Jahr. Useni wird links von Igumanović unterstützt, sodass er nur wenige Defensivaufgaben bekleidet, sich auf das Offensivspiel konzentrieren kann. Useni ist zudem ein Spieler, der sich gerne in die Mitte ziehen lässt, um dort seine solide Technik auszuspielen. Auch im rechten Mittelfeld kommt Useni regelmäßig zum Einsatz. Der Serbe ist übrigens ein Spieler, der – wie man in Wien so schön sagt – „marschieren muss“. Ein bisschen Provokation hier, ein kleines Foul dort – Useni ist als Häferl bekannt, der viel mit dem Schiedsrichter redet und in der Vergangenheit schon das eine oder andere Revanchefoul fabrizierte…

Auf der rechten Mittelfeldseite oder auch auf der Halbposition im Mittelfeld spielt Nikola Sekulić (30) seit fünf Jahren eine tragende Rolle beim FK Rudar. Sekulić ist ein flexibler Mittelfeldspieler, der drei Saisonen lang zum Stamm gehörte, zwei Jahre lang aber nur Ergänzungsspieler war, häufig zwischen Startelf und Bank wechselte – so auch letzte Saison. Sekulić hat seine Stärken in der Defensive, spielt vorsichtig, kaum in die Tiefe. Der 174cm große Mittelfeldspieler ist ein solider Passgeber, verfügt über gutes Passspiel, macht jedoch Fehler im Stellungsspiel. Sekulić spielt bessere Partien, wenn er auf der zentralen Halbsaison spielt, ist auf der rechten Mittelfeldseite nicht selten ein Gefahrenherd.

Nicht selten spielt Rudar Pljevlja mit einem offensiven Freigeist in Person von Predrag Brnović (24). Der 173cm große Brnović, ein Läufer und Arbeiter erster Güte, ist technisch kein besonders starker Spieler, ist kaum torgefährlich, rührt aber in der gegnerischen Abwehr stark um. Auf dem Papier kommt er sogar eher als Stürmer zum Einsatz, spielt seinen Part als hängende, arbeitende Spitze vor den zentralen Mittelfeldspielern sehr diszipliniert runter. Nicht umsonst ist Brnović seit drei Jahren Stammspieler bei Rudar, teilweise auf der Freigeistposition, teilweise im Angriff. In 95 Ligaspielen für Rudar Pljevlja machte er allerdings nur sieben Treffer.

Alternativen: Mehr als nur eine Alternative für die linke Seite ist der erfahrene Serbe Ivica Francišković (32). Er spielte bereits für Partizan Belgrad, Vojvodina Novi Sad, zudem in Ungarn für Zalaegerszeg und auf Zypern für AEK Larnaca. Seine Stärken hat Francišković, der vergangene Saison 21 Spiele von Beginn an bestritt, in der Offensive. Der Routinier ist einer der etatmäßigen Standard-Schützen des FK Rudar und ist für sein Alter noch sehr ausdauernd und lauffreudig. Er ist auch einer der Spieler, die die besten tödlichen Pässe spielen können. Nach Randjelovics Abgang wurde der 32jährige wieder wichtiger für das Team, könnte links starten, wenn Useni nach rechts rückt.
Eine zusätzliche Variante im offensiven Mittelfeld ist der junge Miloš Popović (18), der im vergangenen Frühjahr immer wieder forciert wurde, zu 18 Einsätzen und einem Pflichtspieltor kam. Auch er wird kommende Saison näher ans Team rücken und kann im zentralen, offensiven Mittelfeld sicher aufgrund seiner Jugend und Dynamik für Gefahr sorgen. Erfahren ist Popović allerdings freilich nicht.

DER ANGRIFF

Kurios: Der beste Angreifer des montenegrinischen Vorjahresdritten ist gebürtiger Österreicher! Ivica Jovanović (23) wurde im Dezember 1987 in Linz geboren, hat die serbische Staatsbürgerschaft, spielte bereits in Belgien für Lokeren, in Serbien für Mladi Radnik (jeweils erfolglos) und wurde, nachdem er bereits von 2008 bis 2010 für Rudar Pljevlja spielte (allerdings fast nur auf der Bank saß), ab Sommer 2010 zu einer Stütze im Team der Montenegriner. In der abgelaufenen Saison erzielte er in 41 Pflichtspielen 16 Tore und war damit 2010/11 der beste Torschütze im Team. Jovanović spielt allerdings sehr unauffällig, ist lange Zeit nicht zu sehen, arbeitet nicht viel nach hinten – doch der 185cm große Angreifer steht richtig, wenn’s drauf ankommt. Kopfbälle, links, rechts – Jovanović versenkt die Bälle, die er versenken muss – allerdings stets innerhalb des Sechzehners.

Ein anderer Jovanović, nämlich Miroje Jovanović (24), spielt seit Sommer 2009 für Rudar, konnte aber nie wirklich überzeugen. Er gilt als Prellbock, den man bringt, um vorne Bälle zu halten, doch Miroje Jovanović ist zu langsam, nicht außergewöhnlich torgefährlich. In der abgelaufenen Saison absolvierte er 40 Pflichtspiele, wurde dabei aber 18mal eingewechselt und spielte nur zehnmal über die volle Distanz – die Ausbeute: Zwei Treffer. Miroje Jovanović, der ein Spiel für das montenegrinische U21-Nationalteam bestritt fiel mittlerweile auf den dritten Rang der Stürmerhierarchie bei Rudar Pljevlja zurück. Und zwar vorallem, weil Milivoje Mrdak (18) immer stärker wird. Der aktuelle montenegrinische U19-Teamspieler, dem eine große Karriere vorhergesagt wird, bekam vergangene Saison 23 Einsätze, allerdings meist nur für wenige Minuten. Die Ausbeute des 18jährigen Instinktstürmers kann sich sehen lassen: In 1211 Minuten erzielte er neun Treffer, brauchte 2010/11 bei Rudar durchschnittlich nur 134 Minuten für ein Tor. Er ist ebenso wie Popović und Ivanović einer der jungen Wilden, die in den nächsten Jahren stärker ins Team eingebunden werden. Mrdak ist jedoch mit Sicherheit der Spieler, der von allen aktuellen Rudar-Akteuren die rosigsten Zukunftsaussichten hat.

DAS SYSTEM

Bis vor einem Jahr war ein klassisches 4-4-2 mit zwei leicht versetzten zentralen Mittelfeldspielern typisch für Rudar Pljevlja. Allerdings änderte sich das mit dem Abgang von Predrag Randjelovic und die Position des offensiven Freigeists war nun anderen vorbehalten. Es ist auch gut möglich, dass Rudar gegen die Wiener Austria eine Sicherheitsvariante spielt und mit einem 4-2-3-1 oder gar einem 4-3-2-1 aufläuft.

Die riskantere Variante mit einem zweiten beziehungsweise hängenden Angreifer könnte wie folgt aussehen:

[http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/tn_rudar_pljevlja_1.jpg]

Es ist allerdings eher mit einer sicheren Variante zu rechnen, in der Sekulic als zusätzlicher, eher defensiv orientierter Mittelfeldspieler agiert. Wer in einem solchen System als Solospitze fungiert – voraussichtlich am ehesten Jovanovic, Brnovic oder der junge Mrdak – ist zu diesem Zeitpunkt noch völlig unklar. So würde eine sichere Variante aussehen:

[http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/tn_rudar_pljevlja_2.jpg]

Achtung! Noch gab es keine Transferaktivitäten bei Rudar Pljevlja und somit kann sich die Aufstellung für das Spiel gegen die Austria noch ändern – womöglich sogar gravierend.

FAZIT

Rudar Pljevlja ist eine Elf mit soliden Läufern und Technikern, aber mindestens zwei Klassen unter der Wiener Austria anzusiedeln. Das Team spielt allgemein einen langsameren Fußball als er in der österreichischen Liga fabriziert wird. Die Härte der beiden Ligen ist in etwa miteinander zu vergleichen. Allerdings gibt es bei Rudar kaum Spieler, die das Heft in die Hand nehmen können, ein Spiel im Alleingang entscheiden können. Es gilt auf jeden Fall den gebürtigen Österreicher Ivica Jovanović kalt zu stellen, er ist der einzige typische Knipser, den dieses Team hat. Eine womöglich unangenehme Unbekannte könnte der junge Mrdak darstellen – sofern er überhaupt spielt. Wenn die Austria Rudar Pljevlja im Mittelfeld beherrscht und somit defensiv beschäftigt, werden die Violetten sowohl auswärts als auch daheim ihre Tore machen. Ich gehe davon aus, dass die Austria in den beiden Duellen gegen die Montenegriner rund fünf Tore erzielen wird – Rudar traue ich hingegen maximal ein bis zwei Treffer zu…

Daniel Mandl, abseits.at

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen