Burgstaller und Prager im Krankenhaus – Schöttels Vorhaben mehr Dynamik ins Spiel des SK Rapid zu bringen, könnte sich länger hinziehen, als Rapids neuem... Burgstaller verletzt – Rapids neue Saison beginnt, wie die alte endete…

Burgstaller und Prager im Krankenhaus – Schöttels Vorhaben mehr Dynamik ins Spiel des SK Rapid zu bringen, könnte sich länger hinziehen, als Rapids neuem Trainer lieb ist. Vorallem Neuzugang Guido Burgstaller hat es schlimm erwischt und die Herbstsaison wird für ihn eine sehr kurze. Außerdem: Wie tut sich Testpilot Novota?

Eine dumme Bewegung im Spiel gegen den SC Melk reichte, um Rapids Guido Burgstaller auf Eis zu legen. Ein Allerweltszweikampf wurde für den 22jährigen Offensivallrounder zum Alptraum. Ein Teileinriss des vorderen Kreuzbandes und eine schwere Ruptur am Schienbeinkopf werden Burgstaller drei bis vier Monate zum Zusehen zwingen – noch bevor Schöttels Schützling sein erstes Pflichtspiel für Rapid bestreiten konnte. Eine Verletzung, die besonders bitter zustande kam: Zunächst verzichtete Burgstaller auf seinen Urlaub, um sich ab Beginn der Vorbereitung auf seinen neuen Klub zu konzentrieren. Zudem schien die Verletzung vorerst nicht so dramatisch: Nachdem er sich im Spiel gegen den SC Melk verletzte, spielte Burgstaller die Partie noch zu Ende, erzielte ein wunderschönes Tor, schien fit. Doch am nächsten Tag folgte die traurige Gewissheit. Eine schlaflose Nacht ließ Burgstaller Teamarzt Dr. Thomas Balzer kontaktieren, der die schwere Verletzung diagnostizierte. Seinen nächsten „Urlaub“ hat sich der ehemalige Wiener-Neustadt-Akteur freilich anders vorgestellt.

ENTWARNUNG BEI PRAGER

Weniger schlimm erwischte es den defensiveren Thomas Prager. Der 25jährige Leihspieler vom FC Luzern brach sich bereits zweimal im Laufe seiner Karriere das Schlüsselbein, fiel im Trainingslager einmal mehr auf die Schulter. Im Landeskrankenhaus wurde eine neuerliche Prellung des Schlüsselbeins diagnostizert, Prager kann jedoch wieder voll mit der Mannschaft trainieren, muss maximal im morgigen Testspiel gegen 1860 München einen Gang zurückschalten. Apropos Testspielgegner 1860: Der letztjährige Neunte der zweiten deutschen Bundesliga war ebenso wie Rapid schon intensiv auf dem Transfermarkt aktiv. Nachdem Ludwig (Cottbus), Leitner (Dortmund) und Torhüter Tschauner (St.Pauli) den Verein verließen, holte man vorerst vier Neue: Ex-Red-Bull-Salzburg Keeper Timo Ochs (29) soll der neue „Einser“ werden, HSV-Allrounder und -Urgestein Collin Benjamin (32) soll in eine Führungsrolle wachsen, zudem kommen mit Dennis Malura (27) von Rot-Weiß Erfurt und Arne Feick (23) von Arminia Bielefeld zwei Spieler für den Flügel.

„BRAVER“ NOVOTA AUF DEM PRÜFSTAND

Bei Rapid wird im morgigen Testspiel Ján Novota (27) getestet. Der Torhüter gilt zwar als unerfahren, absolvierte im Laufe seiner Karriere erst knappe 100 Pflichtspiele, kam weder im Nationalteam noch im Europacup zum Einsatz, präsentierte sich im Trainingslager aber als guter Motivator und solider Schlussmann mit Deutschkenntnissen. Bei Rapid ist man ob seiner bisher im Training gezeigten Leistungen noch nicht hundertprozentig überzeugt, er stelle sich gut an, reiße allerdings auch keine Bäume aus. Andererseits wäre der Slowake günstig zu haben, würde weder die finanziellen Ablöseressourcen noch das Gehaltsgefüge des SK Rapid sprengen. Und dass man im Verein seit geraumer Zeit unzufrieden über Helge Payer ist, ist längst kein Geheimnis mehr.

Daniel Mandl, abseits.at

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen

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