Der 17. Spieltag der österreichischen Bundesliga steht vor der Tür und bringt quasi ein „Derbywochenende“ mit sich. Am Samstag empfängt etwa die kriselnden Salzburger... Faktencheck zur 17. Bundesliga-Runde 2021/22

Der 17. Spieltag der österreichischen Bundesliga steht vor der Tür und bringt quasi ein „Derbywochenende“ mit sich. Am Samstag empfängt etwa die kriselnden Salzburger den TSV Hartberg und Sinnen auf Wiedergutmachung. Am Sonntag geht es dann mit den restlichen Begegnungen weiter, wo natürlich alle Augen auf das große Wiener Derby zwischen Rapid und der Austria gerichtet sein werden.

Red Bull Salzburg – TSV Hartberg

Samstag 17:00, Red Bull-Arena, Schiedsrichter: Dieter Muckenhammer

So richtig rund läuft der Motor des FC Red Bull Salzburg in den letzten Wochen nicht und man findet sich in einer höchst ungewohnten Situation wider, nämlich seit mehreren Spielen sieglos zu sein. Seit drei Spielen wartet man nämlich bereits auf einen vollen Erfolg und insgesamt hat man aus den letzten sechs Partien nur einen mickrigen Sieg geholt. Exemplarisch war dabei die zuletzt erlittene 1:2 Niederlage beim Aufsteiger Austria Klagenfurt, wo man zwar sicherlich bemüht war, aber durch individuelle Fehler sich das Leben selbst schwermachte und offensiv zu wenig kreierte, weshalb man letztlich mit leeren Händen und punktelos die Heimreise antreten musste. Nun kommt allerdings mit dem TSV Hartberg eine Art Lieblingsgegner nach Wals-Siezenheim, wo man zuletzt fünf Siege in Serie feierte und generell noch keine einzige Niederlage gegen die Steirer einstecken musste.

Auf der anderen Seite wartet mit dem TSV Hartberg eine Mannschaft, die in den letzten Wochen eine „Hopp oder Drop“ Mentalität an den Tag legte, was sich in den Ergebnissen widerspiegelte. Nachdem man zunächst zwei Siege in Serie feierte, folgten wieder zwei Niederlagen in Folge, was den Gemütszustand natürlich trübte. Als es dann am vergangenen Spieltag gegen den LASK so schien, als würde man zur Abwechslung mal wieder Unentschieden spielen, schlug Torjäger Tadic in der letzten Sekunde der Nachspielzeit nochmal zu und sicherte somit seiner Mannschaft den Sieg und die drei Punkte. Die waren enorm wichtig, wahrte man doch damit den Anschluss an die Meistergruppe und kann nun etwas entspannter in dieses Spiel hineingehen, wo man als krasser Außenseiter starten wird. Eventuell kann man ja sogar auch die Unsicherheit bei den Bullen ausnutzen und für eine Überraschung sorgen.

– Der FC Red Bull Salzburg ist in der Bundesliga gegen den TSV Hartberg ungeschlagen (8S 1U), so viele BL-Spiele ohne eine einzige Niederlage absolvierten die Salzburger sonst nur gegen den SKN St. Pölten (16) und SV Grödig (12).

– Der FC Red Bull Salzburg erzielte in der Bundesliga in den ersten neun Spielen gegen den TSV Hartberg 35 Tore – Bundesliga-Rekord eines Teams in den ersten neun Duellen.

– Der TSV Hartberg holte 20 Punkte aus den ersten 16 Spielen dieser Saison der Bundesliga, um zwei mehr als zum Vergleichszeitpunkt der Vorsaison.

– Der TSV Hartberg kassierte 24 Gegentore – erstmals so wenige nach 16 Spielen. Der FC Red Bull Salzburg kassierte 11 Gegentore – zuletzt 2010/11 so wenige nach den ersten 16 Spielen einer Saison in der Bundesliga (damals 10).

– Der FC Red Bull Salzburg eroberte 172 Bälle innerhalb 40 Meter vor des Gegners Tor – so viele wie kein anderes Team in dieser Saison in der Bundesliga. 23 Schüsse resultierten aus diesen hohen Balleroberungen – nur beim SK Sturm mehr. Hartberg verwertet jede fünfte dieser Balleroberung in einen Schuss – Bestwert.

Letztes Duell: Hartberg 0:1 Salzburg
Direkter Vergleich seit 74/75: Spiele insgesamt: 9 (8 Siege Salzburg, 1 Remis)
Verletzt/Angeschlagen: Junuzovic, Vallci, Koita, Bernardo, Okoh, Piatkowski, Okafor, Wöber / Klem, Stec, Sturm
Gesperrt: Camara / Rotter
Gefährdet: Ulmer, Wöber / Heil
Nächstes Spiel: Salzburg-WSG / Hartberg-WAC

 

SK Sturm Graz – FC Admira

Samstag 17:00, Merkur-Arena, Schiedsrichter: Julian Weinberger

Die letzten Wochen waren für den SK Sturm Graz sicherlich nicht einfach und man durchlebte eine turbulente Zeit, was man nach den so erfolgreichen letzten Monaten so sicherlich nicht erwartete. Nachdem man zuletzt acht Spiele in Serie nicht gewinnen konnte und auch das Auswärtsspiel bei der Austria mit 1:2 verlor, folgte nun unter der Woche im Nachtragsspiel gegen den SCR Altach der Befreiungsschlag. Die Leistung war zwar nicht wirklich überzeugend und man tat sich gegen den Tabellenletzten schwer, allerdings setzte man sich letztlich dank des Goldtreffers von Sarkaria knapp mit 1:0 durch. Dieser Erfolg sollte dem Selbstvertrauen sicherlich behilflich sein und nun hoffen die Steirer, dass der Knoten damit geplatzt ist. Mit dem Heimspiel gegen die Admira hat man die nächste machbare Aufgabe vor der Brust, um den nächsten Schritt aus der Krise zu machen.

Während in dieser Begegnung die Grazer den Weg aus dem Negativlauf fanden, sucht der FC Admira nach wir vor nach dem Ausgang und ist scheinbar in einem Labyrinth gefangen. Seit mittlerweile sechs Spielen warten die Südstädter nämlich schon auf einen Sieg und festigen damit nach und nach ihre Position in der Abstiegszone. Zwar hatte man auch Erfolgserlebnisse wie das Remis gegen Meister Salzburg, allerdings verlor man zuletzt wieder das Spiel gegen den WAC, wo man sich kurz vor Schluss durch einen dummen Strafstoß um einen Punktegewinn brachte. Nun müssen die Admiraner so schnell wie möglich danach trachten, den Weg aus der Krise zu finden, denn ansonsten rückt das Tabellenende immer näher und man könnte bereits nach diesem Spieltag die Rote Laterne überreicht bekommen.

– Der SK Sturm Graz ist seit 10 Spielen in der Bundesliga gegen den FC Admira ungeschlagen, remisierte allerdings in den letzten beiden dieser 10 Duelle – jeweils auswärts – nachdem die ersten acht dieser Serie allesamt gewonnen wurden.

– Der SK Sturm Graz gewann die letzten sechs Heimspiele in der Bundesliga gegen den FC Admira – wie zuvor nur von 2002 bis 2004. Sturm erzielte in jedem der letzten sechs BL-Heimspiele gegen die Admira mehr als ein Tor – erstmals.

– Der SK Sturm Graz ging in den letzten 14 Heimspielen in der Bundesliga gegen den FC Admira nur dann als Verlierer vom Platz, wenn die Admira mehr als ein Tor erzielte – im März 2013, Oktober 2013, September 2014 und November 2016 – bei den sieben Siegen und drei Remis kassierte Sturm nie mehr als ein Gegentor.

– Der FC Admira erzielte 53% der Tore nach Standardsituationen und damit als einziges Team in dieser Saison der Bundesliga mehr als die Hälfte der Tore nach ruhenden Bällen.

– Der SK Sturm Graz gab 24 Schüsse nach Ballgewinnen innerhalb 40 Metern vor des Gegners Tor ab – so viele wie kein anderes Team in dieser Saison der Bundesliga.

Letztes Duell: Admira 1:1 Sturm
Direkter Vergleich seit 74/75: Spiele insgesamt: 149 (69 Siege Sturm, 36 Remis, 44 Siege Admira)
Verletzt/Angeschlagen: Ingolitsch, Mwepu, Kiteishvili, Trummer, Hierländer / Babuscu, Starkl, Ristanic, Elmkies
Gesperrt: Gazibegovic / Schmiedl
Gefährdet: Yeboah / Vorsager, Datkovic, Mustapha, Malicsek
Nächstes Spiel: Klagenfurt-Sturm / Admira-Rapid

 

WSG Tirol – SK Austria Klagenfurt

Samstag 17:00, Tivoli Stadion, Schiedsrichter: Christian-Petru Ciochirca

Nachdem man eigentlich eine schwierige Saison hinter sich und mit einigen Problemen zu kämpfen hat, gab es für die WSG Tirol zuletzt einiges zu feiern. Aus den vergangenen beiden Spielen holte man nicht nur das Punktemaximum, sondern schoss dabei acht (!) Treffer. Vor allem Juve-Leihstürmer Vrioni schießt sich immer mehr in den Vordergrund und steuerte zweimal in Folge einen Doppelpack bei. Dadurch konnten sich die Tiroler in der Tabelle auch nach oben arbeiten und haben nun plötzlich Tuchfühlung mit der Meistergruppe, obwohl man vor kurzem noch das Tabellenschlusslicht war. Nun hat man das nächste Schlüsselspiel gegen den Tabellenvierten Austria Klagenfurt vor der Brust, wo man mit einem Erfolg nicht nur den dritten Sieg infolge feiern könnte, sondern auch den Sprung in die Meistergruppe.

Auch beim Aufsteiger SK Austria Klagenfurt lief es zuletzt mehr als nur gut und man findet sich nicht umsonst aktuell nicht nur in der Meistergruppe wieder, sondern auch auf dem starken vierten Tabellenplatz. Das liegt vor allem daran, dass man seit fünf Spielen ungeschlagen ist und sich kaum große Ausrutscher leistet. Zuletzt feierte man sogar den Sensationssieg gegen Red Bull Salzburg und dem Team von Trainer-Urgestein Peter Pacult gelang es, als erstes Team in der Liga den Bullen eine Niederlage beizufügen. Mit diesen unerwarteten Punkten zementiert man das eigene Standing in der Tabelle und hat nun gegen einen direkten Konkurrenten die große Chance, sich weiter von der Qualifikationsgruppe abzusetzen und den eigenen Erfolgslauf fortzusetzen.

– Der SK Austria Klagenfurt holte aus den ersten 16 Spielen dieser Saison der Bundesliga 22 Punkte – als Aufsteiger zum Vergleichszeitpunkt zuletzt der TSV Hartberg 2018/19 so viele (ebenfalls 22). Klagenfurt verlor nur vier Mal, zuletzt verlor der Altach 2014/15 nach 16 Saisonspielen als Aufsteiger so selten (4).

– Die WSG Tirol feierte in der Bundesliga vier Siege in den letzten acht Spielen (2U 2N) und damit so viele wie in den vorangegangenen 27 BL-Spielen. Die WSG gewann dabei erstmals seit Jänner 2021 zwei BL-Spiele in Folge. Das sind zugleich so viele Siege wie aus den ersten 14 BL-Spielen in dieser Saison.

– Der SK Austria Klagenfurt erzielte 5,4 Tore mehr als zu erwarten waren (25 Tore/ 19,7 xG) – nur die SV Ried ist in dieser Saison der Bundesliga effizienter (7,1). Klagenfurt kassierte 6,1 Tore weniger als zu erwarten waren (24 Gegentore/ 30,1 xG Against) – nur Altach mit einer größeren Differenz (-6,4).

– Giacomo Vrioni erzielte in den letzten zwei Spielen in der Bundesliga jeweils einen Doppelpack – beide Spiele gewann die WSG. Eines seiner neun BL-Tore erzielte Vrioni im Hinspiel gegen den SK Austria Klagenfurt.

– Peter Pacult (184 BL-Spiele von 1986 bis 1992) und Thomas Silberberger (52 BL-Spiele von 1993 bis 1996) spielten beim FC Wacker Innsbruck. Gegeneinander spielten sie in der Bundesliga drei Mal, Silberberger gewann zwei Spiele mit Innsbruck, Pacult eines mit dem FK Austria Wien.

Letztes Duell: Klagenfurt 2:1 WSG
Direkter Vergleich seit 74/75: Spiele insgesamt: 1 (1 Sieg Klagenfurt)
Verletzt/Angeschlagen: Skrbo, Anselm / Miesenböck, Gkezos, Moreira, Von Haacke, Maciejewski, Hütter, Moser, Quaner
Gesperrt: Niemand / Paul
Gefährdet: Koch, Petsos, Vrioni, Awoudja / Rieder
Nächstes Spiel: Salzburg-WSG / Klagenfurt-Sturm

 

LASK – SV Ried

Sonntag 14:30, Raiffeisen-Arena, Schiedsrichter: Alexander Harkam

Das Oberösterreich-Derby steht also wieder an und bietet auch dieses Mal einiges an Brisanz. Der LASK sinnt sicherlich nach einer Revanche und möchte die im Hinspiel erlittene Niederlage Wiedergutmachen, nachdem man ja trotz eines klaren Chancenplus den Kürzeren zog. Doch seither läuft es bei den Linzern auch weiterhin nicht wirklich rund und zuletzt verspielte man nicht nur eine 3:0 Führung gegen Sturm, sondern fing sich auch noch eine Last-Minute Niederlage gegen den TSV Hartberg ein. Langsam rückt daher die Meistergruppe für die Oberösterreicher auch immer weiter in die Ferne und sind die verbliebenen sechs Spiele quasi schon als „Finalspiele“ zu sehen, da man aktuell dem Tabellenende näher ist, als der Meistergruppe.

In jene Sphären, wo der LASK gerne wäre, befindet sich die SV Ried aktuell, die sich einfach nicht unterkriegen lässt. Obwohl man laut den Expected-Goals Wert klar über den eigenen Verhältnissen spielt, wartet man bei den Innviertlern nach wie vor auf den Einbruch, der allerdings nicht kommt. Nach wie vor hält man den Platz in der Meistergruppe und das Spiel gegen Rapid war zuletzt auch ein perfektes Spiegelbild für die Saison der Oberösterreicher. Obwohl man Chancentechnisch klar unterlegen war und der Expected-Goals eine klare Sprache zugunsten von Rapid sprach, holten die Rieder ein 2:2 Unentschieden und damit einen wichtigen Punkt. Diesen Trend hofft man natürlich fortzusetzen, denn damit würde man der Teilnahme an der Meistergruppe Schritt für Schritt näherkommen.

– Die letzten sieben Sieger in einem Duell in der Bundesliga zwischen dem LASK und der SV Ried blieben stets ohne Gegentor: Ried vier Siege, LASK drei Siege – bei zwei Remis.

– Die SV Ried sammelte in den ersten 16 Spielen dieser Saison der Bundesliga 21 Punkte, um sieben mehr als zum Vergleichszeitpunkt der Vorsaison und so viele wie nach 16 Spielen zuletzt 2013/14 (25).

– Die SV Ried ist seit vier Spielen in der Bundesliga ungeschlagen (2S 2U) – erstmals so lange in dieser Saison. Die Innviertler trafen auch fünf BL-Spiele in Folge – länger innerhalb einer Saison zuletzt 2015/16 (damals 10 Spiele).

– Die SV Ried erzielte 7,1 Tore mehr als zu erwarten waren (22 Tore/ 14,9 xG) – Bestwert in dieser Saison der Bundesliga.

– Der LASK eroberte 144 Bälle innerhalb 40 Meter vor des Gegners Tor – nur der FC Red Bull Salzburg (172) in dieser Saison der Bundesliga mehr.

Letztes Spiel: Ried 1:0 LASK
Bilanz seit 74/75: Spiele insgesamt: 43 (14 Siege LASK, 12 Remis, 17 Siege Ried)
Verletzt/Angeschlagen: Filipovic, Lawal, Raguz / Gragger
Gesperrt: Flecker / Niemand
Gefährdet: Niemand
Nächstes Spiel: Austria-LASK / Ried-Altach

 

Wolfsberger AC – SCR Altach

Sonntag 14:30, Lavanttal-Arena, Schiedsrichter: Stefan Ebner

Nachdem der Wolfsberger AC die imposante Siegesserie mit einem großen Knall zu einem Ende brachte und man gegen den Nachzügler WSG Tirol mit 1:5 verlor, bedeutete dies die erste Niederlage nach einem wochenlangen Erfolgslauf für die Wölfe. Daher war man gespannt, wie die Lavanttaler auf dieses Negativerlebnis reagieren würden und ob dies nur ein Ausrutscher war – oder doch mehr zu bedeuten hatte. Am vergangenen Spieltag reiste man dann zur Admira und lieferte eine souveräne Leistung ab, wo man die Partie lange Zeit kontrollierte und sich spät auch noch mit einem Sieg belohnte. Damit sind die Wölfe wieder auf Kurs und nun hat man im Spiel gegen den Tabellenletzten Altach die große Chance, den nächsten großen Schritt in Richtung Meistergruppen-Qualifikation zu machen.

Der SCR Altach hätte nur zu gerne die Probleme des WAC, denn während die Kärntner kaum einmal verlieren, haben die Vorarlberger einen riesigeren Rucksack mitzuschleppen und erlittenen zuletzt vier Niederlagen in Serie. Dabei verlor man in den letzten Tagen zwei Heimspiele hintereinander, eines gegen die WSG Tirol, wo man in Unterzahl chancenlos war und mit 0:3 klar verlor, und unter der Woche das Nachtragsspiel gegen Sturm, wo man eigentlich auf Augenhöhe mit dem Europa League-Teilnehmer agierte, jedoch in der Offensive zu harmlos agierte, um nach dem 0:1 Rückstand noch einen Punktegewinn einfahren zu können. Damit hängt man weiterhin am Tabellenende fest und werden die kritischen Stimmen lauter, die Trainer Canadi infrage stellen. Klar ist, viel Spielraum hat der Cheftrainer der Vorarlberger nicht mehr und schafft man es nicht, diesen Negativtrend zu beenden, könnte bald ein Trainerwechsel im Ländle anstehen.

– Der WAC blieb gegen den SCR Altach in der Bundesliga in sieben Heimspielen ohne Gegentor – Klubhöchstwert. Altach blieb in sechs Bundesliga-Auswärtsspielen beim WAC ohne Gegentor – ebenfalls Klubhöchstwert.

– Der WAC verlor nur fünf der ersten 16 Spiele in dieser Saison der Bundesliga – nur 2019/20 weniger (4). Weniger Niederlagen kassierten in dieser BL-Saison nur der FK Austria Wien und SK Austria Klagenfurt (je 4) sowie FC Red Bull Salzburg (1).

– Der WAC gewann in der Bundesliga drei Heimspiele in Folge – erstmals seit September 2019. Weiters gewann der WAC vier der ersten acht Bundesliga-Heimspiele – nie mehr.

– Der SCR Altach holte in dieser Saison der Bundesliga acht Punkte aus den ersten sieben Auswärtsspielen – nur 2014 und 2016 mehr (je 10). Die Vorarlberger kassierten sieben Gegentore in den ersten sieben BL-Auswärtsspielen – erstmals so wenige zu diesem Zeitpunkt einer Bundesliga-Saison.

– Der SCR Altach kassierte um 6,4 Gegentore weniger als aufgrund der Chancenqualität der gegnerischen Teams zu erwarten gewesen wäre (xGA = 29,4) – Bestwert in dieser Bundesliga-Saison.

Letztes Spiel: Altach 1:2 WAC
Bilanz seit 74/75: Spiele insgesamt: 23 (8 Siege WAC, 5 Remis, 10 Siege Altach)
Verletzt/Angeschlagen: Novak, Scherzer / Thurnwald, Krizman, Netzer
Gesperrt: Niemand
Gefährdet: Niemand / Strauss
Nächstes Spiel: Hartberg-WAC / Ried-Altach

 

SK Rapid Wien – FK Austria Wien

Sonntag 17:00, Allianz Stadion, Schiedsrichter: Walter Altmann

Das 334. Wiener Derby steht auf dem Programm und dabei treffen zwei Teams aufeinander, die eigentlich auf Augenhöhe agieren und punktegleich in der Tabelle dastehen, das jeweilige Stimmungsbild allerdings vollkommen konträr ist. Der SK Rapid hat vor einigen Wochen die Notbremse gezogen und Langzeit-Trainer Kühbauer entlassen, nachdem man weit unter den Erwartungen blieb. Nun hat man einen Nachfolger gefunden und Ex-WAC Coach Ferdinand Feldhofer wurde am Montag vorgestellt und soll die Hütteldorfer wieder in die Erfolgsspur zurückführen. Eine brisantere Aufgabe zum Debüt kann es zwar nicht geben, aber für Feldhofer bietet sich hier die Chance, bei den Fans viele Pluspunkte zu sammeln und sich mit einem Sieg passend vorzustellen. Damit würde den Hütteldorfern auch eine große Last von den Schultern fallen, denn nach wie vor hat man seit der Eröffnung des Allianz Stadions keinen Sieg über die Austria einfahren können.

Bei der Austria wirkt die Stimmungslage dabei wesentlich entspannter, zumindest wenn es um sportliche Fragen geht. Die eigenen Leistungen haben sich schon seit mehreren Wochen stabilisiert und man entwickelt sich immer mehr in eine schwer zu knackende Mannschaft, welche unangenehm zu bespielen ist. Das zeigen auch die statistischen Werte, denn nicht nur, dass man die zweitwenigsten Niederlagen bislang erlitt (4), man stellt auch die zweitbeste Defensive in der Liga (18 Gegentore) und lässt hier nicht viel zu. Wäre man in der Offensive noch etwas kaltschnäuziger im Verwerten der Torchancen, könnte man noch besser dastehen, doch hier befindet man sich wohl noch in der Entwicklungsphase. Gegen Sturm Graz machte man dies schon besser und mit dem 2:1 Erfolg gegen die Steirer holte man „Big-Points“, womit man den Anschluss an die Meistergruppe wahren konnte. Dadurch kann man etwas entspannter in das Wiener Derby gehen, auch wenn Austria-Trainer Schmid ein aktives Auftreten seiner Mannschaft ankündigte, um den Derbysieg anzuvisieren.

– Der SK Rapid blieb in den vergangenen zwei BL-Saisonen gegen den FK Austria Wien ungeschlagen (1S 3U), so auch im Hinspiel (1U). Zwei ungeschlagene Saisonen in der Bundesliga gegen die Austria in Folge gelangen Rapid zuletzt 1996/97, 1997/98 und 1998/99, damals sogar drei in Folge.

– Der FK Austria Wien gewann am 16. Dezember 2018 das Heimspiel gegen den SK Rapid Wien mit 6:1. Dies war der einzige Heimsieg in den letzten 14 Duellen der beiden Teams in der ADMIRAL Bundesliga. Rapid und Austria trennten sich in den vergangenen vier BL-Spielen remis – wie zuletzt 2002. 

– Der FK Austria Wien ist in der Bundesliga seit sieben Auswärtsspielen beim SK Rapid Wien ungeschlagen (3S 4U) – wie zuletzt von September 2009 bis August 2013. Eine längere derartige Serie gab es für Rapid nur gegen die Wiener Austria (bis 2005) und den FC Red Bull Salzburg (bis 2018) – je acht Heimspiele.

– Der FK Austria Wien sammelte in den ersten 16 Spielen dieser Saison der Bundesliga 20 Punkte, so viele wie zum Vergleichszeitpunkt zuletzt 2018/19 (24). Die Austria kassierte bisher nur vier Niederlagen, so wenige waren es nach 16 Spielen zuletzt 2015/16 (2).

– Die letzten drei Trainer des SK Rapid Wien (inklusive Steffen Hofmann) gewannen jeweils ihr erstes Spiel in der Bundesliga, die letzte Niederlage beim Debüt kassierte Damir Canadi im November 2016 (1:2 gegen Salzburg). Feldhofer ist der erste Rapid-Trainer, der sein Bundesliga-Debüt gegen die Wiener Austria feiert.

Letztes Spiel: Austria 1:1 Rapid
Direkter Vergleich seit 74/75: Spiele insgesamt: 227 (79 Siege Rapid, 68 Remis, 80 Siege Austria)
Verletzt/Angeschlagen: Greiml, Strebinger, Dibon, Schuster, Wimmer / Suttner, Martins, Demaku
Fraglich: Hofmann
Gesperrt: Niemand
Gefährdet: Grüll / Huskovic
Nächstes Spiel: Admira-Rapid / Austria-LASK

Dalibor Babic