Im Zuge des Wiener Derbys haben wir uns die Spieler beider Mannschaften genauer angesehen und bewerten alle Akteure einzeln. Hier ist unsere Spielerbewertung zum... Spielerbewertungen Rapid – Austria: Felipe Pires bester Mann des Spiels

_Stephansdom Wiener Derby

Im Zuge des Wiener Derbys haben wir uns die Spieler beider Mannschaften genauer angesehen und bewerten alle Akteure einzeln. Hier ist unsere Spielerbewertung zum 2:0-Sieg der Austria bei Rapid.

Notenschlüssel:
1 = sehr schwach
10 = sehr stark
0 = zu kurz eingesetzt

SK Rapid

Tobias Knoflach … 5
An den Toren war der Rapid-Keeper schuldlos und zweimal rettete er in höchster Not gegen Larry Kayode. Allerdings zeigte er in der Strafraumbeherrschung die eine oder andere Unsicherheit und wirkte zögerlich.

Mario Pavelic … 3
Der Rechtsverteidiger hatte seine liebe Not mit dem besten Mann auf dem Platz, Felipe Pires. Ließ sich vor dem 0:1 schülerhaft einpacken.

Mario Sonnleitner … 4
Im Stand hatte er Kayode weitgehend im Griff, allerdings zog der Nigerianer ihm auch immer wieder davon. Sonnleitner war im Aufbauspiel keine große Hilfe für seine Mannschaft.

Christopher Dibon … 4
Nicht so solide, wie man es von ihm gewöhnt ist. Beendete mit seinem verlorenen Duell gegen Felipe Pires vor dem 0:2 eine lange Rapid-Fehlerkette.

Thomas Schrammel … 5
Hatte sehr viele Ballaktionen, weil das Spiel nie sauber durch die Mitte aufgebaut wurde. Blieb in den Zweikämpfen relativ souverän, aber nach vorne gelang ihm trotz allem Bemühens nicht viel.

Stefan Schwab … 4
Gewann zwar alle seine Zweikämpfe und Kopfballduelle und konnte teilweise Bälle für Rapid sichern, für das Spiel machte er aber viel zu wenig. Weitgehend unpräzise und zu langsam am Ball. Unnötiger Fehler vor dem 0:2.

Stephan Auer … 6
Die positive Überraschung bei Rapid. Spielte im Rahmen seiner Möglichkeiten eine gute Partie, machte kaum Fehler, sorgte immer wieder mit einfachen Pässen für ein wenig Raumgewinn.

Tamas Szántó … 5
Der junge Ungar machte kaum Fehler, aber zündende Ideen hatte auch er nicht. Allerdings war er mit einem Weitschuss und dem vergebenen Sitzer in der Schlussphase der gefährlichste Rapid-Spieler.

Steffen Hofmann … 5
Der Rapid-Kapitän rieb sich über die volle Spieldauer auf, kämpfte viel, sorgte für ein wenig Struktur im Passspiel der Hütteldorfer. Allerdings wurde auch er nie gefährlich und traute sich unterm Strich – womöglich auch aufgrund der schwindenden Kräfte – zu wenige tödliche Pässe zu, obwohl er die meisten Pässe in der gegnerischen Hälfte spielte.

Thomas Murg … 5
Auch eine 90%ige Passquote ist kein klares Zeichen für eine wirklich gute Partie. Murg blieb viel zu unkonkret, konnte sich zu selten durchsetzen. Zwar gelangen ihm die meisten erfolgreichen Dribblings, aber zu gefährlichen Situationen führte dies kaum.

Joelinton … 4
Der Brasilianer konnte nicht viel dafür, dass er nie gefährlich in Szene gesetzt wurde. Er war allein auf weiter Flur und sah sich immer wieder mit mehreren Gegenspielern konfrontiert. Eine Veränderung in seinem Laufspiel hätte vielleicht Abhilfe geschaffen, aber dafür fehlte die Eigeninitiative.

Maximilian Wöber … 4
Mit seinem etwas unmotivierten Ausflug aus der Viererkette hatte er Mitschuld an der Entstehung des 0:2. Kam nie in Zweikämpfe, lief eher hinterher, traute sich im Aufbauspiel diesmal weniger zu als zuletzt.

Giorgi Kvilitaia … 3
Strahlte zwar phasenweise ein wenig Gefahr aus bzw. stand er in etwas gefährlicheren Zonen als Joelinton, aber zu Abschlüssen kam er in seiner halben Stunde dennoch nicht.

Philipp Malicsek … 0
Stand nur knappe 20 Minuten auf dem Feld, machte aber einiges für das Offensivspiel Rapids und drängt sich derzeit ordentlich für die erste Elf auf.

 

FK Austria Wien

Osman Hadzikic … 7
Insgesamt hatte er nicht viel zu tun. Bei einem Schuss von Tamas Szántó gelang ihm die Parade des Spiels.

Jens Stryger Larsen … 5
Recht abgeklärte Partie. Der Däne gewann die meisten seiner Zweikämpfe und auch wenn er nach vorne nicht viel machte, reichte das am gestrigen Nachmittag gegen schwache Rapidler.

Petar Filipovic … 7
Der Innenverteidiger spielte eine weitgehend destruktive Partie, sorgte aber mit Härte und Konsequenz dafür, dass Rapid vom Tor ferngehalten wurde.

Lukas Rotpuller … 6
Auch Rotpuller beschränkte sich aufs Zerstören bzw. orientierte sich zum Mann. Er hatte etwas mehr Probleme als Filipovic und den einen oder anderen Schnitzer dabei. Unterm Strich erfüllte er aber seinen Part.

Christoph Martschinko … 6
Solide Leistung auf der linken Seite, die auch dazu beitrug, dass Felipe Pires vor ihm seinen Spaß hatte.

Tarkan Serbest … 7
Erfüllte seinen Part als abkippende Sechs gut und zeigte, dass er schon so weit ist, diese Rolle alleine übernehmen zu können. Nicht ganz so präzise wie Holzhauser auf dieser Position, aber absolut in Ordnung.

Raphael Holzhauser … 7
Auch Holzhauser spielte seinen neuen Part gut. Er machte zwar mehr Fehlpässe als sonst, war aber immer eine verlässliche Anspielstation und ließ sich von den Hütteldorfern auch kaum erfolgreich pressen.

Alexander Grünwald … 6
Es war sicher nicht seine beste Leistung, aber im Verbund mit Holzhauser auf einer Art Doppelacht vor dem Sechser Serbest, erfüllte er seine Aufgaben gut und war für die tief stehende Austria auch defensiv wertvoll.

Lucas Venuto … 5
Bis zu seiner verletzungsbedingten Auswechslung war der Brasilianer eher unauffällig, stand aber in Minute 22 da, wo ein Instinktspieler stehen muss. Ansonsten rannte die erste halbe Stunde aber an ihm vorbei. Er wird aufgrund eines Kreuzbandrisses wohl für ein halbes Jahr ausfallen.

Felipe Pires … 8
Der beste Mann auf dem Platz. Hatte seinen Spaß mit Mario Pavelic, packte ihn in der Entstehung des 1:0 sehr schön ein und erzielte das 2:0 selbst. Er ist bisher mit Sicherheit der Gewinner des Frühjahrs in Violett.

Olarenwaju Kayode … 6
Arbeitete viel, bereitete das 1:0 vor, hätte aber zumindest einen Treffer erzielen müssen. Zu ineffizient, aber sehr wichtig für die Mannschaft.

Ismael Tajouri … 5
Da die Austria vor allem die andere Offensivseite bespielte, lief das Spiel weitgehend an ihm vorbei. Schwache Passwerte und wenig präsent.

Kevin Friesenbichler, Marko Kvasina … 0
Jeweils nur ein paar Minuten auf dem Platz.

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen

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