Die zweite Runde der tipp3 Bundesliga powered by T-Mobile steht auf dem Programm und schon jetzt gibt es für einige Klubs kleine „Schnittpartien“. So... tipp3 Bundesliga, 2.Runde: Sturm und Austria planen erste "Dreier" ein

Die zweite Runde der tipp3 Bundesliga powered by T-Mobile steht auf dem Programm und schon jetzt gibt es für einige Klubs kleine „Schnittpartien“. So muss etwa Mattersburg, dem drei schwere Auswärtsspiele bevorstehen im Graz bestehen, um nicht vorzeitig im Tabellenkeller kleben zu bleiben. Die Admira muss erstmals das Spiel machen, Innsbruck kann im Westderby seine starke Erstrundenleistung bestätigen und auch für die Wiener Austria zählt am Sonntag nur ein Sieg!

SK STURM GRAZ – SV MATTERSBURG
UPC-Arena | Samstag, 18.30 Uhr | SR Hameter

Sturm Graz empfängt seinen Lieblingsgegner: Der letzte Liga-Sieg der Mattersburger gegen den amtierenden Meister liegt fast fünf Jahre zurück: Am 9.Dezember 2006 siegten die Burgenländer daheim durch einen Treffer von Thomas Wagner mit 1:0 – danach gab sich Sturm in 17 aufeinanderfolgenden Spielen gegen Lederers Elf keine Blöße. Doch diesmal hat Sturm personelle Probleme: Klem, Bukva, Szabics und Standfest fehlen, Hölzl und Feldhofer sind angeschlagen, die neu verpflichteten Dudic und Bodul werden voraussichtlich vorerst auf der Bank Platz nehmen. Mattersburg muss geringfügig umstellen, nachdem Farkas und Rath beim U20-Nationalteam weilen. An der Spielanlage der Burgenländer wird das allerdings nichts ändern und das Team, das zum Auftakt etwas überraschend zu Hause gegen Wiener Neustadt verlor, wird versuchen über den Kampf ins Spiel zu finden.

Der abseits.at-Tipp: Das Spiel Meister gegen Vorjahresneunter wird nicht so klar ausfallen, wie es die Papierform vermuten lässt. Sturm wird defensiv wieder Fehler machen, aber dennoch einen 2:1-Arbeitssieg einfahren.

SC WIENER NEUSTADT – SK RAPID WIEN
Stadion Wiener Neustadt | Samstag, 18.30 Uhr | SR Eisner

Wiener Neustadt konnte in Mattersburg zwar nicht restlos überzeugen, dafür aber gewinnen. Peter Stöger holt erwartungsgemäß das Maximum aus seiner dünnen Personaldecke heraus und wird auch Mittel und Wege finden, um Rapid ins Wanken zu bringen. Mit Salkic und Poyraz muss Stöger zwei Spieler vorgeben, die allerdings heute keine Stammspieler gewesen wären. Mit einem massiven Fünfermittelfeld, in dem Reiter (der gegen Rapid zumeist gute Partien abliefert) und Madl abräumen sollen, damit Lindner, Wolf und Simkovic Solospitze Friesenbichler einsetzen können, will man die Oberhand gegen ein Rapid-Mittelfeld gewinnen, das sich vorerst noch nicht fand. Rapid wird im Gegensatz zum Admira-Spiel Schimpelsberger (U20-Team) 1:1 durch Sonnleitner ersetzen, wer das Stürmerduo bildet ist noch völlig unklar. Alar und Salihi haben die besten Karten, sofern Peter Schöttel seine Speerspitzen auf den Gegner abstimmen will hat auch René Gartler gute Chancen in die Mannschaft zu rutschen, Trainingsweltmeister Atdhe Nuhiu könnte ebenfalls, wie schon gegen die Admira, starten. Wer in diesem Spiel das Mittelfeld beherrscht, gewinnt!

Der abseits.at-Tipp: Rapid wird nicht frei von Fehlern bleiben – das war in Wiener Neustadt ohnehin selten so. Aber die neu formierte Abwehr der Hütteldorfer ist solider als in der Vorsaison und durch einen späten Lucky Punch gewinnt Rapid das Spiel mit 1:0. Auch wenn die Fans der Grün-Weißen einen Supportboykott ankündigten…

TRENKWALDER ADMIRA – KSV 1919
Trenkwalder Arena | Samstag, 18.30 Uhr | SR Schüttengruber

Die Admira präsentierte sich im Hanappistadion bissig, stand stets nah am Mann, versuchte den Gegner im Spielaufbau zu stören. Das Spiel gegen Gregoritschs Kapfenberger hat jedoch geänderte Vorzeichen, zumal Kühbauers Elf nun das Spiel machen muss. Der Trainer des Aufsteigers kann beinahe aus dem Vollen schöpfen, wird wohl dieselbe Elf aufbieten wie vor einer Woche in Wien-Hütteldorf. Werner Gregoritsch hat größere Personalsorgen, muss etwa Abwehrchef Mavric vorgeben (wobei dieser ohnehin zuletzt eine Gefahr für das eigene Team war). Auf dem Papier spricht einiges für die Admira, die noch dazu im Rahmen des ersten Heimspiels nach dem Aufstieg eine zusätzliche Motivation im Rücken hat. Doch Gregoritsch ließ sich gerade in solchen Partien in der Vergangenheit selten die Schneid abkaufen, wird mit einer laufstarken, topmotivierten Truppe aufwarten und der Admira das Leben schwer machen.

Der abseits.at-Tipp: Die Admira macht das Spiel, scheitert aber gegen solide verteidigende Kapfenberger am letzten Pass. Der KSV 1919 kommt zu Kontergelegenheiten und am Ende steht jedes Team mit einem Treffer da – 1:1.

FC WACKER INNSBRUCK – RED BULL SALZBURG
Tivoli |Sonntag, 16.00 Uhr | SR Grobelnik

Wacker- Innsbruck-Trainer Walter Kogler kann dieselbe Mannschaft aufs Feld schicken, die etwas überraschend in Kapfenberg gewinnen konnte. Doch der Charakter des letztwöchigen Spiels wird sich nicht wiederholen, zumal Salzburg defensiv wie offensiv mehr Klasse besitzt und den Innsbruckern wenig Räume geben wird. Red Bull Salzburg konnte beim schwachen 0:0 gegen Metalurgs Liepaja einige Spieler schonen, bringt gegen Wacker mit Gustafsson, Svento, Leitgeb, Lindgren, Zarate und Alan sechs ausgeruhte Spieler, allesamt von hohem Bundesliganiveau. Die Doppelbelastung ist in Salzburg vorerst kein Thema, der Kader groß genug, auch wenn drei Spieler verletzt ausfallen, drei weitere zur U20-WM nach Kolumbien reisten. Salzburg wird wieder konsequent versuchen, sein gefährliches Flügelspiel aufzuziehen, in der Mitte Alan (der von den Fans im Austrian Soccer Board als Torschützenkönig 2011/12 getippt wird) suchen.

Der abseits.at-Tipp: Innsbruck wird aus Standardsituationen gefährlich sein, Salzburg aus dem Spiel heraus aber wesentlich produktiver. Die Moniz-Elf gewinnt das Westderby auswärts mit 3:1.

FK AUSTRIA WIEN – SV RIED
Generali Arena | Sonntag, 18.30 Uhr | SR Brugger

Die Wiener Austria muss defensiv improvisieren, da Rogulj und Margreitter nicht ganz fit sind, mit Emir Dilaver eine Alternative bei der U20-WM weilt. Möglich, dass Manuel Wallner, seit zwei Jahren im Verein und bisher nur mit einem Ligaeinsatz ausgestattet, ins Team rutscht. Ansonsten ist in Violett alles wie gehabt, das Mittelfeld ist zur Gänze an Bord und auch im Angriff braucht man sich keine Sorgen machen: Roland Linz ist gesetzt, Nacer Barazite und Tomas Jun erzielten gemeinsam alle fünf Treffer gegen Rudar Pljevlja. Bei den Riedern könnte Kapitän Oliver Glasner wieder ins Team rücken, dafür fallen mit Ziegl und Zulj zwei U20-WM-Starter aus. Ried zeigte im ersten Spiel gegen Sturm vor allem in der ersten Halbzeit, dass das Team auf einem guten Level ist, trotz vermeintlichem Qualitätsverlust zur Vorsaison taktisch weiterhin sehr diszipliniert und überlegt agiert. Die Gludovatz-Elf wird auch in Wien-Favoriten zu Chancen kommen und im Gegenzug auch die Offensive der Austria fordern.

Der abseits.at-Tipp: Die Austria wird das Spiel kontrollieren und Ried an den Rand einer Niederlage drängen. Am Ende geht aber nichts rein und so endet das Spiel 0:0.

Daniel Mandl, abseits.at

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen