Die vierte Runde der neuen Bundesliga-Saison steht bevor und hat mit dem Aufeinandertreffen zwischen Sturm Graz und Rapid einen großen Schlager. Das Duell des... tipp3 Bundesliga, 4.Runde: Top-Spiel in Graz und das Sonntagsduell der ersatzgeschwächten Europacup-Fighter

Die vierte Runde der neuen Bundesliga-Saison steht bevor und hat mit dem Aufeinandertreffen zwischen Sturm Graz und Rapid einen großen Schlager. Das Duell des Meisters gegen den Nicht-Europacup-Starter findet unter veränderten Vorzeichen statt: Sturm ist – obwohl man gegen BATE Borisov um den Einzug in die Champions League Gruppenphase spielen darf Letzter, Rapid noch ohne Gegentor Tabellenführer…

SK STURM GRAZ – SK RAPID WIEN
UPC Arena | Samstag, 18:30 Uhr | SR Drachta

Das Lazarett des Meister lichtet sich: Standfest, Feldhofer, Hölzl, Szabics. Sie alle fehlten im Laufe der letzten Wochen mit Verletzungen, können jedoch gegen Rapid wieder spielen. Zudem kann Franco Foda auf seinen neuen Abwehrchef Milan Dudic bauen, der schon für Salzburg immer für Tore oder starke Partien gegen Rapid gut war. Bei Rapid stellt sich vor dem Spiel die Frage nach dem System. Außer Burgstaller sind alle Spieler fit, Kapitän Steffen Hofmann könnte gegen Sturm erstmals in dieser Saison auf einer vertrauten Position vor zwei defensiven Mittelfeldspielern zum Einsatz kommen. Als Preis dafür müsste Peter Schöttel auf einen Stürmer verzichten – derzeit hätte Atdhe Nuhiu als Solospitze die besten Karten, auch wenn etwa Hamdi Salihi zuletzt für das albanische Nationalteam ein Supertor gegen Montenegro erzielte. U20-WM-Starter Michael Schimpelsberger ist wieder mit von der Partie!

Der abseits.at-Tipp: In den letzten Jahren kam Sturm den Hütteldorfern oft sehr gelegen, doch die neue Saison mischt auch die Karten neu. Sturm hat das Spiel sicher als Generalprobe für den Europacup-Fight in Minsk im Hinterkopf, Rapid möchte speziell defensiv gut stehen, wird versuchen wenig zuzulassen. Und weil Sturm im Laufe der Saison schon ein kleiner Remiskönig war, tippen wir im Top-Spiel der Runde auf ein 1:1.

SC WIENER NEUSTADT – FC WACKER INNSBRUCK
Stadion Wr.Neustadt | Samstag, 18:30 Uhr | SR Dintar

Bis auf wenige Ausnahmen, die jedoch ohnehin keine Kandidaten für die Startelf wären, kann Innsbruck-Trainer Walter Kogler aus dem Vollen schöpfen. In Wiener Neustadt wird der FC Wacker mit bewährtem System auflaufen und gegen die weiterhin uneingespielte Wiener Neustädter Elf, die zu allem Überfluss auch noch von Rapids Amateuren aus dem Cup geworfen wurde, offensiv spielen und versuchen die gefährlichen Burgic und Perstaller in Szene zu setzen. Wiener Neustadt kann defensiv nicht allzu viel entgegensetzen: Ramsebner fehlt verletzt, die Innenverteidigung bilden voraussichtlich Kral und Troyansky – durchaus fehleranfällig. Die Hoffnung der Neustädter ist, dass das nominell durchaus starke Mittelfeld zusammenwächst: Madl und Reiter spielen defensiv, offensiv sind Daniel Wolf und Kapitän Simkovic gesetzt. Möglich, dass anstelle des bisher blass gebliebenen Matthias Lindner heute ein anderer spielt.

Der abseits.at-Tipp: Wacker Innsbruck hat die wesentlich homogenere und auch routiniertere Truppe und wird ähnlich wie in der ersten Halbzeit in Kapfenberg das überlegene Team sein. Wir tippen hier auf eine klare Angelegenheit und ein 0:3.

ADMIRA – SV MATTERSBURG
Südstadt | Samstag, 18:30 Uhr | SR Lechner

Didi Kühbauers Admira kommt langsam aber sicher in Fahrt. Jezek ruft wieder seine Leistungen aus der Vorsaison ab und Benjamin Sulimani könnte mit seinem Treffer gegen Wiener Neustadt auch der Knopf aufgegangen sein. Zudem zeigte sich das Team im Cup souverän, gewann bei Vorwärts Steyr mit 6:1. Die Ausrichtung der Admira ist wieder klar, alles läuft auf ein flexibles 4-3-3 hinaus, in dem Sulimani die Speerspitze, Jezek und Ouedraogo die Flügel darstellen. Mattersburgs System ist noch schneller erklärt: 4-5-1 mit dem robusten Patrick Bürger als Solospitze und einem Mittelfeld das versuchen wird, die Admiraner niederzurennen und –kämpfen. Im Cup taten sich die Mattersburger zuletzt gegen die Kapfenberg Amateure schwer und im Gegensatz zu den letzten beiden Auswärtspartien, aus denen man jeweils einen Punkt gegen Sturm und Red Bull Salzburg mitnehmen konnte, wird man in der Südstadt selbst gefordert sein, Fußball zu spielen. Und das könnte für die Mattersburger bei der Admira zum Problem werden.

Der abseits.at-Tipp: Mattersburg zeigt sich aktuell gegen die Top-Klubs hui, gegen die Underdogs – wie etwa den Aufsteiger – pfui. Wir rechnen daher mit einem 2:0-Sieg der Admira.

FK AUSTRIA WIEN – KSV 1919
Generali-Arena | Samstag, 18:30 Uhr | SR Hameter

Personelle Probleme hat Austria-Trainer Karl Daxbacher derzeit keine zu beklagen – gegen Kapfenberg sind voraussichtlich alle Akteure mit an Bord. Daxbacher wird erneut offensiv aufstellen, bringt mit Junuzovic, Jun, Barazite und Linz vier gefährliche Spieler, die von Alex Grünwald und Markus Suttner im Mittelfeld abgesichert werden sollen. Dadurch werden sicher auch Räume für die Kapfenberger entstehen, die bisher noch in jeder Partie in Wien-Favoriten ihre Konterchancen bekamen. Dennoch wird es schwer für Trainerfuchs Gregoritsch Punkte aus dem ehemaligen Horrstadion zu entführen, denn sein Personal hinkt dem der Austria qualitativ deutlich nach. Speziell die Viererkette der Kapfenberger wird große Probleme mit der geballten Angriffspower der Veilchen bekommen.

Der abseits.at-Tipp: Es gibt mindestens einen Foulelfmeter für die Austria, aber auch mindestens einen Treffer für die Kapfenberger. Wir tippen hier auf einen 4:2-Heimsieg der Austria!

SV RIED – RED BULL SALZBURG
Keine-Sorgen-Arena | Sonntag, 16:00 Uhr | SR Harkam

Das Duell zweier Teams, die in der Europa League noch einiges vor haben, in der Liga jedoch vorerst mit gewaltigen Personalproblemen zu kämpfen haben: Bei Ried fehlt Kapitän Oliver Glasner nach seiner Gehirnblutung, dazu Nacho Casanova, Basala-Mazana, möglicherweise auch die U20-Heimkehrer Ziegl und Zulj. Salzburg erwischte es noch eine Spur härter: Offenbacher, Zarate, Pasanen, Sekagya, Mendes da Silva, Douglas, Schiemer, möglicherweise sogar Alan – und die U20-Starter Teigl und Meilinger sind ebenfalls noch nicht hundertprozentig ins Team integriert. Zwar kann Salzburg dennoch eine schlagkräftige Truppe auf die Beine stellen, doch die Bank ist dünn besetzt. Trotz allem ist mit einer temporeichen, hart umkämpften Partie zu rechnen, in der die Rieder ihrer Heimstärke wieder alle Ehre machen wollen, auch wenn die Dreierabwehrkette mit Riegler, Reifeltshammer und Karner eine eher unroutinierte ist, die Außenpositionen in Rückwärtsbewegung mit Hinum und Hadzic durchaus offensiv besetzt sind, was gerade gegen Salzburg Kompaktheit vermissen lassen könnte.

Der abseits.at-Tipp: Eine Halbzeit gehört Ried, eine Halbzeit gehört Salzburg – die beiden Europacupstarter trennen sich nach einer teilweise ruppigen Partie mit 1:1.

Daniel Mandl, abseits.at

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen

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