Das gestrige Wiener Derby endete mit einem 6:1-Kantersieg für die Veilchen. Vor dieser Partie rechneten die meisten Medien, Fans und auch die Buchmacher von... Überraschung des Spieltags (18): Ein Kantersieg im Wiener Derby

Das gestrige Wiener Derby endete mit einem 6:1-Kantersieg für die Veilchen. Vor dieser Partie rechneten die meisten Medien, Fans und auch die Buchmacher von tipp3 mit einem knappen Spiel, in dem keine der beiden Mannschaften die Favoritenrolle für sich beanspruchen kann. Bis zur 33. Minute sahen die Zuschauer auch eine ausgeglichene Partie, doch das Spiel sollte mit einer Szene komplett kippen.

Bis zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich in der 29. Minute durch Marvin Potzmann hatten sogar die Gäste aus Hütteldorf in spielerischer Hinsicht die Nase vorne. In der 33. Minute wurde jedoch Dejan Ljubicic ausgeschlossen, nachdem er Austria-Stürmer Bright Edomwonyi zu Fall brachte und Schiedsrichter Lechner auf Torraub entschied. Danach ging es Schlag auf Schlag und Rapid verlor komplett die Ordnung.

Den darauffolgenden Freistoß wehrte Richard Strebinger suboptimal ab, sodass Jeggo mit dem Nachschuss keine Mühe hatte. Nur zwei Minuten später nutzte Christoph Monschein mit einem Sololauf die fehlende Ordnung in der Rapid-Hintermannschaft aus und erhöhte den Spielstand auf 3:1. In der 42. Minute legte Rechtsverteidiger Florian Klein noch einen drauf und traf mit einem sehenswerten Schuss zum 4:1, dem Spielstand mit dem beide Teams in die Pause gingen. In den zweiten 45 Minuten fielen noch zwei weitere Treffer für die Heimmannschaft. Zuerst bugsierte der unglücklich agierende Barac den Ball ins eigene Tor, den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Alon Turgemann, als er in der 78. Minute den sechsten und letzten Treffer seines Teams erzielte.

Eines offenbarte sich in dieser Partie deutlich. Man sah, dass die Rapid-Mannschaft zwar prinzipiell durchaus Qualität besitzt, was sie ja auch in der Europa League einige Male unter Beweis stellt, denn bis zum Ausschluss waren die Gäste das bessere Team. Sobald aber etwas Unvorhergesehenes passiert, sind die Rapid-Akteure nicht in der Lage sich auf die Gegebenheiten einzustellen. Unmittelbar nach dem Ausschluss spielte man der Austria mit ungestümen Angriffen und dummen Ballverlusten in die Karten und nahm sich so selbst jede Chance, die Partie in der zweiten Halbzeit zu drehen. Kühbauer kann man in dieser Phase nur wenige Vorwürfe machen, denn die Treffer zwischen dem 2:1 und 4:1 fielen so knapp hintereinander, dass man als Trainer nur schwer reagieren kann. In Situationen wie diesen ist schon auch die Mannschaft gefordert, dass sie die Struktur und Ruhe behält.

Trainer Kühbauer kündigte in der Winterpause personelle Änderungen im Kader des SK Rapid an. Der Rückstand auf das obere Playoff beträgt vier Runden vor Ende des Grunddurchgangs nun schon sechs Punkte. Bevor es 2019 mit der Meisterschaft weitergeht wartet am 16. Februar das Cup-Spiel gegen Hartberg. Der SK Rapid ist zumindest in diesem Spiel für unseren Kooperationspartner der klare Favorit! Für einen Sieg der Hütteldorfer bekommt ihr das 1,6-fache des Einsatzes, während ein Erfolg der Hartberger das 4,10-fache auszahlen würde.

Stefan Karger