Wir wollten wissen wie die irischen Medien das gestrige Länderspiel gegen Österreich einschätzten und haben für euch deshalb die interessantesten Meldungen zusammengefasst. Während Irlands... Pressespiegel: Irlands Medien erfrischend objektiv

_Internationale Presse, ZeitungenWir wollten wissen wie die irischen Medien das gestrige Länderspiel gegen Österreich einschätzten und haben für euch deshalb die interessantesten Meldungen zusammengefasst. Während Irlands Trainer Martin O´Neill und einige irische Nationalspieler die Schuld beim spanischen Schiedsrichter suchen, findet man in der Medienlandschaft Irlands eine sehr ausgewogene und unparteiische Berichtserstattung.

Inedependent: „Es war ein seltsamer Abend in Dublin, der damit endete dass das irische Fanlager sich betrogen fühlte, nachdem ein Tor in der hektischen Schlussphase aberkannt wurde. Aber es wäre auch ungerecht gewesen hätte die Mannschaft drei Punkte nach dieser Leistung mitgenommen, da über weiter Strecken die Qualitäten fehlten, die man benötigt um Spiele zu gewinnen.“

The Irish Times: „In den Zeitlupen kann man sehen, dass Duffys linker Arm zuerst Kontakt mit Stefan Lainer hatte, bevor einer der beiden Spieler den Ball berührte. Der Ball sprang dann auf Duffys Schulter, als Lainer schon längst ins Tor katapultiert wurde. Wir wissen dass in Großbritannien dieser Treffer gegeben worden wäre. Vor ein paar Monaten sprang Chelseas Marsos Alonso in ähnlicher Art und Weise auf Arsenals Hector Bellerin und das Tor wurde anerkannt. Bellerin musste benommen ausgewechselt werden, Wenger beschwerte sich zurecht. Der Fußball in Großbritannien kümmerte sich nie viel um gefährliches Spiel. Dass ist der Grund warum auch Cyrus Christie und nicht Seamus Coleman gestern rechts hinten agierte. Wir waren alle wütend, als wir die Attacke von Neil Taylor an Coleman sahen, aber wir sollten uns nicht über ein gefährliches Spiel aufregen, wenn wir später solche Aktionen unseren Spielern durchgehen lassen wollen.

Egal ob es ein berechtigter Foulpfiff war – man konnte die Frustration des Nationalteams verstehen. In den letzten 10 Minuten der Partie sah man die gesamte Intensität, die man in den 80 Minuten davor so vermisste. Irland hat nicht gut gespielt, aber als Österreich nervös wurde, sich zurückzog und den Iren das Spiel überließ, zeigten sich die Hausherren von einer eindrucksvollen Seite. Wäre das Spiel noch einige Minuten länger gelaufen, dass hätten sie es wohl für sich entschieden.“

Herald: „Martin O´Neill fand in der Vergangenheit Wege um wichtige Spiele zu gewinnen, aber diesmal hätte er fast einen Weg gefunden eines zu verlieren. Jon Walters erzielte mit einem Kraftakt den Ausgleich nachdem Hinteregger seine Mannschaft in Führung brachte. Aber jeder spürte, dass die schwache Aufstellung von O´Neill zwei Punkte kostete. Wes Hoolahan musste nämlich zu Beginn auf der Ersatzbank Platz nehmen. Es ist ein Mysterium, dass der Trainer in Hoolahan nicht das sieht, was alle anderen sehen und er nicht in seinen besten Spielmacher vertraut. Eine große Chance wurde damit vergeben die Gruppe D zu dominieren. Es hätte aber auch schlimmer kommen können. Das war ein Spiel in dem nämlich jeder Ausgang möglich gewesen wäre. Man hätte nur wenig Grund gehabt sich zu beschweren wenn Österreich gewonnen hätte, ebenso wäre auch ein Irland-Sieg nicht unverdient gewesen.“

www.the42.ie: „Irland war mit dem spanischen Schiedsrichter David Fernandez Borbalan nach dem 1:1-Unentschieden nicht glücklich. Martin O´Neill fühlte sich um einen nicht gegebenen Treffer und Strafstoß betrogen, während James McClean davon sprach gegen einen 12. Mann gespielt zu haben. Aber das ist unfair gegenüber den Offiziellen. Was den nicht gegebenen Elfmeter betrifft spielte Dragovic eindeutig zuerst den Ball, während die Aktion um den aberkannten Treffer sicher zumindest grenzwertig war, da Duffy mit dem Arm zuerst in den Gegenspieler ging. Andere Schiedsrichter hätten sogar den Ausgleichstreffer aberkannt, da sich Jon Walters mit einem Rempler seinem Gegenspieler entledigte. Während der Teamchef die Leistung des Unparteiischen immerhin nur als „sehr schwach“ bezeichnete, kann sich McClean mit seinem Kommentar in riskante Gewässer der UEFA verstricken. Der West-Brom-Flügelspieler ist dafür bekannt, dass er das sagt was er fühlt, was auch öfters erfrischend sein kann. In diesem Fall schadet er sich mit dieser Aussage höchstens selber.“

Stefan Karger, abseits.at

Stefan Karger

Keine Kommentare bisher.

Sei der/die Erste mit einem Kommentar.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.