Am zweiten Spieltag der UEFA Champions League Gruppenphase gehen zahlreiche spannende und interessante Partien über die Bühne. Nachfolgend ein Ausblick auf zwei Duelle, in... Rückkehr zu den Wurzeln: Mourinhos Chelsea trifft auf Sporting Lissabon

Jose Mourinho (Real Madrid)Am zweiten Spieltag der UEFA Champions League Gruppenphase gehen zahlreiche spannende und interessante Partien über die Bühne. Nachfolgend ein Ausblick auf zwei Duelle, in denen die Favoritenrolle jeweils klar verteilt scheint.

Sporting CP vs. Chelsea London

Bisherige Duelle: –

So rosig es bislang für die „Blues“ in der Barclays Premier League auch laufen mag, den Auftakt in die Gruppenphase hätte sich die Mourinho-Elf garantiert anders vorgestellt. An der heimischen Stamford Bridge kam man gegen das allerletzte Schalker Aufgebot, das wacker kämpfte und letztlich belohnt wurde, nicht über ein Remis hinaus. Deshalb gilt es nun, die sensationelle Form aus der Liga, abgesehen vom, durch Lampards Stich ins Herz erlittene, 1:1 gegen City sind die Londoner noch ohne Punktverlust, auch in der Königsklasse auf den Platz zu bringen. Bei diesem Unterfangen nicht unterstützend mitwirken können Altstar Didier Drogba, bei dem eine Knöchelverletzung wieder akut wurde und der Brasilianer Ramires, dessen Einsatz eine Adduktorenverletzung verhindert.

Mit von der Partie wird hingegen der zuletzt angeschlagene Top-Torjäger Diego Costa sein. Der Spanier erzielte in sechs Ligapartien herausragende acht Treffer. Für Mourinho stellt das Kräftemessen mit Sporting eine Rückkehr zu seinen Wurzeln dar: Der Portugiese startete seine imposante Trainerkarriere als Co-Trainer bei den Lissabonern.

Der heutige Gegner sah bei seiner Rückkehr auf die große Bühne schon wie der sichere Sieger aus, ehe sich Rui Patricio in letzter Minute doch noch geschlagen geben musste. United-Leihgabe Nani hatte die Grün-Weißen in Maribor in Front gebracht, in der Folge gelang es nicht, den Sack endgültig zuzumachen. Die Endstation hieß bei allen Versuchen Handanovic, der Torhüter stellte seine Klasse mehrfach unter Beweis.

In der Liga konnte Sporting zwar zuletzt gegen Porto reüssieren, das Unentschieden hilft aber in der Tabelle, in der der Klub nur auf Position sieben rangiert, nicht wirklich weiter.

Ein Achtungserfolg gegen Chelsea in einem Spiel, in dem Sporting nichts zu verlieren hat, könnte auch national als Initialzündung dienen. Mit diesen Schwung wäre es den Lissabonern vielleicht möglich, einen Lauf zu starten und Boden auf Spitzenreiter und Stadtrivale Benfica gutzumachen.

BATE Borisov vs. Athletic Bilbao

Die Hausherren hatten zum Auftakt der Gruppenphase gleich schwere Kost zu verdauen: mit einer deftigen 0:6-Klatsche im Gepäck schickte der FC Porto die Weißrussen nach Hause. Nun wartet sogleich die nächste schwere Aufgabe auf den weißrussischen Rekordchampion.

Die angeschlagenen Basken wollen beweisen, dass sie das Siegen nicht verlernt haben. Die sieglose Zeit dauert für das Team von Ernesto Valverde, inklusive Champions-League-Auftakt, schon fünf Begegnungen an. In der Primera Division verbucht der Vorjahresvierte erst vier Zähler. Lediglich gegen den kriselnden Ivanschitz-Klub Levante und Aufsteiger Eibar reichte es zu Punkten. Neben der zu erwartenden Niederlage gegen Barcelona erlitt Bilbao auch gegen Malaga, Granada und Rayo Vallecano Schiffbruch. In Anbetracht dieser Umstände ist das Heimremis gegen Shakhtar Donezk absolut als Erfolg zu werten.

So trifft es sich für das kriselnde Athletic ganz gut, dass auch beim heutigen Herausforderer der Wurm drin ist. BATE Borisov teilte in seinen letzten drei Ligaspielen immer mit dem Kontrahenten die Punkte – das Debakel auf internationaler Bühne hinterließ sichtlich Spuren.

Der weißrussische Serienmeister wird natürlich auf Rehabilitation aus sein und alles daran setzen, ein neuerliches Desaster zu verhindern. Ob dieses Unterfangen von Erfolg gekrönt sein wird, darf bezweifelt werden. Zu eklatant ist der Qualitätsunterschied zwischen den beiden Kadern, so schwach, wie sich BATE gegen Porto präsentierte, würde es stark verwundern, sollte gegen Muniain, Aduriz, Rico und Kollegen etwas zu holen sein.

Valverdes Team wird die Gelegenheit nutzen, sich den, ob des völlig verpatzten Saisonstarts, sicherlich angestauten Frust von der Seele zu schießen. Wenngleich die „Los Leones“ noch nicht in Fahrt sein mögen, so ist die Qualität in ihren Reihen dennoch mehr als nur beachtlich – das wird Borisov zu spüren bekommen.

David Kühhas

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