Mit etwas Mühe, aber doch, lösten Österreichs Vertreter die Aufgaben in der zweiten Runde der Europacup-Qualifikation. Nun warten ungleich schwierigere Gegner, Erfolge sind aber... Update zur UEFA-Fünfjahreswertung: Griechenland überholt, der Schweiz auf den Fersen

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Mit etwas Mühe, aber doch, lösten Österreichs Vertreter die Aufgaben in der zweiten Runde der Europacup-Qualifikation. Nun warten ungleich schwierigere Gegner, Erfolge sind aber notwendig, um Platz 15 in der UEFA-Fünfjahreswertung zu behaupten. Abseits.at liefert den aktuellen Überblick.

  1. Tschechien – 25,075

Als bislang einziger tschechischer Vertreter war Mlada Boleslav im Einsatz, das sich gegen die Shamrock Rovers aus Irland keine Blöße gab und beide Spiele gewann.

Nächste Runde:

CLQ3: Slavia Prag – BATE Borisow (BLR)

CLQ3: Viktoria Plzeň – Steaua Bukarest (ROM)

ELQ3: Mladá Boleslav – Skenderbeu (ALB)

ELQ3: Sparta Prag – Roter Stern Belgrad (SRB)

Späterer Einstieg:

Zlín (ELGS)

  1. Schweiz – 24,700

Die Schweiz ist bereits um einen Verein ärmer: Luzern, das zuletzt 1992 ein Europacup-Duell gewann, zog gegen Osijek den Kürzeren.

Nächste Runde:

CLQ3: Young Boys Bern – Dynamo Kiew (UKR)

ELQ3: Sion – Suduva (LIT)

Späterer Einstieg:

Basel (CLGS), Lugano (ELGS)

Ausgeschieden:

Luzern (ELQ3)

  1. Österreich – 24,600

Salzburg löste die Pflichtaufgabe gegen Hibernians souverän und gewann beide Spiele gegen den maltesischen Meister mit 3:0. Sturm Graz und Altach hatten in den Hinspielen gegen Mladost Podgorica beziehungsweise Dinamo Brest hingegen zu kämpfen, schafften mit deutlichen Auswärtssiegen den Aufstieg dann jedoch souverän.

Nächste Runde:

CLQ3: Salzburg – Rijeka (CRO)

ELQ3: Austria Wien – AEL Limassol (CYP)

ELQ3: Sturm Graz – Fenerbahçe (TUR)

ELQ3: Altach – Gent (BEL)

  1. Griechenland – 23,900

Panionios Athen gab sich keine Blöße und setzte sich in beiden Spielen gegen den slowenischen Vertreter Gorica durch. Weitere griechische Vereine waren noch nicht im Einsatz.

Nächste Runde:

CLQ3: Olympiakos Piräus – Partizan Belgrad (SRB)

CLQ3: AEK Athen – CSKA Mokau (RUS)

ELQ3: Panathinaikos – Qabala (AZE)

ELQ3: PAOK Saloniki – Olimpik Donezk (UKR)

ELQ3: Panionios – Maccabi Tel-Aviv (ISR)

  1. Dänemark – 23,200

Dänemark spielt bislang eine hervorragende Saison und konnte bereits Kroatien überholen. Der FC Kopenhagen brauchte jedoch viel Glück, um sich knapp gegen Zilina durchzusetzen. Weniger Mühe hatten Brøndby, Midtjylland und Lyngby gegen Vaasa, Ferencváros respektive Slovan Bratislava.

Nächste Runde:                                              

CLQ3: Kopenhagen – Vardar Skopje (MCD)

ELQ3: Lyngby – Krasnodar (RUS)

ELQ3: Midtjylland – Arka Gdynia (POL)

ELQ3: Brøndby – Hajduk Split (CRO)

  1. Kroatien – 22,625

Kroatiens Meister Rijeka feierte zwei souveräne Siege gegen The New Saints aus Wales, während sich Osijek in der Europa League gegen den FC Luzern behauptete.

Nächste Runde:                                              

CLQ3: Rijeka – Salzburg (AUT)

ELQ3: Dinamo Zagreb – Odds BK (NOR)

ELQ3: Hajduk Split – Brøndby (DEN)

ELQ3: Osijek – PSV Eindhoven (NED)

Aktuelle UEFA-Fünfjahres-Wertung (Punktgewinne seit Saisonbeginn inklusive Bonuspunkten in Klammern)

  1. Niederlande (5/5): 27,949 (1,100)
  2. Tschechien (5/5): 25,075 (0,400)
  3. Schweiz (4/5): 24,700 (1,000)
  4. Österreich (4/4): 24,600 (1,500)
  5. Griechenland (5/5): 23,900 (0,400)
  6. Dänemark (4/4): 23,200 (2,500)
  7. Kroatien (4/4): 22,625 (1,750)
  8. Polen (3/4): 19,125 (1,875)
  9. Israel (3/4): 18,625 (2,500)
  10. Rumänien (5/5): 17,850 (0,300)

Fazit der aktuellen Runde

Nach den Hinspielen sah es nicht unbedingt danach aus, doch kein österreichischer Verein musste bislang die Segel streichen. Dadurch verbesserte sich die Bundesliga auf den 14. Platz der UEFA-Fünfjahreswertung, vor Griechenland und nur ganz knapp hinter der Schweiz.

Doch die Abstände im Kampf um den so wichtigen 15. Rang, der fünf internationale Startplätze bedeutet, sind ausgesprochen knapp, praktisch jedes Ergebnis kann die Reihenfolge ändern, zumal Dänemark und Kroatien von hinten Druck machen. Vor allem die Dänen spielen eine starke Saison, weshalb im Duell zwischen Hajduk und Brøndby aus österreichischer Sicht eher für den Verein aus Split die Daumen zu halten sind.

Ein Schlüsselduell scheint Salzburg gegen Rijeka zu sein. Kommt Salzburg weiter, sind die Mozartstädter fix zumindest in der Gruppenphase der Europa League, während die Kroaten im Playoff zu selbiger ungesetzt wären. Setzt sich hingegen Rijeka durch, macht Kroatien nicht nur im direkten Vergleich Punkte gut, sondern hat auch weiterhin die Chance auf Bonuspunkte für das Erreichen der Champions League.

Insofern gilt es den Blick eher nach hinten als nach vorne zu richten, obwohl die Schweiz nur noch einen Zehntelpunkt Vorsprung hat – so knapp war Österreich an den Eidgenossen schon lange nicht mehr dran. Für eine gute Saison müssen wohl Salzburg und die Austria den Sprung in eine Gruppenphase schaffen, was angesichts der Setzungen auch realistisch sein sollte. Sturm und Altach brauchen hingegen viel Glück – nicht nur in der dritten Runde gegen Fenerbahçe und Gent.

Eine kleine Unbekannte ist Griechenland, das durchaus eine knifflige Auslosung erwischte und zudem über den höheren Divisor als Österreich verfügt. Womöglich bleiben am Ende im Kampf um Platz 15 die Hellenen auf der Strecke, die bereits wesentlich rosigere Zeiten sahen – nicht zuletzt bedingt durch den wirtschaftlichen Niedergang der letzten Jahre. Zuletzt lag Österreich 1995 vor den Griechen, damals auf Platz elf, ehe sich die Wege trennten, die sich nun wieder zu kreuzen scheinen.

OoK_PS, abseits.at

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