Die 16. Runde ist vorüber und die Winterpause nähert sich mit Sieben-Meilen-Stiefeln. Zwei Spieltage sind noch ausständig, ehe sich die Zweitligakicker eine einmonatige Wettbewerbspause... 2. Deutsche Liga: Dovedan mit Doppelpack gegen Duisburg

Die 16. Runde ist vorüber und die Winterpause nähert sich mit Sieben-Meilen-Stiefeln. Zwei Spieltage sind noch ausständig, ehe sich die Zweitligakicker eine einmonatige Wettbewerbspause gönnen. Die Tabellenkonstellation bleibt nach wie vor unverändert, die Kellerkinder schaffen es einfach nicht, sich zu lösen, und die die Aufstiegsränge sind seit Wochen ident. Aus heimischer Sicht kann man den vergangenen Spieltag als durchwegs erfolgreich bezeichnen, denn es gab ganze vier Legionärs-Tore zu sehen. Aber auch eine Gelb-Rote-Karte, Verletzungen und Nichtberücksichtigungen gab es zu ertragen, dennoch bleibt ein positiver Gesamteindruck bestehen.

Louis Schaub, 1. FC Köln
Aufgrund einer Adduktoren-Verletzung fehlte der Wirbelwind seiner Mannschaft, die aber dennoch in Regensburg siegreich blieb.

Christopher Trimmel, Union Berlin
Der Berliner Dauerbrenner lieferte einmal mehr eine konstante Leistung auf der rechten Abwehrseite ab und bleibt mit seiner Mannschaft weiterhin ungeschlagen in dieser Saison. Obwohl er in einigen Zweikämpfen nur zweiter Sieger blieb, hatten die Gegner aus Magdeburg nur wenig Zugriff über seine Seite. Offensiv wurde er anhand zweier Torschüsse aktiv, welche aber nicht den Weg ins Tor fanden.

Robert Zulj, Union Berlin
In der ersten Hälfte hatte er die größte Tormöglichkeit, seine Doppelchance ließ er aber liegen. Insgesamt zeigte er sich sehr engagiert und lauffreudig, versuchte immer wieder Wege für seine Mitspieler zu schaffen und spielte einige gute Bälle in die Breite und in die Spitze. Außerdem verzeichnete er mehrere direkte und indirekte Abschlussaktionen und war mehrmals nur per Foul zu stoppen. Im starken Berliner Kollektiv steht Zulj seinen Kontrahenten um ein „Stammleiberl“ um nichts nach und wird nach dieser Leistung wohl noch häufiger in der ersten Elf zu finden sein.

Christoph Schösswendter, Union Berlin
Schösswendter stand erneut nicht im Kader.

Konstantin Kerschbaumer, FC Ingolstadt
Unter Neo-Trainer Keller fand Kerschbaumer sofort wieder den Weg zurück in die Startelf und dankte dies seinem Coach beinahe mit einem Tor – sein Versuch in Hälfte Zwei konnte vom Darmstädter Torhüter jedoch pariert werden. Der Kilometer-Fresser rieb sich im Mittelfeld auf, ging in jedes Duell mit voller Stärke und präsentierte sich sehr passsicher. Auch wenn ihm nicht alles gelang, zeigte er deutlich, dass er aus der ersten Elf nicht wegzudenken ist und ein wichtiger Faktor in der Mannschaft der Schanzer ist.

Thorsten Röcher, FC Ingolstadt
Der Auswärtspunkt in Darmstadt ist wohl das einzig Positive, das Röcher auf der Heimreise im Gepäck hat. Obwohl es für ihn verheißungsvoll begann, da er mal wieder in der Startelf stand, präsentierte er sich auf keinem sonderlich hohen Niveau und hatte Probleme mit der starken Hintermannschaft der Lilien. Ihm gelang recht wenig, nur eine Torschussvorlage sprang heraus. Zu allem Überfluss wurde er Mitte der zweiten Hälfte mit Gelb-Rot des Platzes verwiesen und fehlt seinem Team somit am letzten Spieltag der Hinrunde.

Marco Knaller, FC Ingolstadt
Neuer Trainer, altes Bild. Wie schon in der Vorwoche stand Knaller nicht im Kader, Buntic und Heerwagen sind aktuell vor ihm.

Mathias Honsak, Holstein Kiel
Aufgrund einer kurzfristigen Verletzung von Serra rutschte Honsak in die Startelf, agierte dort im Sturmzentrum und traf prompt in Hälfte Eins zum 2:0-Endstand in Dresden. Bei seinem 75-minütigen Einsatz zeigte er eine richtig starke Performance. Er leistete sich kaum Fehlpässe, agierte sehr robust im Zweikampf, hatte einige Abschlussaktionen und war ein äußerst belebendes Element im Kieler Offensivspiel. Aufgrund seiner Schnelligkeit und seinen guten Wegen in die Breite blieb er für die Dresdner Hintermannschaft die meiste Zeit unberechenbar und war somit einer der besten Spieler seines Teams.

Lukas Gugganig, Greuther Fürth
Wie schon in der Vorwoche saß Gugganig nur auf der Bank. Von dort aus musste er die bitter 0:5-Heimniederlage gegen Aue mitansehen. Aufgrund der katastrophalen Defensivleistung der Fürther wäre es gut möglich, dass er nächste Woche wieder zu einem Startelfeinsatz kommt, da er der Hintermannschaft meist Stabilität verleihen konnte in seinen bisherigen Einsätzen.

Nikola Dovedan, FC Heidenheim
Der heimische Zauberer im Dress der Heidenheimer stellte einmal mehr sein Talent unter Beweis und erledigte die Zebras mit zwei Traumtoren beinahe im Alleingang. Beim 4:1-Heimsieg ließ er die Duisburger Hintermannschaft geschlossen kalt aussehen und schloss sehenswert ins rechte Kreuzeck ab. Für den Endstand hatte er die andere Seite vorgesehen, denn nach einem Pass in den Rücken der Abwehr traf er vom 16er unhaltbar ins linke Kreuzeck. Neben seinen Toren bestach er mit seiner Dribbelstärke, seiner Übersicht und seinem Tempo. Dovedan ist somit auf dem besten Weg einer der gefährlichsten Offensivspieler in Liga Zwei zu werden und daher dürften bereits im Winter einige namhafte Verein sich um ihn erkundigen.

Patrick Möschl, Dynamo Dresden
Weiterhin verletzungsbedingt fehlt Möschl seinen Dresdnern.

Sascha Horvath, Dynamo Dresden
Immerhin in den Kader schaffte es der junge Horvath, der aber ohne Einsatzzeit blieb.

Christian Gartner, MSV Duisburg
Der Mittelfeldspieler der Meidericher fällt mit einem Kreuzbandriss bis zur Frühjahressaison aus.

Dominic Wydra, Erzgebirge Aue
Wie für Gugganig im Dress der Fürther blieb auch für Wydra im violetten Dress nur der Platz auf der Bank. Ob des überzeugenden Auswärtssieges seines Teams dürften wohl keine Änderungen in der Startelf von Nöten sein und Wydra darf es sich weiterhin auf der Bank bequem machen.

Stefan Kulovits, SV Sandhausen
Nach langer Durststrecke stand Kulovits endlich mal wieder in der ersten Elf und zeigte dabei eine gute Vorstellung im defensiven Mittelfeld. Obwohl er laut Statistik eine Zweikampfquote von 0% aufweist, operierte er im Mittelfeld sehr gekonnt, fing einige Bälle ab und ließ mit mehreren Foulspielen kein schnelles Umschalten der Arminen zu. Das Unentschieden in Bielefeld zeigt ebenso, dass die Mannschaft mit Kulovits gefestigter wirkt und der Kapitän mit seiner Präsenz sehr wichtig für das Team ist.

Manuel Prietl, Arminia Bielefeld
„Jeff bleibt Chef“ skandierte der Bielefelder Anhang noch vor der Partie, aber den Verantwortlichen reichte das 1:1-Unentschieden nicht und so ist seit Montagabend Uwe Neuhaus der neue starke Mann beim Team von Prietl. Der Österreicher spielte nach seiner starken Vorstellung in der Vorwoche erneut in der Innenverteidigung und machte dort wiederrum eine gute Figur. Er zeigte sich im Spielaufbau äußerst sicher, hatte aber mit den schnellen Stürmern der Sandhäuser immer wieder Probleme, da sich diese gut in die Tiefe bewegten. Offensiv erzielte er nach einem Eckball beinahe den Ausgleich, sein Kopfball wurde vom Goalie gerade noch so von der Linie gekratzt. Welche Rolle ihm unter dem neuen Trainer zu Teil wird ist noch offen, wobei er in den letzten Woche gezeigt hat, dass er in den defensiven Positionen überall gut aufgehoben ist.

Lukas Hinterseer, VfL Bochum
Bei der doch bitteren 1:3-Heimniederlage gegen St. Pauli gelang Hinterseer nach einem satten Seitfallzieher der zwischenzeitliche Ausgleich für den VfL. Der heimische Stürmer zeigte eine gute Partie, bei der er sich einige Torchancen erarbeitete, an gefühlt jeder gefährlichen Aktion seine Beine im Spiel hatte und die Pauli-Abwehr beschäftigte. Nach der Hereinnahme eines zweiten echten Stürmers ließ er sich etwas fallen und verteilte die Bälle geschickt in die Spitze. Gemeinsam mit Weilandt ist er der wohl formstärkste Bochumer und mit ein Grund, warum der VfL in den letzten acht Matches nur eine Niederlage hinnehmen musste.

Thomas Schützenhöfer

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