bayern Hasan Salihamidzic ist der neue Sportdirektor des FC Bayern München. Für viele ist er dabei nur eine Notlösung. Philipp Lahm? Abgesagt! Max Eberl?... Das „Bürschchen“ ist zurück: Salihamidzic neuer Sportdirektor der Bayern

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Hasan Salihamidzic ist der neue Sportdirektor des FC Bayern München. Für viele ist er dabei nur eine Notlösung.

Philipp Lahm? Abgesagt! Max Eberl? Abgesagt! Eine Zeit lang entstand der Eindruck, niemand wolle Sportdirektor des FC Bayern werden. Nach dem gesundheitsbedingten Ausscheiden von Matthias Sammer vor ziemlich genau einem Jahr, war dieser Posten beim deutschen Rekordmeister vakant. Mittlerweile ist er wieder neu besetzt. Zur Überraschung vieler heißt der neue starke Mann bei den Bayern Hasan Salihamidzic.

Der gebürtige Bosnier stand wohl nur bei den Wenigsten auf der Liste der aussichtsreichen Kandidaten. Als die beiden Vereinsgranden Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge vor etwa zwei Wochen bekanntgaben, einen Mann für den Posten gefunden zu haben, dachten dabei viele an Namen wie Mark van Bommel oder Miroslav Klose. Letzterer war sogar mit den Bayern nach China gereist. Nun ist es also Salihamidzic geworden.

Dieser gehört zweifelsohne zu den verdienteren Ex-Bayernprofis der letzten Jahre. Immer ein Muster an Einsatz – manche würden sogar sagen, Salihamidzic habe während seiner aktiven Zeit das sprichwörtliche Messer zwischen den Zähnen gehabt -, war der „Brazzo“ (das Bürschchen) genannte Mittelfeldspieler doch immer einer der beliebtesten Akteuren bei den Bayern. Immer ein Lächeln auf dem Gesicht, immer den Schalk im Nacken – so liebten und bewunderten die Fans der Münchner ihren Hasan. Zu seinen größten Triumphen im Dress der Bayern gehörte wohl der Gewinn des Champions League Pokals 2001.

Daher kann man die Wahl der Bayern-Bosse durchaus nachvollziehen, wird Salihamidzic erst einmal über den nötigen Kredit bei den Fans verfügen. Nur, über große Erfahrung in diesem Bereich des Fußballs verfügt Salihamidzic nicht. Nach seinem Karriereende 2012 war er vor allem als TV-Experte auffällig geworden. Nach der Meinung mancher Fachleute wird Salihamidzic daher vor allem die Rolle des Statthalters spielen – falls sich Philipp Lahm es sich doch einmal anders überlegen sollte. Er gilt in der Öffentlichkeit somit eher als Notlösung. Da der Führungsetage bei dieser Personalie schon das Wasser bis zum Hals stand, einigte man sich eben auf die nächstbeste Option – so lautet zumindest der allgemeine Tenor im Zuge der Präsentation von Salihamidzic.

Hoeneß und Rummenigge wollen davon jedoch nichts wissen und sind überzeugt: Der Brazzo, der macht das schon. Erwachsen werden muss das Bürschchen jedoch schnell. Zurzeit prasselt wegen der wenig zufriedenstellenden Testspielergebnisse viel Kritik auf Trainer Carlo Ancelotti und sein Team ein. Vorgänger Sammer sprang in solchen Situationen – gerade in der Abwesenheit Hoeneß` – verbal in die Bresche. Von Salihamidzic kommen zunächst moderatere Töne. Nach den missglückten Auftritten beim Audi-Cup – die Bayern wurden beim traditionellen Heimturnier Letzter, verloren unter anderem mit 0:3 gegen Liverpool -, äußerte er sich dahingehend, dass man sich um den FC Bayern keine Sorgen machen müsse. „Wir haben einen sehr guten Kader und einen sehr guten Trainer.“

Nun sollten den Testspielen vor Saisonbeginn nicht allzu viel Bedeutung beigemessen werden. Falls jedoch auch das am Samstag anstehende Finale um den Supercup gegen Borussia Dortmund ähnlich in die Hose gehen sollte, wird Salihamidzic gleichmal als Krisenmanager gefragt sein. Ob er dem gewachsen ist, wird sich dann zeigen.

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