Mit einer Überraschung endete der 22. Spieltag, denn Nürnberg rang im vielkritisierten Montagsspiel dem Liga-Primus aus Dortmund ein 0:0 ab. Die Bayern wird’s freuen,... Deutsche Bundesliga: Alaba und Sabitzer treffen

Mit einer Überraschung endete der 22. Spieltag, denn Nürnberg rang im vielkritisierten Montagsspiel dem Liga-Primus aus Dortmund ein 0:0 ab. Die Bayern wird’s freuen, denn der Rekordmeister konnte voll punkten. Die Kellerkinder blieben erneut ohne volle Erfolge, der Kampf um die europäischen Plätze bleibt weiterhin eng und Pizarro ist jetzt der älteste Torschütze der Bundesliga-Historie. Unsere Legionäre kickten eigentlich ganz gut an diesem Wochenende. Zwei Tore, drei Gelb-Sperren und eine starke Defensivleistung zeigen einmal mehr, wie vielschichtig sich die Österreicher in Deutschland präsentieren.

David Alaba, Bayern München
Der Münchner Linksverteidiger erlebte beim durchaus knappen 3:2-Auswärtssieg in Augsburg einen guten Tag. Er erzielte den Endstand mit einem strammen Schuss ins lange Eck und rannte unermüdlich auf seiner Seite. Defensiv stand er sehr solide und agierte überlegt im Spielaufbau. Meist stand er sehr hoch, weshalb Alaba stark in das Münchner Offensivspiel integriert war und diese Aufgabe mit Bravour meisterte. Auch wenn das Defensivverhalten seiner Nebenleute noch ausbaufähig scheint, ist Alaba mit dieser Leistung für den Achtelfinal-Kracher gegen Liverpool bestens gerüstet.

Marcel Sabitzer, RB Leipzig
Endlich ging der Knopf bei Sabitzer im Jahr 2019 auf. Mit seinem herrlichen Freistoßtreffer löste er seine Torblockade und trug entscheidend zum Auswärtssieg in Stuttgart bei. Sichtlich motiviert war er oft nur durch Fouls zu stoppen und stellte die Stuttgarter Abwehr oftmals vor Probleme. Laufstark und technisch versiert präsentierte er sich im Offensivspiel seines Teams. Auch gegen den Ball ackerte er gut mit und presste seine Gegner früh an. Gute Leistung von Sabitzer.

Konrad Laimer, RB Leipzig
Laimer fehlte seinem Team aufgrund einer Gelb-Sperre.

Stefan Ilsanker, RB Leipzig
Ilsanker kam rund zehn Minuten vor Schluss ins Spiel, zu diesem Zeitpunkt war die Partie aber schon durch. Er nahm keinen entscheidenden Einfluss mehr auf das Match.

Pavao Pervan, VfL Wolfsburg
Pervan saß wie gewohnt auf der Bank der Wölfe.

Florian Grillitsch, TSG Hoffenheim
Der Hoffenheimer Stratege fehlte seiner Mannschaft aufgrund einer Gelb-Sperre.

Stefan Posch, TSG Hoffenheim
Beim ungefährdeten Heimsieg gegen Hannover zeigte Posch einmal mehr sein ganzes Können und präsentierte sich äußerst abgeklärt. Gute Spieleröffnung, solides Stellungsspiel und robust gegen den Gegner – so muss ein Verteidiger und so tat es Posch. Hervorzuheben ist hier seine Passsicherheit, denn er kam das gesamte Spiel beinahe ohne Fehler aus und ist somit ein wichtiger Bestandteil im starken Kollektiv der TSG.

Christoph Baumgartner, TSG Hoffenheim
Baumgartner stand erstmals im Kader, er kam aber nicht die Partie.

Valentino Lazaro, Hertha BSC Berlin
Das 1:1 im Heimspiel gegen Bremen schmerzt natürlich aus Berliner Sicht – geht aber absolut in Ordnung. Die Mannen um Lazaro stellten nach dem Seitenwechsel das Kicken ein und agierten nur noch passiv. Hierbei ist auch der Österreicher nicht auszuklammern, der keinerlei Initiative mehr zeigte in der zweiten Halbzeit. Vor dem Halbzeitpfiff versuchte er oftmals in Richtung Torlinie zu kommen und bewegte sich gut frei, wirklich Torgefahr konnte er nicht ausstrahlen. In Summe steht ein recht unauffälliges Spiel bei ihm zu Buche, bei dem sich die Faktoren „gutes Stellungsspiel“ und „Inaktivität nach dem Wechsel“ die Hand reichen.

Aleksandar Dragovic, Bayern 04 Leverkusen
Unter Bosz läuft es allmählich bei Bayer und mit seinem Startelfeinsatz erlebte auch Dragovic ein persönliches Erfolgserlebnis. Unglaublich lesen sich die Ballbesitzphasen und die Passquoten der Werkself. Allein der Österreicher hatte im Spielaufbau ganze 184 Ballkontakte, spielte sage und schreibe 178 Pässen, von denen lediglich 8 (!!) misslangen. Neben diesen imposanten Zahlen agierte Dragovic sehr ruhig und abgebrüht. Die lange Startelf-Abstinenz war ihm also nicht anzumerken – solide Darbietung von ihm.

Julian Baumgartliner, Bayer 04 Leverkusen
Baumgartliner kam Ende der zweiten Spielhälfte ins Spiel. Da es bereits zu diesem Zeitpunkt 2:0 für die Werkself stand, verlebte er wie schon in der Vorwoche einen ruhigen Arbeitstag.

Ramazan Özcan, Bayer 04 Leverkusen
Özcan saß wie gewohnt auf der Bank.

Martin Hinteregger, Eintracht Frankfurt
Beim Remis gegen Gladbach stand Hinteregger erneut in der Startelf und zeigte eine durchschnittliche Partie, bei der er kaum im Fokus stand. Die Angriffe der Gladbacher kamen nur selten über seine Seite und so bestand seine Hauptaufgabe meist darin, durch gutes Stellungsspiel Passräume und Laufwege der Gegner zu verhindern. Dies gelang ihm in den häufigsten Fällen. Im Aufbauspiel überzeugte er mit Passsicherheit, wobei anzumerken ist, dass der Spielaufbau nur selten über ihn lief. Im Zweikampf eine Bank und so bestätigte Hinteregger in Summe erneut, dass seine Verpflichtung eine gute Investition für die Eintracht war.

Martin Harnik, Werder Bremen
Aufgrund einer Verletzung fehlte Harnik im Aufgebot seines Teams.

Marco Friedl, Werder Bremen
Friedl verfolgte das Remis bei der Hertha von der Ersatzbank aus.

Philipp Lienhart, SC Freiburg
Nachdem letzte Woche sein vermeintlicher Siegtreffer abgepfiffen wurde, hatte Lienhart auch gegen S04 den Sieg am Kopf, er verfehlte sein Ziel jedoch freistehend aus kurzer Distanz. Das ist aber auch schon der einzige echte Vorwurf, den man ihm machen kann. Er präsentierte sich alles in allem sehr gut, leistete sich wenige Fehler und hatte nur bedingt Probleme mit den Angriffen der Schalker. In einem schwachen Bundesligaspiel vermochte es aber kein Akteur beider Teams, wirklich aufzufallen und eine Glanzleistung zu zeigen.

Karim Onisiwo, FSV Mainz 05
Diesmal durfte Onisiwo rund 30 Minuten mitwirken und konnte dabei sogar zwei Torschussvorlagen verzeichnen. Auch wenn er dieses Mal erneut keinen entscheidenden Einfluss auf das Spiel nehmen konnte, wirkte er hinsichtlich seiner Präsenz im Vergleich zur Vorwoche stark verbessert.

Philipp Mwene, FSV Mainz 05
Mwene stand erneut nicht im Kader.

Guido Burgstaller, Schalke 04
Nach überstandenen Verletzungspause feierte Burgstaller beim Heimremis gegen Freiburg ein Kurz-Comeback. Dabei konnte er sich in seinen wenigen Minuten Spielzeit nicht in Szene setzen.

Alessandro Schöpf, Schalke 04
Schöpf fehlt weiterhin verletzungsbedingt.

Michael Langer, Schalke 04
Langer saß erneut auf der

Markus Suttner, Fortuna Düsseldorf
Bei der Auswärtsniederlage in Leverkusen stand Suttner erstmals für seinen neuen Verein auf dem Platz und erledigte seine Aufgabe ganz ordentlich. Gegen starke Gegenspieler konnte er den ein oder anderen Angriff bzw. Schuss gut blocken. Er versuchte auch offensiv Akzente zu setzen und verzeichnete einen eigenen Abschluss. Im Zweikampf stand er zwar sehr robust seinen Mann, gegen pfeilschnelle Werkskicker hatte er dennoch mehrmals das Nachsehen. Nach gut einer Stunde wurde er aufgrund taktischer Überlegungen vom Platz genommen.

Kevin Stöger, Fortuna Düsseldorf
Stöger fehlte seinem Team aufgrund einer Gelb-Sperre.

Michael Gregoritsch, FC Augsburg
Bei der Heimniederlage gegen die Bayern konnte Gregoritsch ein Tor vorbereiten – sein erster Scorerpunkt seit längerer Zeit. Im Doppelsturm aufgeboten wusste er aber nicht vollends zu überzeugen und war die meiste Zeit über beim Münchner Defensiv-Verbund gut aufgehoben. Dennoch zeigte er sich engagiert und er schmiss sich regelrecht in die Bälle, um von vorne weg für Entlastung zu sorgen. Gute Ansätze waren auf jeden Fall vorhanden, jedoch können die Bayern in der jetzigen Augsburger Situation kein Gradmesser in jeglicher Hinsicht sein.

Kevin Danso, FC Augsburg
Gegen offensiv gut aufgelegte Bayern hatte Danso einen schweren Stand und zog im Eins-gegen-Eins oftmals den Kürzeren. Es war allgemein eine schwierige Partie für ihn, in der er auch nur wenige Ballaktionen im Spielaufbau hatte, da der Gegner früh presste. Auch für ihn gilt, dass es in Ansätzen ganz ordentlich war, er jedoch mit den starken Gegnern überfordert war. Positiv anzumerken sind aber seine tadellose Einstellung und sein Wille, den er auch nach den zu einfachen Gegentoren nicht verlor.

Georg Teigl, FC Augsburg
Der Außenspieler stand nicht im Kader seiner Mannschaft.

Kevin Wimmer, Hannover 96
Bei einer erneut desolaten Abwehrleistung bei der Auswärtsniederlage in Hoffenheim war Wimmer der einzige Lichtblick in der Defensivreihe. Im Zweikampf ging er resolut zur Sache, unterband mit seinem Stellungsspiel einige Hoffenheimer Chancen und zeigte sich lästig gegenüber seiner Gegenspieler. Auch wenn er am Ende mit 0 Punkten dasteht, kann er wenigstens auf sein Passspiel aufbauen, dass nahezu fehlerfrei war. Außerdem ist er der einzige defensive Akteur seines Teams, dem kein gravierender Fehler unterlief. Der letzte Satz ist wohl symptomatisch für das Spiel der Hannoveraner.

Samuel Sahin-Radlinger, Hannover 96
Der Schlussmann saß erneute auf der Bank seiner Mannschaft.

Georg Margreitter, 1. FC Nürnberg
Margreitter fiel für das Montagsspiel aufgrund muskulärer Probleme aus.

Lukas Jäger, 1. FC Nürnberg
Beim beachtlichen 0:0 gegen Dortmund stand Jäger zwar im Kader, eingewechselt wurde er aber nicht.

Thomas Schützenhöfer, abseits.at

Thomas Schützenhöfer

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