Gestern Abend wurde in Paderborn das Fußballjahr in der deutschen Bundesliga abgepfiffen. Grund genug um die Ergebnisse seit Jänner 2010 in der „Zehner-Jahre-Tabelle“ zu... Deutschland 1. Bundesliga – das Resümee der 2010er Jahre

Gestern Abend wurde in Paderborn das Fußballjahr in der deutschen Bundesliga abgepfiffen. Grund genug um die Ergebnisse seit Jänner 2010 in der „Zehner-Jahre-Tabelle“ zu pressen. Insgesamt schaffte es 29 verschiedene Teams, Bundesligaspiele in ihren Stadien bestreiten zu dürfen. Welche Mannschaften drückten hinter Bayern und Dortmund der Bundesliga ihren Stempel auf. Wer netzte in diesem Zeitraum besonders gern und natürlich haben wir auch wieder die komprimierte Zusammenfassung mit den Mannschaften der jeweiligen Saisonen.

29 Teams – Die 2010er Tabelle

In dieser Tabelle werden alle Spiele seit 1.1.2010 der deutschen Bundesliga gezählt. Nach absoluten Punkten sind die im letzten Jahrzehent gefühlten Machtverhältnisse auch in dieser Statistik zementiert: Serienmeister Bayern dominiert mit großem Abstand vor Dortmund. Der Titel „Best of the Rest“ hängt von der persönlich präferierten Definition ab. Einerseits holte Leverkusen vor Schalke und Gladbach die meisten Punkte in diesem Zeitraum. Andererseits machte RB Leipzig in deren dreieinhalb Jahren im Saisonschnitt klar die meisten Punkte. Die 63 sind deutlich mehr als das vorhin erwähnte Trio, welches zwischen 51 und 57 Zähler pro Saison sammelte.

  SZ*SpSUNTore   PktØ
1.FC Bayern München103402505040863:258+ 60580080,0
2.Borussia Dortmund103401987567726:383+ 34366966,9
3.Bayer 04 Leverkusen103401667797592:442+ 15057557,5
4.FC Schalke 041034014879113517:441+ 7652352,3
5.Bor. Mönchengladbach1034014778115520:449+ 7151951,9
6.VfL Wolfsburg1034012890122501:491+ 1047447,4
7.TSG 1899 Hoffenheim10340117101122535:533+ 245245,2
8.1.FSV Mainz 051034011982139452:500– 4843943,9
9.SV Werder Bremen1034011094136506:599– 9342442,4
10.Eintracht Frankfurt930610376127403:461– 5838542,8
11.SC Freiburg93069486126373:485– 11236840,9
12.VfB Stuttgart (2)8,52899960130404:481– 7735742,0
13.FC Augsburg8,52898880121358:441– 8334440,5
14.Hannover 96 (2)8,52899257140364:494– 13033339,2
15.Hertha BSC82728671115334:402– 6832941,1
16.Hamburger SV (2)8,52898470135323:469– 14632237,9
17.1.FC Köln72386764107286:390– 10426537,9
18.RB Leipzig3,5119652826234:141+ 9322363,7
19.1.FC Nürnberg (2)5,5187495088207:305– 9819735,8
20.Fortuna Düsseldorf2,585241744106:158– 528935,6
21.FC Ingolstadt 04 (3)26818183269:99– 307236,0
22.1.FC Kaiserslautern (3)26817183372:105– 336934,5
23.SV Darmstadt 98 (2)26816153766:116– 506331,5
24.SC Paderborn 071,55110132851:101– 504328,7
25.FC St. Pauli (2)134852135:68– 332929,0
26.Eintracht Braunschweig (3)134672129:60– 312525,0
27.SpVgg Greuther Fürth (2)134492126:60– 342121,0
28.1.FC Union Berlin0,51762920:24– 42040,0
29.VfL Bochum (2)0,51726915:31– 161224,0

*) Das Frühjahr der Saison 2009/10 und der aktuelle Herbst der Saison 2019/2020 fließen jeweils mit einer halben Saison (0,5) in die Tabelle. Dazu die neun vollen Saisonen dazwischen ergibt für eine nicht auf- bzw. abgestiegene Mannschaft 10 Saisonen.

Konstant hohe Zuschauerzahlen

Den höchsten Zuschauerschnitt hält wie jede Saison in diesem Jahrtausend die Borussia aus Dortmund, der Signal Iduna Park ist praktisch immer ausverkauft. Die Gesamtzuschauerzahl innerhalb der Bundesliga liegt konstant bei plus minus 13 Millionen. Heißt runtergebrochen auf die ergibt dies einen Schnitt von etwas über 40.000 pro Spiel.

Die Bomber der Liga

Die Top fünf sind durchwegs bekannte Namen, doch einer sticht alle aus: Robert Lewandowski. Der Pole in Diensten von Dortmund und Bayern brachte es seit Jänner 2010 auf unglaubliche 220 Bundesliga-Volltreffer.

220          Robert Lewandowski (BVB, Bayern)
122          Marco Reus (Gladbach, BVB)
107          Thomas Müller (Bayern)
98            Pierre-Emerick Aubameyang (BVB)
95            Arjen Robben (Bayern)

Kompakt – Titel, Tränen und Torjäger

Das Leaderboard mit den Meistern  ist ein Fall für zwei. Achtmal gewann der Rekordmeister aus München, zweimal Anfang des Jahrzehnts die Borussia aus Dortmund die begehrte Schale. Beim DFB-Pokal gibt es dagegen etwas mehr Streuung: Fünf Mal die Bayern einerseits, fünf Mal je ein anderes Team andererseits stemmten den Pot. Auch die Absteiger lassen wir hier nochmals Revue passieren.

 MeisterVizemeisterAbsteigerDFB-PokalTorschützen
2010BayernSchalkeBochum, HerthaBayernEdin Džeko (Wolfsburg, 22)
2011DortmundBayernFrankfurt, St. PauliSchalkeMario Gómez (Bayern, 28)
2012DortmundBayernHertha, Köln, KaiserslauternDortmundKlaas Jan Huntelaar (Schalke, 29)
2013BayernDortmundDüsseldorf, Greuther FürthBayernStefan Kießling (Leverkusen, 25)
2014BayernDortmundNürnberg, BraunschweigBayernRobert Lewandowski (BVB, 20)
2015BayernWolfsburgFreiburg, PaderbornWolfsburgAlex Meier (Frankfurt, 19)
2016BayernDortmundStuttgart, HannoverBayernRobert Lewandowski (Bayern, 30)
2017BayernLeipzigIngolstadt, DarmstadtDortmundP.E. Aubameyang (BVB, 31)
2018BayernSchalkeHamburg, KölnFrankfurtRobert Lewandowski (Bayern, 29)
2019BayernDortmundStuttgart, Hannover, NürnbergBayernRobert Lewandowski (Bayern, 22)

*) Das Kalenderjahr ist in dem der Titel gefeiert oder der Abstieg besiegelt wurde. Zum Beispiel die Fakten der Saison 2018/19 werden in 2019 dargestellt.

Das war der sechste Teil der Serie „Resümee der 2010er Jahre“. Wir bleiben auch morgen in Deutschland und gehen da einen Stock tiefer, wo ja die dortige zweite Liga gestern ebenso das Jahrzehnt abpfiff.

Werner Sonnleitner