Wie jede Woche blicken wir auf die Leistungen unserer Legionäre in der deutschen Bundesliga. Wer darf mit dem vergangenen Spieltag zufrieden sein, wer wird... Deutschland: Burgstaller erzielt vierten Saisontreffer

Wie jede Woche blicken wir auf die Leistungen unserer Legionäre in der deutschen Bundesliga. Wer darf mit dem vergangenen Spieltag zufrieden sein, wer wird sich steigern müssen?

Bayern München 3:0 FC Augsburg

Die Bayern walzen unter Jupp Heynckes weiter durch die Bundesliga. Auch gegen Augsburg spielten die Münchner keinen überragenden Fußball, aber wie so oft in der Saison reicht gegen die Konkurrenz in Deutschland auch eine durchschnittliche Leistung. Überragender Spieler auf Seite der Bayern war Arturo Vidal, der unter der Woche von Heynckes noch heftig kritisiert wurde. Der Chilene traf einmal und gab die Vorlage zu einem weiteren Treffer. Robert Lewandowski sorgte für die restlichen Tore.

David Alaba wurde zunächst geschont, für ihn spielte Rafinha. Alaba kam erst in der 74. Minute zu seinem Einsatz, da war das Spiel aber bereits gelaufen. Auf Seiten von Augsburg konnten auch Kevin Danso und Michael Gregoritsch ihrer Mannschaft nicht wirklich helfen. Danso war mit der Bewachung von Robert Lewandowski überfordert; der junge Innenverteidiger kann in den Duellen mit diesem Kaliber aber nur lernen. Gregoritsch bemühte sich offensiv immerhin und gab mit drei Torschüssen die meisten aller Augsburger ab.

TSG 1899 Hoffenheim 1:1 Eintracht Frankfurt

Die Eintracht ging bereits in der 13. Minute durch einen Flatterball von Kevin-Prince Boateng in Führung. Dabei sah Hoffenheim-Torwart Oliver Baumann nicht unbedingt glücklich aus, war aber trotzdem chancenlos. Frankfurt zog sich danach zurück und konzentrierte sich vor allem auf das Verteidigen des Vorsprungs. Bis auf eine Großchance von Sandro Wagner, der nur den Pfosten traf, fiel der TSG trotz 70 Prozent Ballbesitz wenig ein. In der Nachspielzeit zeigte der eingewechselte Serge Gnabry dann seine Klasse, als er sich im Frankfurter Strafraum durchsetzte und den Ball auf Mark Uth legte – der späte, aber nicht unverdiente Ausgleich.

Florian Grillitsch durfte wieder von Beginn an im defensiven Mittelfeld ran, und machte wie bereits im letzten Spiel gegen Köln seine Sache mehr als ordentlich. Grillitsch gewann neun Tacklings, drei seiner Kopfballduelle, hatte 94 Ballkontakte und eine Passquote von 85 Prozent. Zudem lief er noch über zwölf Kilometer. Auch Stefan Posch zeigte mit einer Passquote von 86 Prozent, vier erfolgreichen Tacklings, drei klärenden Aktionen und vier abgefangenen Bällen eine gute Partie.

Hertha BSC 2:4 VfL Wolfsburg

In den ersten zwanzig Minuten des Spiels musste sich Hertha vorgekommen sein wie in einem Alptraum. Denn zu diesem Zeitpunkt führte der Gast aus Gladbach bereits mit 3:0. Für die Tore der Fohlen sorgten Lars Stindl, Raffael und Thorgan Hazard. Doch Berlin zeigte Moral: Vedad Ibisevic traf in der 28. Minute zum 1:3, und Mitchell Weiser erzielte in der 71. Minute sogar den Anschlusstreffer. Die Aufholjagd wurde aber durch ein Traumtor von Raffael nur sechs Minuten später gestoppt.

Etwas überraschend saß Valentino Lazaro zunächst nur auf der Bank; Trainer Pal Dardai setzte lieber auf den jungen Arne Meier. Lazaro wurde in der in der 62. Minute eingewechselt; mehr als einen Torschuss konnte er aber nicht mehr beitragen.

Bayer Leverkusen 2:2 RB Leipzig

Was für eine Energieleistung von Bayer Leverkusen: Trotz Unterzahl schafften sie es tatsächlich noch, das Spiel auszugleichen. Aber der Reihe nach. Die Leipziger gingen per Foulelfmeter bereits in der 13. Minute mit 1:0 in Führung – Timo Werner verwandelte den Strafstoß sicher. Kurz vor der Halbzeit glich Leverkusen dank Leon Bailey aus, ehe der zur Halbzeit eingewechselte Benjamin Henrichs mit der Hand einen Treffer von RB verhinderte. Die Konsequenz: Rot für Henrichs, Elfmeter für Leipzig. Diesmal trat Emil Forsberg an – und verwandelte ebenfalls sicher. Anstatt sich zurückzuziehen und die Niederlage in Grenzen zu halten, setzte Leverkusen voll auf Angriff – und wurde letztlich durch ein Tor von Kevin Volland belohnt.

Bei Leipzig ragte vor allem Marcel Sabitzer heraus, der wie immer ein Muster an Einsatz war und in der Offensive wieder einmal viel richtig machte. Sabitzer gab drei Torschüsse ab, bereitete drei vor und lief mal wieder über elf Kilometer. Zudem zeichnete er sich noch durch vier Balleroberungen aus. Stefan Ilsanker ist weiterhin verletzt, während Konrad Laimer bei Leipzig – wie Julian Baumgartlinger bei Leverkusen – das gesamte Spiel von der Bank aus beobachten musste.

FC Schalke 2:0 Hamburger SV

Solide, aber spielerisch biedere Leistungen reichen in der bisherigen Bundesliga-Saison aus, um mit sieben Siegen aus zwölf Spielen auf Platz zwei der Tabelle zu springen: Denn was Schalke gegen Hamburg spielerisch anbot, war vor allem Magerkost. Die Mannschaft von Domenico Tedesco profitierte dabei von einem HSV, der in der Offensive einfach zu limitiert scheint, um aus den sich bietenden Möglichleiten etwas Zählbares, sprich Tore, herauszuholen. Für das 1:0 von Schalke sorgte Franco di Santo per Elfmeter. Der Argentinier traf nach 1054 Minuten ohne Tor mal wieder in der Bundesliga. Beim 2:0 verwertete Guido Burgstaller eine Vorlage von Yevhen Konoplyanka im Stile eines Toptorjägers. Ansonsten brachte er es auf zwei Torschüsse und gewann vier seiner Kopfballduelle, verlor aber auch viermal den Ball.

SV Werder Bremen 4:0 Hannover 96

Die Bremer melden sich mit einem Paukenschlag im Kampf um den Klassenerhalt zurück. Und: Sie haben ihr Traumduo wieder. Bereits in der letzten Saison waren die Tore von Max Kruse und Fin Barthels maßgeblich für den Klassenerhalt der Hanseaten verantwortlich. Gegen Hannover traf Kruse, dessen Rückkehr die Bremer Offensive gleich auf ein höheres Level hob, gleich dreimal, und legte einmal für eben jenen Barthels auf. Dieser wiederum bereitete zwei Treffer von Kruse vor.

Diese beiden standen natürlich im Mittelpunkt des Abends, aber auch Zlatko Junuzovic zeigte als Außenstürmer eine gute Partie. Florian Kainz hingegen wurde erst in der 88. Minute für Kruse eingewechselt und ist nach seinem guten Start in die Saison erst einmal außen vor. Martin Harnik fiel für Hannover vor allem dadurch auf, dass er kurz nach Wiederanpfiff freistehend an Bremens Keeper Jiri Pavlenka scheiterte. Ein Tor hätte zu diesem Zeitpunkt den Ausgleich bedeutet. Harnik wurde in der 74. Minute dann ausgewechselt.

Ral, abseits.at

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