Die 23. Runde ist auch in Liga Zwei vorüber und es bleibt nach wie vor äußerst spannend. Oben und unten kann sich keiner absetzen,... Durchwachsene Leistungen der ÖFB-Legionäre in der 2. deutschen Bundesliga

Die 23. Runde ist auch in Liga Zwei vorüber und es bleibt nach wie vor äußerst spannend. Oben und unten kann sich keiner absetzen, die Mannschaften marschieren nahezu im Gleichschritt. Aus heimischer Sicht ist das wohl erfreulichste ein langersehntes Comeback. Leider gibt es auch negative Dinge zu berichten, wie die schwache Leistung eines jungen Abwehrmanns, Verletzungen von einigen Spielern und Nichtberücksichtigungen für den Kader.

Louis Schaub, 1. FC Köln

Traum-Comeback von Schaub, der nach langer Verletzungspause sofort wieder ein Teil der Mannschaft ist und rund 15 Minuten vor Spielende sogar eingewechselt wurde. Dabei zeigte er sofort, was in ihm steckt und bereitete das erlösende 2:1 mit einer Flanke präzise vor. Super Rückkehr von ihm, bei der er vor Spielfreude nur so sprühte.

Florian Kainz, 1. FC Köln

Kainz fehlte seinem Team aufgrund einer Gelb-Rot-Sperre aus der Vorwoche.

Christopher Trimmel, Union Berlin

Beim 1:1-Remis gegen Bielefeld zu Hause konnte Trimmel drei Torschussvorlagen verzeichnen. Defensiv stand er ganz solide, wenngleich er im Mann-gegen-Mann einige Male das Nachsehen hatte. Eine durchschnittliche Leistung von ihm, bei der Trimmel der letzte Punch in Richtung Angriffsdrittel fehlte.

Robert Zulj, Union Berlin

Nach seiner Gala-Vorstellung aus der Vorwoche wurde es an diesem Spieltag wieder etwas ruhiger um Zulj. Wie erwartet stand er zwar in der Startelf, konnte dem Spiel aber nicht seinen Stempel aufdrücken. Seine Abschlussaktionen waren insgesamt zu ungefährlich und es fehlte ihm etwas an der Giftigkeit im Zweikampf.

Konstantin Kerschbaumer, FC Ingolstadt

Kerschbaumer stand bei der Auswärtsniederlage am Millerntor in der Startelf und wurde nach durchwachsener Leistung nach gut 70 Minuten vom Feld genommen. Er zeigte zwar im Aufbauspiel und im Zweikampf, dass er ein richtig guter Mann ist, aber es fehlte ihm an Ideen, um ins letzte Drittel vorzustoßen. Von einem torgefährlichen Mittelfeldmann seiner Klasse fehlt es zurzeit einfach an Impulsen, welche Torgefahr ausstrahlen. Alles in allem keine schwache Darbietung, aber es fehlt bei ihm zurzeit noch ein wenig. Wenn er in den folgenden Wochen öfters das Vertrauen des Trainers geschenkt bekommt, wird sich dieser Mangel an Ideen bestimmt ausmerzen lassen.

Thorsten Röcher, FC Ingolstadt

Erneut ein sehr fragwürdiger Auftritt des heimischen Offensivmanns. In Hamburg kam er rund 20 Minuten vor Ende ins Spiel, musste nach einer Schwalbe und einem Handspiel vorzeitig duschen gehen, da er die Ampelkarte sah. Nach dieser Aktion dürfte sich seine Situation nicht unbedingt verbessern.

Marco Knaller, FC Ingolstadt

Knaller stand nicht im Kader seines Teams.

Mathias Honsak, Holstein Kiel

Beim überzeugenden Auswärtssieg in Bochum wärmte Honsak 90 Minuten lang die Sitzschale auf der Ersatzbank – er kam nicht in die Partie.

Lukas Gugganig, Greuther Fürth

Beim 0:0 zu Hause gegen Heidenheim saß Gugganig die gesamte Spielzeit über auf der Bank.

Nikola Dovedan, FC Heidenheim

Der zuletzt so groß aufspielende Dovedan gönnte sich eine kleine Schaffenspause und lief beim Remis gegen Fürth meist unter dem Radar. Er hatte nur wenige Aktionen zu verzeichnen und konnte nicht an die guten Leistungen aus der Vorwoche anschließen. Folgerichtig wurde er nach gut 70 Minuten ausgetauscht. In seiner Spielzeit hatte er keinen Abschluss und nur eine Vorlage zu Stande gebracht – gefühlter Tiefstwert in dieser Saison.

Patrick Möschl, Dynamo Dresden

Weiterhin verletzungsbedingt fehlt Möschl seinen Dresdnern, die sich in Darmstadt mit 0:2 geschlagen geben mussten.

Christian Gartner, MSV Duisburg

Ebenfalls verletzt out ist Gartner – er befindet sich nach seiner Knieverletzung im Aufbautraining.

Dominic Wydra, Erzgebirge Aue

Bei einem äußerst dürftigen Remis zu Hause gegen Duisburg fehlten nicht nur die Tore, sondern es haperte bei beiden Teams an allen Ecken und Enden. Wydra gliederte sich nahtlos ein. Er agierte zwar im Passspiel sehr sicher, bei ihm schlich sich aber die ein oder andere Unachtsamkeit im Stellungsspiel ein. Im Zweikampf war er nicht immer ganz auf der Höhe, versuchte sich aber, wenn es die Situation zuließ, offensiv zu betätigen. Insgesamt eine durchschnittliche Performance von ihm.

Philipp Zulechner, Erzgebirge Aue

Zulechner stand nicht im Kader seines Teams.

Stefan Kulovits, SV Sandhausen

Dasselbe Schicksal trifft auch Kulovits, der erneut nicht zum Aufgebot seiner Mannschaft zählte.

Manuel Prietl, Arminia Bielefeld

Der Marathon-Mann von der Alm spulte auch in der Hauptstadt seine Kilometer ab und war somit maßgeblich am Punktgewinn beteiligt. Im Passspiel zeigte er sich äußerst konzentriert und ließ kaum Schwächen erkennen. Auch in der Offensive versuchte er sich zu betätigen, was aber nur mäßigen Erfolg und einen mageren Abschluss zur Folge hatte. Insgesamt aber eine gute Partie von ihm.

Lukas Hinterseer, VfL Bochum

Bei der 1:3-Heimniederlage gegen die Störche von der Förde fand Hinterseer zwar Zugriff auf das gegnerische Gehäuse, ein Tor war ihm nicht vergönnt. Er rieb sich für die Mannschaft auf, ging weite und tiefe Wege, am Ende sprang für ihn persönlich immerhin eine Torvorlage heraus. In Summe einmal mehr ein engagierter Auftritt von ihm, bei dem das Ergebnis nicht stimmt. Nach der Talfahrt in den letzten Wochen kann sich der VfL wohl schon Gedanken für die nächste Saison in Liga Zwei machen, denn sowohl die Aufstiegs- als auch die Abstiegsränge sind in weiter Ferne.

Dominik Baumgartner, VfL Bochum

Ebenfalls ein gebrauchter Tag war das Spiel gegen Kiel für Baumgartner. Er wurde aufgrund von taktischen Überlegungen und leider auch wegen seiner Fehler im ersten Durchgang zur Halbzeit ausgewechselt. Baumgartner fand die gesamten 45 Minuten über kein Rezept, die schnellen Gäste zu stoppen. Im Stellungsspiel und im Zweikampf unterliefen ihm leichte bis schwere Fehler, die aber im Verbund mit seinen Nebenleuten in Summe drei Tore ergaben. Für ihn gilt es jetzt, das Spiel abzuhaken und sich auf die anstehenden Aufgaben zu konzentrieren.

Thomas Schützenhöfer, abseits.at

Thomas Schützenhöfer

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