Wie stellt sich die Situation der Österreicher im Abstiegskampf der Bundesliga dar? Wir liefern eine Vorschau auf den kommenden Spieltag der deutschen Bundesliga! Der... Vorschau auf den 24. Spieltag in Deutschland: Wir melden uns vom Abgrund

_Deutsche BUndesligaWie stellt sich die Situation der Österreicher im Abstiegskampf der Bundesliga dar? Wir liefern eine Vorschau auf den kommenden Spieltag der deutschen Bundesliga!

Der Freitag: Borussia Dortmund vs. FC Ingolstadt

Für den FC Ingolstadt und Markus Suttner wird die Vermeidung des Abstiegs eine echte Herkules-Aufgabe. Mit 19 Punkten und nur einem Sieg aus den letzten sechs Spielen, stehen die Schanzer aktuell auf dem vorletzten Tabellenplatz. Der Abstand auf den Hamburger SV beträgt bereits sieben Punkte. Das große Problem Ingolstadts ist die harmlose Offensive. Abgesehen von Standardsituationen fällt es dem Team von Trainer Mail Walpurgis schwer, sich hochkarätige Chancen herauszuspielen. Oder besser gesagt fehlen die Angreifer, die eine gewisse Torgefährlichkeit ausstrahlen und die Chancen verwandeln können. Denn in Sachen kreierter Chancen liegt Ingolstadt auf Platz Sieben, bei den abgegebenen Torschüssen pro Spiel gar auf dem vierten Rang. Trotzdem reichte es bislang nur zu 23 Saisontoren: der drittschlechteste Wert der Bundesliga.

Drei dieser Treffer bereitete Markus Suttner direkt vor. Der Außenverteidiger spielt wohl aktuell die Saison seines Lebens und ist der konstanteste Ingolstädter – defensiv wie offensiv. Mit bereit drei Saisontoren ist er zudem zweitbester Torschütze seiner Mannschaft; was zum einen die Bedeutung von Suttner verdeutlicht, aber gleichzeitig die Probleme der Ingolstädter versinnbildlicht: wenn ein Defensivspieler dein bester Vorbereiter ist und zu den erfolgreichsten Torschützen zählt, hast du als Verein meist ein Problem.

Das Spiel in Dortmund am Freitag wird natürlich eine extrem schwere Aufgabe werden. Mut machen könnte dabei das Hinspiel, das 3:3 endete und bei dem Ingolstadt den sicheren Sieg noch aus der Hand gab.

Der Samstag: Werder Bremen vs. RB Leipzig

Zehn Punkte aus vier Spielen – so lautete die jüngste Bilanz von Werder Bremen. Auf den ersten Blick eine mehr als gute Ausbeute, die für eine gute Ausgangslage im Abstiegskampf sorgt. Schaut man jedoch etwas genauer hin, wird deutlich, dass die Bremer in den letzten Spielen eine gehörige Portion Glück und mit Felix Wiedwald einen überragenden Torhüter hatten. Die drei Siege gegen Mainz, Wolfsburg sowie Darmstadt konterkarierten die dabei gezeigten Leistungen. Vor allem die erste Halbzeit gegen Darmstadt war ein spielerisches Armutszeugnis. Die Mannschaft wirkt nicht immer gefestigt und ist in Sachen Klassenerhalt noch lange nicht über den Berg, da auch die Konkurrenten wie Hamburg oder Wolfsburg zurzeit regelmäßig Punkte einfahren.

Zu einem stabilisierenden Faktor hat sich mittlerweile Zlatko Junuzovic entwickelt, nach dem dessen Saisonstart etwas fahrig war. Florian Grillitsch kommt nach seiner Verletzungspause langsam wieder in Form und könnte in der Offensive noch zu einem Faktor im Kampf gegen den Abstieg werden. Diese Rolle trauen Florian Kainz nur noch die Wenigsten zu. Die Bundesliga scheint für Kainz noch eine Nummer zu groß zu sein. Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden.

Am Samstag steht für Bremens Österreicher ein Duell mit ihren beiden Landsmännern Stefan Ilsanker und Marcel Sabitzer an, die zwar mit ihrem Team als Favorit in diese Begegnung gehen, doch nach den zuletzt eher schwächeren Leistungen der Leipzigern, ist Bremen sicher nicht chancenlos.

FC Augsburg vs. SC Freiburg

Momentan steht Augsburg mit 28 Punkten noch auf dem 13. Tabellenplatz. Nach zuletzt aber drei Niederlagen aus fünf Spielen und der konstant punktenden Konkurrenz, haben Martin Hinteregger und Co. nur noch zwei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Unter dem neuen Trainer Manuel Baum ist die Mannschaft im Vergleich zur kurzen Ära von Dirk Schuster zwar spielerisch und taktisch besser geworden, dabei ist aber die defensive Stabilität am Straßenrand verloren gegangen. Auch Hinteregger machte zuletzt nicht immer den sichersten Eindruck.

Vielleicht setzt Baum gegen Freiburg ja wieder auf den jungen Kevin Danso, dessen Bundesligadebüt gegen Leipzig defensiv äußerst vielversprechend verlief. Ob der Österreicher die Lösung der Probleme darstellt ist jedoch allein schon aufgrund des Alters Dansos sowie seiner Unerfahrenheit fragwürdig. Georg Teigl spielte bislang sowieso nur eine Statistenrolle.

Mit Aufsteiger Freiburg kommt eine der spielstärksten und taktisch cleversten Mannschaften der Bundesliga nach Augsburg. Eine ganz schwere Aufgabe also. Und wenn es ganz schlecht läuft, finden sich die Augsburger am Ende des 25. Spieltages auf dem Relegationsplatz wieder.

Eintracht Frankfurt vs. Hamburger SV

Die Hamburger haben die desaströse 0:8-Niederlage in München gut weggesteckt und konnten die beiden folgenden Partien gewinnen. Geschlagen wurden dabei mit Hertha BSC sowie Borussia Mönchengladbach zwei Mannschaften, die aktuell um die internationalen Plätze kämpfen. Keine Laufkundschaft also. Die beiden Siege zeigten, dass der HSV über keine schlechte Mannschaft verfügt und mit ähnlichen Leistungen in den verbleibenden zehn Spielen durchaus in der Lage ist, den Relegationsplatz in naher Zukunft zu verlassen.

Michael Gregoritsch spielt dabei zurzeit keine allzu große Rolle, da in der Offensive Bobby Wood, Nicolai Müller sowie Filip Kostic gesetzt sind. Gregoritsch zeigte vor seiner Verletzung aber, dass er dem HSV offensiv helfen kann: immerhin erzielte er schon vier Saisontore und gab eine Vorlage.

Mit Eintracht Frankfurt wartet am Samstag ein Gegner, der nach zuletzt vier Niederlagen in Folge nicht gerade vor Selbstbewusstsein strotzt. Die Chancen also für die Hamburger, einen weiteren Big Point im Abstiegskampf zu landen.

Weitere Highlights am 25. Spieltag:

Borussia Mönchengladbach vs. Bayern München: Für die Bayern unter Pep Guardiola waren die Gladbacher immer so etwas wie ein Angstgegner. Die Münchner erleben aber gerade die beste Phase unter dem neuen Trainer Carlo Ancelotti und sind klarer Favorit. Den Gladbachern ist es vor allem zuhause aber weiterhin zuzutrauen, die Bayern zu ärgern. Nichtsdestotrotz ist der Rekordmeister natürlich jederzeit in der Lage, jede Mannschaft in der Bundesliga zu dominieren. Man sollte sich also nicht wundern, falls am Ende ein deutliches Ergebnis heraus kommt.

Ral, abseits.at

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