Nach dem Abgang von Kaderplaner Michael Reschke, hat der FC Bayern als dessen Nachfolger erneut einen Dortmunder im Blick. So wie Michael Reschke drei... Wildern die Bayern im Revier?

Nach dem Abgang von Kaderplaner Michael Reschke, hat der FC Bayern als dessen Nachfolger erneut einen Dortmunder im Blick.

So wie Michael Reschke drei Jahre seiner Arbeit beim FC Bayern nachging, so legte der diese vor circa einer Woche auch nieder: heimlich, still und leise. Denn wer kannte schon zumindest das Gesicht eines der wichtigsten Mitarbeiter des deutschen Rekordmeisters? Nicht viele. Von Reschke ein Foto zu finden ist nämlich genau so leicht, wie einen Rapidler davon zu überzeugen, etwas Nettes über die Austria zu sagen – also ziemlich schwer.

Dabei hat Reschke über die letzten Jahre gute bis sehr gute Arbeit geleistet. Transfers wie die von Joshua Kimmich, Kingsley Coman oder aktuell Sebastian Rudy und Niklas Süle gelten als sein Werk. Reschke bildete damit einen gesunden Gegenpol zu der vornehmlichen Transferdevise der Bayern, die da lautet, möglichst große Namen zu verpflichten. Der Technische Direktor, so seine offizielle Bezeichnung, blickte etwas weiter über den Tellerrand hinaus.

Reschke gilt zudem als Mann mit einem respektablen Netzwerk – und das weltweit. Warum also lässt die Führung der Bayern so einen Mann also zum VfB Stuttgart ziehen? Hat es etwa damit zu tun, dass der Verein wieder zurück zu seinen Wurzeln will, wie es Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge gefragt und ungefragt immer wieder betonen? Will man daher dem neuen Sportdirektor und Vereinslegende Hasan Salihamidzic einen Mann nach seinem Gusto zur Seite stellen?

Alles Quatsch! – betonen sowohl die Bayern, als auch Reschke. Dieser, mittlerweile 58 Jahre alt, sucht nochmal eine neue Herausforderung. Die hat er beim Aufsteiger nun gefunden. Reschke tritt somit die Nachfolge von Jan Schindelmeiser an, der aufgrund von internen Differenzen letzte Woche gegangen wurde. Zudem wird er gleichzeitig zum neuen Vorstand Sport bei den Schwaben ernannt, bekommt also eine größere Machtfülle, als bei den Bayern wohl jemals möglich gewesen wäre. Sein neues Amt soll Reschke bereits an diesem Freitag antreten.

Für Stuttgart sind dies jedenfalls gute Nachrichten, bekommt man mit Reschke doch nachgewiesenermaßen einen der Besten des Geschäfts. Bei den Bayern läuft die Suche nach einem Nachfolger dagegen zurzeit auf Hochtouren. Man will jedoch wohl den Posten nicht Eins zu Eins besetzen, sondern wirklich einen Zuarbeiter für Salihamidzic einstellen. Dabei wird immer wieder der Name Sven Mislintat genannt. Der ist jedoch aktuell noch beim Rivalen Borussia Dortmund unter Vertrag. Dort bekleidet er die Position des Chefscouts. Er gilt innerhalb der Branche als besonders begabt darin, Talent zu erkennen. Die gute Dortmunder Transferpolitik der letzen Jahre ist zu einem großen Teil auch sein Verdienst.

Mit dem ehemaligen Trainer Thomas Tuchel überwarf sich Mislintat, der seit über zehn Jahren in Dortmund arbeitet, in der letzten Saison. Angeblich sprachen die beiden am Ende kein Wort mehr miteinander; Tuchel schloss Mislintat von der Arbeit rund um die Kampfmannschaft weitestgehend aus. Der Ausgang dieser Machtprobe ist bekannt: Tuchel wurde gefeuert, Mislintat noch im Verein. Wie lange jedoch bleibt die Frage. Ein Job bei den Bayern scheint über die Maßen reizvoll. Ob Mislintat die Borussia aber am Ende wirklich verlässt, scheint aber mehr als offen, wird ihm doch eine besondere Beziehung zu Manager Michael Zorc nachgesagt. Falls er jedoch wechseln sollte, haben die Münchner erneut einen wichtigen Akteur vom großen Konkurrenten abgeworben.

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