David Moyes hatte mit Manchester United einen schwierigen Start in die neue Saison. Man konnte zwar das erste Spiel gegen Swansea locker mit 4:1... Manchester United unter Druck: Die Red Devils empfangen Aufsteiger Crystal Palace

Manchester United Wappen LogoDavid Moyes hatte mit Manchester United einen schwierigen Start in die neue Saison. Man konnte zwar das erste Spiel gegen Swansea locker mit 4:1 gewinnen, musste allerdings eine Punkteteilung mit Chelsea und sogar eine Niederlage gegen den Erzrivalen Liverpool in Kauf nehmen. Um den Anschluss an die Spitze nicht frühzeitig zu verlieren, müssen am Samstag in Old Trafford drei Punkte her.

Transferphase

David Moyes hatte in dieser Transferperiode einiges zu tun und musste auch Rückschläge hinnehmen. Die größte Aufmerksamkeit bekam hierbei die Personalie Wayne Rooney, welcher wie schon im Jahr 2010, den englischen Rekordmeister verlassen wollte. Das Interesse von anderen Clubs am Top-Stürmer war natürlich groß, besonders der FC Chelsea bombardierte United mit Angeboten. Doch der neue Trainier Uniteds konnte den wechselwilligen Superstar dann doch zum Bleiben überreden.

Allerdings vergaß man durch das ständige Hickhack um Rooney auf eigene Transfers. Moyes bekam in diesem Sommer unerwartet viele Absagen von Spielern, welche einen Wechsel zu Manchester United ohne Manager Sir Alex Ferguson als nicht besonders reizvoll empfanden. Es sagten unter anderem Fàbregas, De Rossi und Özil ab, wobei Letzterer nun sogar bei Arsenal unterschrieb. Am letzten Tag der Transferperiode konnte man mit Marouane Fellaini doch noch einen Mann für das Mittelfeld verpflichten.

Enttäuschender Start

Das erste Spiel gegen den vermeintlich schwächeren Gegner aus Swansea konnte man noch ohne Probleme gewinnen, doch gegen die „echten“ Konkurrenten hatte man große Probleme. Besonders Gefahr vor dem Tor ließ United in den letzten zwei Partien gegen Chelsea und Liverpool vermissen. Kein Wunder, dass die Red Devils nun seit 180 Minuten ohne Torerfolg nur an der siebten Stelle stehen, mit fünf Punkten Rückstand auf den führenden FC Liverpool. Die Ursache für diese Probleme liegen auf der Hand; Uniteds Mittelfeld.

Nach dem endgültigen Rücktritt von Paul Scholes, riss dieser wieder ein großes Loch in das kreative Zentrum von United, welches nun vom jungen Tom Cleverley notgedrungen geschlossen wird. Auch Wayne Rooney muss seine Stürmeraufgaben vernachlässigen um das Mittelfeld zu unterstützen. Dadurch bekommen die echten Stürmer wie Robin van Persie und Danny Welbeck zu wenige Bälle um vor dem gegnerischen Tor gefährlich werden zu können. Dass Manchester United in dieser Saison trotz mäßigem Torerfolg in der Defensive nicht viel durchlässt liegt allerdings ebenfalls nicht am Mittelfeld, sondern an der Rückkehr von Kapitän Vidic, welcher nun wieder mit seinem Kollegen Ferdinand eine solide Innenverteidigung vor United Tormann De Gea bildet.

Unter Druck

Mit der Verpflichtung von Marouane Fellaini, könnte eine Lösung für das Mittelfeld gefunden worden sein. Dass dieser lange Zeit unter Moyes bei Everton gespielt hat, könnte helfen sich schnell bei Manchester United zu integrieren. Die erste Gelegenheit sich zu Beweisen bekommt der Belgier möglicherweise schon am Samstag, wenn United den Aufsteiger, Crystal Palace, im Old Trafford empfängt. United muss unbedingt drei Punkte einfahren, um sich nicht schon sehr früh in dieser Saison zumindest vom Titelkampf zu entfernen. Aufgrund der Verletzung von Rooney wird Moyes im Sturm wahrscheinlich wieder auf van Persie und Welbeck setzen, welche im ersten Saisonspiel beide einen Doppelpack erzielten. Auch in der Verteidigung sind wohl keine großen Veränderungen zu erwarten. Ungewiss ist nur, ob weiterhin Cleverley oder bereits Fellaini das offensive Mittelfeld beackern wird. Eine dritte aber eher unwahrscheinliche Option wäre Kagawa, welcher allerdings bei Moyes zurzeit nur eine Reservisten Rolle einnimmt. Für United wäre ein schnelles Tor wichtig, um das benötigte Selbstbewusstsein wiederherzustellen und den wichtigen Sieg einzufahren, um den Anschluss an den Erzrivalen aus Liverpool, nicht zu verlieren.

Matthäus Renner, abseits.at

Matthäus Renner

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