Auch in diesem Jahr präsentiert sich die Europa League wieder äußerst bunt, denn so nimmt etwa erstmals ein Vertreter aus Aserbaidschan teil. Abseits.at stellt... Vorschau auf den ersten Europa-League-Spieltag

Auch in diesem Jahr präsentiert sich die Europa League wieder äußerst bunt, denn so nimmt etwa erstmals ein Vertreter aus Aserbaidschan teil. Abseits.at stellt einige der spannenden Begegnungen des ersten Spieltags dar.

Young Boys Bern – Liverpool

Bisher keine direkten Duelle

Zum zweiten Mal schafften die Berner den Einzug in die Europa League, auch wenn sich der Weg dorthin als steinig darstellte. In allen drei Qualifikationsrunden mussten die Hauptstädter eine Niederlage hinnehmen und das nicht gegen die größten Kaliber in Fußballeuropa – Zimbru Chisinau, Kalmar und Midtjylland waren die Kontrahenten. Auch der Start in die nationale Meisterschaft lief nicht nach Wunsch, denn nach acht Runden weist YB bereits sechs Punkte Rückstand auf die Spitze auf und rangiert im Mittelfeld.

Für Liverpool ist mittlerweile die Europa League zum täglichen Brot geworden, auf einen Einzug in die Champions League wartet man an der Anfield Road nun bereits seit drei Jahren. Damit das in Zukunft wieder anders wird, wurde in der Sommerpause einiges an Geld in die Hand genommen und unter anderem Fabio Borini von der Roma verpflichtet. Zudem einigte man sich mit Real Madrid auf ein Leihgeschäft mit Nuri Sahin, der sich in Spanien bis dato nicht durchsetzen konnte. In Resultate haben sich diese Transfers jedoch noch nicht niedergeschlagen, in der Premier League stehen nach vier Spieltagen erst zwei Punkte zu Buche.

 

Fenerbahçe – Olympique Marseille

Bisher keine direkten Duelle

Fenerbahçe glänzte in der vergangenen Saison nur durch Schlagzeilen abseits des sportlichen Bereichs, denn so war der Verein aus Istanbul wegen eines Bestechungsskandals von der UEFA ausgeschlossen worden. Nun trachtet man aber wieder danach, auf dem grünen Rasen für Furore zu sorgen, weswegen am Bosporus wie gewohnt eifrig eingekauft wurde. Neu im Kader stehen unter anderem Raul Meireles, der von Chelsea kam sowie Milos Krasic, der in Turin bei Juventus nicht glücklich wurde.

Nach einer äußerst schwachen Saison musste der Ligapokal dafür herhalten, um Marseille in dieser Saison internationale Auftritte zu bescheren. Mit Elie Baup musste auch ein neuer Trainer gefunden werden, da Didier Deschamps zur französischen Nationalmannschaft wechselte. Am Transfermarkt hielt sich der UEFA-Cup-Finalist von 2004 trotz einiger wichtiger Abgänge zurück, der bekannteste Neuzugang ist Joey Barton, der von den Queens Park Rangers ausgeliehen wurde.

 

Inter – Rubin Kasan

Letztes direktes Duell: 2:0 und 1:1 (Champions-League-Gruppenphase 2009/10)

Der Champions-League-Sieger von 2010 rettete sich mit einem formidablen Schlussspurt gerade noch in die in Italien so ungeliebte Europa League. Dass man den Bewerb vermutlich nicht allzu ernst nehmen wird, zeigte sich bereits in der Qualifikation, wo es daheim eine Niederlage gegen Hajduk Split und ein Remis gegen Vaslui setzte – dank entsprechender Auswärtssiege im Hinspiel reichte es aber jeweils zum Aufstieg.

Rubin Kasan fand sich dieser Tage etwas überraschend auf einer von der UEFA veröffentlichten Liste, die alle säumigen Schuldner aufzählte, die deswegen vorerst keine Prämien erhalten. Das hielt den Verein aus Tatarstan jedoch nicht davon ab, fleißig in neue Spieler zu investieren und so wurden unter anderem für José Salomón Rondón von Malga und Gökhan Töre rund 17 Millionen Euro ausgegeben.

 

Olympique Lyon – Sparta Prag

Letztes direktes Duell: 2:1 und 5:0 (Champions-League-Gruppenphase 2004/05)

Erstmals seit der Saison 1999/2000 schaffte Frankreichs einstiger Serienmeister nicht den Sprung in die Champions League. Wie Marseille gelang auch dem Team von Rémi Garde in diesem Jahr ein guter Start in die Ligue 1, auch wenn man prominente Neuzugänge im Stade Gerlande vergeblich sucht. Hingegen wurden mit Hugo Lloris und Aly Cissokho namhafte Akteure abgegeben und auch der mittlerweile 35-Jährige Cris, der acht Jahre in Lyon zugebracht hatte und auch das Amt des Kapitäns bekleidete, verließ den Verein und heuerte bei Galatasaray an.

Es kam etwas überraschend, dass sich Sparta Prag, das gegen die Admira durchaus größere Mängel offenbarte, relativ problemlos gegen Feyenoord Rotterdam durchsetzte und in die Gruppenphase einzog. Als Schlüsselspieler entpuppte sich bei den Pragern, die nach drei Jahren Pause endlich wieder den Meistertitel in die goldene Stadt holen wollen, der bullige Kameruner Stürmer Leonard Kweuke, der sich auch in der nationalen Meisterschaft bereits gut in Schuss zeigte.

 

Tottenham Hotspur – Lazio Rom

Bisher keine direkten Duelle

In diesem Duell treffen zwei Mannschaften aufeinander, die in den letzten Jahren bereits mehr als deutlich machten, wie wenig ihnen an der Europa League liegt. Die Londoner liefen zumeist mit dem zweiten Anzug auf und wie populär der Bewerb in Italien ist, muss nicht näher erörtert werden und dementsprechend scheiterte Lazio einmal in der Gruppenphase und einmal im Sechzehntelfinale.

Die Kader der beiden Teams würden es dabei durchaus ermöglichen, ein gewichtiges Wörtchen bei der Titelvergabe mitzusprechen, führt man sich auf Seiten der Engländer Akteure wie Gareth Bale oder Emmanuel Adebayor vor Augen und auch Lazio verfügt mit Miroslav Klose oder Cristian Ledesma über durchaus beschlagene Fußballer.

OoK_PS, abseits.at