Die zehnte Runde der höchsten spanischen Liga fand am Sonntagabend ihren Abschluss. Wir präsentieren euch wie gewohnt die besten Akteure des Spieltags mit zahlreichen... Spanien: Dreifacher Suárez „beurlaubt“ Real-Trainer Lopetegui

Die zehnte Runde der höchsten spanischen Liga fand am Sonntagabend ihren Abschluss. Wir präsentieren euch wie gewohnt die besten Akteure des Spieltags mit zahlreichen Stars, Talenten und Oldies in einer Top-11 zusammengefasst.

TORHÜTER

Oier Olazábal (Levante UD)
Der Torwart vom Tabellensiebten aus Valencia war beim 2:0-Sieg gegen Leganés einer der Leistungsträger im Team. Der 1,89 Meter große Spanier strahlte über 90 Minuten Sicherheit aus und zeichnete sich mit sechs gehaltenen Bällen aus. Der 29-Jährige blieb damit im zehnten Einsatz zum dritten Mal ohne Gegentreffer.

ABWEHR

Sergi Roberto (FC Barcelona)
Der in Reus, einer Stadt im Süden Kataloniens geborene Rechtsverteidiger lieferte beim 5:1-Clásico-Erfolg gegen Real Madrid eine Klasseleistung ab. Mit zwei Vorlagen und sechs herausgespielten Torchancen war er besonders in der Offensive auffällig. Zudem hatte der 26-Jährige mit sechs abgefangenen Bällen und einer Passquote von 90 Prozent weitere starke Werte vorzuweisen.

Dakonam Djené (Getafe CF)
Djené ist mit Sicherheit den wenigsten Fußballliebhabern ein Begriff. Der 26-jährige Togolese steht beim FC Getafe unter Vertrag und war beim 2:0-Heimsieg gegen Real Betis einer der Besten. 93 Prozent Passquote, zehn von zwölf gewonnene Zweikämpfen sowie neun Torverhinderungen ist der Arbeitsnachweis des beidfüßigen Innenverteidigers.

Diego Godín (Atlético Madrid)
Mit Diego Godín steht ein sehr erfahrener Spieler im Team der Runde. Dass der 124-fache uruguayische Nationalspieler noch lange nicht zum „alten Eisen“ gehört, zeigte er beim 2:0-Erfolg gegen Real Sociedad. „El Flaco“ (Der Dürre), wie er genannt wird, gewann sechs seiner sieben Zweikämpfe und schaltete sich häufig in die Offensive mit ein. So kam Godín auch zu seinem Treffer (45.) kurz vor der Halbzeit. Ein Tor mit Seltenheitswert, denn sein letzter Treffer in La Liga datiert am 19. März 2017.

Jordi Alba (FC Barcelona)
Das Gegenstück zu Sergi Roberto bildet mit Jordi Alba der nächste Barça-Akteur. Ähnlich wie Roberto erwischte auch der 29-jährige Linksverteidiger einen „Sahne-Tag“ im Clásico. Der Spanier brachte 87 Prozent seiner Zuspiele an den Mann, hatte drei erfolgreiche Dribblings und lieferte die herausragende Vorarbeit beim ersten Treffer. Ob Nationaltrainer Luis Enrique mit solchen Leistungen weiter auf Alba verzichten kann?

MITTELFELD

Cristian Portu (Girona FC)
Cristian Portugués Manzanera oder kurz Portu steht stellvertretend für den FC Girona unter den besten elf Spieler der Runde. Mit einem Doppelpack (34., 45.) stellte der beim FC Valencia ausgebildete Offensivspieler die Weichen für den 2:1-Erfolg gegenüber Aufsteiger Rayo Vallecano. Hinzu kommt eine Passquote von 83 Prozent.

Rubén Rochina (Levante UD)
Im zentralen Mittelfeld hat sich der 27-jährige Rubén Rochina einen Platz in unserer Top-11 verdient. Beim 2:0-Sieg gegen Leganés gewann der Spanier 14 Zweikämpfe und erzielte das Tor zum 2:0-Endstand (90.+1). 2008 wurde Rochina gemeinsam mit Thiago Alcántara U17-Europameister und galt als eines der größten Talente Spaniens. Heute, zehn Jahr später steht er als Stammspieler bei Levante immerhin auf einem starken siebten Tabellenrang.

Brais Méndez (Celta Vigo)
Beim klaren 4:0 gegen die SD Eibar ragte der Youngstar der Galicier auf Seiten der Heimelf heraus. Der 21-jährige Spanier zeigte besonders im Konter seine Qualitäten und bereitete so den zweiten Treffer mustergültig vor, ehe er das 3:0 (56.) selbst erzielte. Sein erst zweites Tor in der Primera División überhaupt. Man darf gespannt sein, ob man vom talentierten Linksfuß in Zukunft noch häufiger hören wird. Zuzutrauen ist es ihm allemal.

Pablo Sarabia (Sevilla FC)
Auf der linken Außenbahn von Sevilla befindet sich mit Sarabia ein ehemaliger Jungendspieler von Real Madrid. Beim 2:1 gegen Aufsteiger Huesca zeigte der 26-jährige Spanier, was er bei den Königlichen gelernt hat: 82 Prozent Passquote sowie ein Doppelpack innerhalb von 13 Minuten (65., 78.). Mit fünf Ligatoren und vier Assists aus zehn Partien gehört Sarabia auch heuer wieder zu den absoluten Leistungsträgern im Team der Andalusier.

ANGRIFF

Luis Suárez (FC Barcelona)
Der Mann des Spieltags: „Wegen Suárez verbraucht Lopetegui in Madrid all seine Leben“, so schrieb eine der größten spanischen Sportzeitungen, die „Marca“ am Tag nach dem 5:1-Clásico-Erfolg des FC Barcelona. Mit drei Toren (30., 75., 83.) schoss er die Königlichen fast im Alleingang ab und das ohne seinem „Buddy“ Lionel Messi. Doch es war keine One-Man-Show des Uruguayers, er war vor allem Nutznießer einer starken Mannschaftsleistung von Barça. Ein folgenschweres Spiel für Real-Trainer Julen Lopetegui, der nach der Pleite am Montagabend entlassen wurde. Die Nachfolge wird der Coach der zweiten Mannschaft Santiago Solari interimsmäßig antreten.

Iago Aspas (Celta Vigo)
Neben Suárez war Iago Aspas der überragende Akteur an diesem Wochenende. Mit einem Hattrick (5., 36., 56.) beim 4:0 gegenüber Eibar war der 31-Jährige nicht nur „Man of the match“, sondern auch der „glücklichste“ Familienvater der Liga. Die Nacht vor dem Spiel verbrachte der Spanier noch im Krankenhaus bei der Geburt seines zweiten Kindes. Bis zur nächsten Partie gegen Real Sociedad am Donnerstag wird der frisch gebackene Papa sicher noch viele Stunden mit der Familie genießen. Ob dann erneut ein Dreierpack folgt?

Alexander Friedl

• Kommunikationswissenschaft Student • Redakteur Sport Business Magazin • Projektmanagement FUSSBALL KONGRESSE • Twitter: @alexfriedl_2 •