Kaum zu glauben, aber wahr: Das argentinische Ausnahmetalent schlägt Angebote sämtlicher europäischer Spitzenvereine aus und wechselt wohl in die Ligue 1. Wenn man den... Palermos Javier Pastore (22) steht vor einem Wechsel zu Paris St.Germain!

Kaum zu glauben, aber wahr: Das argentinische Ausnahmetalent schlägt Angebote sämtlicher europäischer Spitzenvereine aus und wechselt wohl in die Ligue 1. Wenn man den Medien Vertrauen schenken darf, war beinahe alles was im internationalen Fußball Rang und Namen hat an einer Verpflichtung des Spielmachers von Palermo interessiert.

Zuletzt wurde der Argentinier immer öfter mit Chelsea London in Verbindung gebracht, da Pastore auch mehrfach erwähnt hat, Champions League spielen zu wollen und Michael Essien die Herbstsaison aufgrund einer Verletzung verpassen wird. Doch nun kommt scheinbar alles anders: Mehreren Medienberichten zufolge ist sich sowohl der US Palermo, als auch Pastore selbst mit PSG einig. Im Raum steht eine Ablöse zwischen 40 und 45 Millionen Euro.

SCHEICHS HABEN GROSSES VOR

Es drängt sich natürlich die Frage auf, woher der französische Hauptstadtklub plötzlich das nötige Kleingeld für einen solchen Transfer hat, bewegen wir uns doch in einer Preiskategorie, die nur eine handvoll Klubs bezahlen kann. Die Antwort ist schnell gefunden: PSG wurde erst im Juni von einer Investorengruppe aus dem Wüstenstaat Katar übernommen! Und die haben natürlich, wie sollte es anders sein, Großes vor. Die Franzosen haben bereits über 40 Millionen in neue Spieler investiert, unter anderem in drei aktuelle französischen Nationalteam-Spieler: Die Mittelfeldspieler Jeremy Menez (für acht Millionen von AS Rom) und Blaise Matuidi (für zehn Millionen von Saint Etienne), sowie der Mittelstürmer Kevin Gameiro (für elf Millionen von Lorient). Auch der Manager ist eine spektakuläre Neuverpflichtung, der Brasilianer Leonardo, ehemals Trainer von AC und Inter Mailand, wurde an die Seine gelockt um wiederum weitere Stars anzulocken.

RASANTE ENTWICKLUNG

Ist Javier Pastore dieses Geld wert? 2009 bewies Palermo ein gutes Händchen und verpflichtete den damals 20-Jährigen für sieben Millionen Euro von Club Atlético Huracán, einem argentinischen Erstligisten. Er avancierte sofort zum Stammspieler und führte Palermo in seiner ersten Saison in Europa auf den fünften Rang und damit in die Europa League. Als Krönung gewann „El Flaco“ ( das bedeutet der Schmale, da er bei 187cm Körpergröße nur 78kg wiegt) die begehrte Auszeichnung Nachwuchsspieler des Jahres in Italien. Diese Saison reichte es zwar nur für den achten Gesamtrang, aber Pastore selbst kann auf ein noch erfolgreicheres Jahr zurückblicken, was unter anderem elf Tore in der Serie A beweisen. Aufgrund seiner konstant starken Leistungen wird Pastore mittlerweile von vielen mit dem ehemaligen Weltfußballer Kaka vergleichen. Beide gelten als starke Dribbler, die auch viel Torgefahr ausstrahlen, vor allem aus der zweiten Reihe. Außerdem darf der 22-Jährige sich bereits über zehn Spiele im Nationalteam freuen, darunter drei Einsätze bei der Weltmeisterschaft in Südafrika.

PLÖTZLICH MILLIONÄR

Unterschreibt er tatsächlich den vorliegenden Vier-Jahres-Vertrag bei PSG darf er mit bis zu fünf Millionen Euro Jahresgehalt rechnen, die ihm den unerwarteten Wechsel nach Frankreich vereinfachen sollen. Das sollte ihm auch darüber hinweghelfen, dass PSG diese Saison „nur“ in der Europa League spielt, da man sich mit dem vierten Platz begnügen musste. Doch wenn was das Geld der Investorengruppe weiter so locker sitzt, werden die Pariser die nächsten Jahre wohl Stammgäste in der Champions League und dann hätte Javier Pastore alles richtig gemacht!

AlohaHe, abseits.at

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen