Der deutsche Profi Lennart Thy spendete einem Leukämiepatienten sein Blut und wird dafür von den Fans in den Niederlanden gefeiert. Lennart Thy ist 26... SympaTHYk: Lennart Thy wird in den Niederlanden zum Helden

Der deutsche Profi Lennart Thy spendete einem Leukämiepatienten sein Blut und wird dafür von den Fans in den Niederlanden gefeiert.

Lennart Thy ist 26 Jahre alt. Er absolvierte sechs Spiele für die deutsche U20-Auswahl und erzielte dabei einen Treffer. Der Stürmer konnte sich jedoch in der deutschen Bundesliga nie durchsetzen und ist aktuell von Werder Bremen an den niederländischen Erstligisten VVV-Venlo ausgeliehen. In der bisherigen Saison hat er in 27 Spielen für seinen aktuellen Arbeitgeber sieben Treffer und sechs weitere vorbereitete.

Das sind die Hardfacts über den Fußballer Lennart Thy. Doch der stand am letzten Spieltag der niederländischen Eredivisie nicht im Mittelpunkt – sondern der Mensch Lennart Thy. Wobei das eine von dem anderen nur schwerlich zu trennen ist. Aber das ist eine andere Diskussion.

Jedenfalls wurde Thy nach dem Spiel des PSV Eindhoven gegen Venlo – die PSV gewann diese Partie mit 3:0 – zum Spieler des Spiels gewählt – obwohl er nicht an der Partie teilnahm. Thy verzichtete freiwillig auf die Begegnung um einem Leukämiepatienten Blut zu spenden. Zuvor war bei dem Stürmer eine seltene Übereinstimmung mit dessen DNS festgestellt wurde.

In der elften Minute des Spiels – Thy trägt die Rückennummer elf – erhoben sich zudem die 30.000 anwesenden Zuschauer, um Beifall für ihn zu spenden. Auch bei anderen Erstligaspielen gab es in der elften Minute Applaus sowie zahlreiche Spruchbänder wie „Respect Lennart“ und „SympaTHYk“.

Thy hatte vor sieben Jahren bei einer Typisierungsaktion eine DNS-Probe abgegeben, vergangene Woche war die Übereinstimmung festgestellt worden. „Bei einer derartigen Behandlung stehen die Chancen für den Patienten sehr gut geheilt werden zu können“, hatte VVV vor dem Spiel mitgeteilt. „Er wird in der kommenden Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen.“

Stefan Karger