Während weite Teile Fußballeuropas im Winterschlaf liegen und bald die Vorbereitungen auf die Rückrunde beginnen, ist in einigen Ländern die Saison bereits beendet und... Überblick: Die Entscheidungen in den Kalendermeisterschaften 2016 (1)

Fußball in Schweden - Elche mit Ball_abseits.atWährend weite Teile Fußballeuropas im Winterschlaf liegen und bald die Vorbereitungen auf die Rückrunde beginnen, ist in einigen Ländern die Saison bereits beendet und alle Entscheidungen über Titel und Abstieg sind gefallen. abseits.at blickt in jene Ligen, die dem Prinzip der Kalendermeisterschaft folgen.

Weißrussland – Vysheyshaya Liga

Nichts Neues in Weißrussland: BATE Borisow sicherte sich zum zwölften Mal in Folge weißrussische Meisterschaft und wird im kommenden Sommer versuchen, zum sechsten Mal die Gruppenphase der Champions League zu erreichen.

Mit einem Respektabstand von elf Punkten belegte Shaktyor Soligorsk den zweiten Tabellenplatz, weitere vier Zähler vor Dinamo Minsk, das ebenfalls in der Europa-League-Qualifikation antreten wird.

Der vierte Europacupstartplatz wird erst im Frühjahr vergeben, wenn der Cup in die entscheidende Phase geht. Im Viertelfinale des Wettbewerbs stehen unter anderem die Top-3 der Meisterschaft.

Verabschieden aus der weißrussischen 16er-Liga müssen sich Belshina Bobruisk und Granit Mikashevichi, die Aufsteiger heißen Gomel und Dnepr Mogilev.

Meister: BATE Borisow
Europa-League-Qualifikation: Shaktyor Soligorsk, Dinamo Minsk
Cupsieger: Viertelfinale im März
Absteiger: Belshina Bobruisk, Granit Mikashevichi
Aufsteiger: Gomel, Dnepr Mogilev
Torschützenkönig: Vitali Rodionov und Mikhail Gordeichuk (15 Tore/BATE Borisow/Weißrussland)
Zuschauerschnitt: 1.480 (16 Vereine)

Schweden – Allsvenskan

Nach einem Jahr Pause kehrt Malmö FF auf die europäische Fußballbühne zurück – und das als Meister. Die Südschweden holten zum 22. Mal den Titel und distanzierten AIK Solna sowie den entthronten Meister IFK Norrköping um je sechs Punkte.

Wer das Trio nach Europa begleitet, entscheidet sich ab Februar, wenn die aus 32 Mannschaften bestehende Gruppenphase des schwedischen Pokals startet. Hoffnungen auf das letzte Europacupticket darf sich nicht zuletzt IFK Göteborg machen, das die Allsvenskan als Tabellenvierter beendete.

Während sich Falkenberg und Gefle auf direktem Wege in die zweitklassige Superettan verabschiedeten, musste der siebenfache schwedische Meister Helsingborg in die Relegation, die auf dramatische Weise gegen Halmstad verloren wurde. Die beiden weiteren Aufsteiger heißen Sirius und AFC United.

 Meister: Malmö FF
Europa-League-Qualifikation: IFK Norrköping, AIK Solna
Cupsieger: Gruppenphase im Februar/März
Absteiger: Helsingborg, Falkenberg, Gefle
Aufsteiger: Sirius, AFC United, Halmstad
Torschützenkönig: John Owoeri (17 Tore/Häcken/Nigeria)
Zuschauerschnitt: 9.184 (16 Vereine)

Norwegen – Tippeligaen

Obwohl in der Europa-League-Qualifikation relativ deutlich an der Wiener Austria gescheitert, gelang Rosenborg problemlos die Titelverteidigung. Die Trondheimer ließen der Konkurrenz keine Chance und nahmen Vizemeister Brann Bergen 15 Punkte ab.

Dennoch wird man bei Brann durchaus zufrieden mit der Saison sein, kehrte man nach einjähriger Abstinenz doch erst in das norwegische Fußballoberhaus zurück. Odd qualifizierte sich als Dritter für den Europacup, und weil Rosenborg auch den Cup gewann, spielt auch der Tabellenvierte Haugesund nächste Saison ebenfalls international.

Mit nur zwei Siegen aus 30 Spielen stieg Start Kristiansand als abgeschlagener Tabellenletzter in die OBOS Ligaen ab und nahm dorthin auch Bodø/Glimt mit. Stabaek gelang es dank zweier später Tore hingegen, in der Relegation gegen Jerv die Oberhand zu behalten und den Abstieg zu verhindern. Die Aufsteiger in die Tippeligaen heißen Kristiansund und Sandefjord.

Meister: Rosenborg
Europa-League-Qualifikation: Brann Bergen, Odd, Haugesund
Cupsieger: Rosenborg
Absteiger: Start Kristiansand, Bodø/Glimt
Aufsteiger: Kristiansund, Sandefjord
Torschützenkönig: Christian Gytkjær (19 Tore/Rosenborg/Dänemark)
Zuschauerschnitt: 6.985 (16 Vereine)

Finnland – Veikkausliga

Finnland durfte sich über ein ausgesprochen spannendes Titelrennen freuen, das letztlich IFK Mariehamn für sich entschied und sich damit zum ersten Mal zum finnischen Meister krönte.

Drei Punkte dahinter beendete der langjährige Serienmeister HJK Helsinki die Saison, einen Zähler vor dem entthronten Champion SJK Seinäjoen. Weil Mariehamn das Double gewann, spielt auch der Tabellenvierte Vaasa im Europacup.

In der zweitklassigen Ykkönen muss nächstes Jahr PK-35 Vantaa antreten und wird im Gegenzug durch JJK Jyväskylä ersetzt. Da Inter Turku in der Relegation gegen den Lokalrivalen Turun Palloseura die Oberhand behielt, gibt es keinen zweiten Ab- beziehungsweise Aufsteiger.

Meister: IFK Mariehamn
Europa-League-Qualifikation: HJK Helsinki, SJK Seinäjoen, Vaasa
Cupsieger: IFK Mariehamn
Absteiger: PK-35 Vantaa
Aufsteiger: JJK Jyväskylä
Torschützenkönig: Roope Riski (17 Tore/ Seinäjoen/Finnland)

OoK_PS, abseits.at

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