Die beiden Samstagsspiele der tipp3 Bundesliga können die Tabelle an ihren beiden Enden zumindest temporär markant beeinflussen. Würde Mattersburg in Innsbruck – so wie... 4.Runde: Mattersburg mit der Chance auf die Tabellenführung und Sturm vor einem schwierigen Pflichtsieg

Die beiden Samstagsspiele der tipp3 Bundesliga können die Tabelle an ihren beiden Enden zumindest temporär markant beeinflussen. Würde Mattersburg in Innsbruck – so wie in der vergangenen Saison – mit mindestens zwei Toren Unterschied gewinnen, könnten die Burgenländer vor den drei Sonntagsspielen die Tabellenspitze übernehmen und dem FC Wacker vorerst die wenig begehrte „Rote Laterne“ in die Hand drücken.

Beim letzten Duell am Tivoli ging der FC Wacker Innsbruck gegen den SV Mattersburg mit 3:6 unter. Und auch vor dem ersten Saisonduell 2012/13 stehen die Vorzeichen nicht gut, denn die Burgenländer überzeugten zuletzt gegen den SK Sturm und brachten sogar den Meister aus Salzburg ins Wanken. Demnach wird sich an der Aufstellung des SV Mattersburg nichts ändern: Erneut wird wohl Prietl im defensiven Mittelfeld beginnen, obwohl der Rumäne Florin Lovin gegen den SK Sturm nach seiner Einwechslung mit dem 3:1 den Sack zumachte.

Luxusproblem im Burgenland

Vorne vertraut man weiterhin auf Naumoski und Bürger, wobei vor allem Ersterer in Überform agiert, was man auch an seinen beiden Treffern gegen Sturm sah. Da Rodler in der Innenverteidigung gesetzt ist und Mravac auf die Linksverteidigerposition rückte, ist für Lukas Rath aktuell kein Platz in der Startelf von Franz Lederer. Luxusprobleme in Mattersburg – ein seltenes Vergnügen für den längstdienenden Bundesliga-Coach.

Nur nicht ohne Punkte ins frühe „Kellerduell“

Wacker Innsbruck muss sich wohl bald etwas Neues einfallen lassen, denn die bisherigen Saisonauftritte blieben deutlich hinter den eigenen Ansprüchen. Niederlagen gegen Rapid, Admira und Ried, keine Punkte, nur ein erzieltes Tor. Wenn auch das Spiel gegen den SV Mattersburg in die Hose geht, muss die Elf von Walter Kogler in Runde 5 gegen den SC Wiener Neustadt großem Druck standhalten. Daher ist es besonders wichtig den SV Mattersburg – eine Mannschaft, die auf Augenhöhe sein sollte – zu Hause in Schach zu halten.

Kaum offensive „Key Player“ beim FC Wacker Innsbruck

Betrachtet man die Aufstellung des FC Wacker Innsbruck sticht jedoch ins Auge, dass vor allem offensiv die Schlüsselspieler fehlen. Man vermisst Akteure, die in brenzligen Phasen die Kohlen aus dem Feuer holen können. Senkrechtstarter Christopher Wernitznig blieb in der bisherigen Saison unter den öffentlichen Erwartungen, der brasilianische Neuzugang Marcelo Fernandes wirkt noch wie ein Fremdkörper. „Key Player“, wie sie Mattersburg mit Naumoski oder mittlerweile auch Seidl hat, werden bei den Innsbruckern bitterlich vermisst.

Sturm muss Heil in der Offensive suchen

Ebenfalls noch nicht hundertprozentig in der Spur ist der SK Sturm Graz, der heute den Aufsteiger aus Wolfsberg empfängt. Mit Leonhard Kaufmann muss Peter Hyballa einen weiteren Spieler vorgeben. Der Deutsche muss damit bereits ein sechs Spieler starkes Lazarett hinnehmen. Die offensivsten Spieler sind bei den „Blackies“ allerdings fit und genau auf diese muss sich Sturm, gerade in Heimspielen, stützen. Sukuta-Pasu, Szabics, Okotie und Bodul kämpfen um zwei oder drei Plätze im noch nicht genau ausdefinierten System der Grazer und sind gegen die unangenehmen Wolfsberger gefragt. Bei einem neuerlichen Misserfolg – und dazu zählt auch ein Remis – brennt in der Steiermark bereits früh in der Saison der Hut…

Wolfsberg weiterhin frech?

Weniger Stress hat der WAC: Gegen die Austria verkaufte man sich trotz Nervosität recht gut, in Ried gelang schließlich ein Überraschungssieg und gegen Red Bull Salzburg konnte man mit der Leistung zufrieden sein. Bei etwas anderem Spielverlauf hätte der Liganeuling den Tabellenführer durchaus ins Wanken bringen können – und an diese Leistung muss das Team von Nenad Bjelica anknüpfen. Die Mannschaft, die den SK Sturm ins Schwitzen bringen soll, ist voraussichtlich dieselbe, die gegen Red Bull Salzburg über weite Strecken gut mithielt.

Spanier dominieren das Spiel des Aufsteigers

Allgemein zeichnen sich in Kärnten Spanier-Festspiele ab. Nachdem sich David de Paula auf der linken Mittelfeldseite durchsetzen konnte und Jacobo damit auf eine offensive Position „drängte“, sind nun vier Iberer im Stamm der Wolfsberger gesetzt. Hinzu kommt der bisher sichere Innenverteidiger Solano und Stürmer Ruben Rivera, bei dem das Visier noch nicht perfekt eingestellt ist, der jedoch bei seinen bisherigen Einsätzen immer wieder in Ansätzen zeigte, wie gefährlich er sein kann. Sturm muss sich vor allem auf schnelle Konter gefasst machen, die von Offensivfreigeist Jacobo, den schnellen Flügeln Kerhe und De Paula, aber auch von der ordnenden Kraft im Mittelfeld, dem defensiveren Polverino und dem offensiveren Liendl, getragen wird.

Daniel Mandl, abseits.at

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen

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