Wie jede Woche liefern wir euch eine kompakte Übersicht vor dem Spieltag der österreichischen Bundesliga. Was erwartet die jeweiligen Mannschaften, welche Ausfälle müssen kompensiert... Faktencheck zur 33. Bundesliga-Runde 2017/18

Wie jede Woche liefern wir euch eine kompakte Übersicht vor dem Spieltag der österreichischen Bundesliga. Was erwartet die jeweiligen Mannschaften, welche Ausfälle müssen kompensiert werden.

LASK – SK Rapid Wien

Samstag, 16:00 Uhr, TGW Arena, Schiedsrichter: Rene Eisner

Kein Team in der Bundesliga ist aktuell so heiß, wie Aufsteiger LASK. Die Stahlstädter hauen derzeit, salopp gesagt, alles weg, was ihnen vor die Nase kommt. Aus den letzten sieben Spielen holten sie sieben Siege und schlugen dabei auch den designierten Meister aus Salzburg. Die letzte Niederlage datiert vom 3. März dieses Jahres, als der LASK mit 0:2 gegen Sturm verlor. Damit hat sich der LASK bereits auf Rang drei vorgeschoben, und wird nächstes Jahr international spielen. Sogar die Qualifikation für die Champions League ist theoretisch noch möglich.

Die kann Rapid hingegen nach der 2:4-Niederlage gegen Sturm am letzten Spieltag wohl endgültig abschreiben. Es war die erste Niederlage nach fünf Siegen in Folge. Die Qualifikation für die Europa League sollte aber sicher sein. Nach der verkorksten letzten Saison kann man das in Hütteldorf wohl bereits als Erfolg werten.

Der LASK konnte keines der letzten sechs Ligaspiele gegen Rapid gewinnen. Die jüngsten vier Bundesliga-Duelle gewann jeweils Rapid (inklusive UNIQA ÖFB Cup sind es fünf Spiele). Den letzten Sieg in der Meisterschaft über die Wiener feierten die Linzer im Heimspiel am 29. August 2010 mit 1:0.

Zuletzt eroberten die Linzer mit sieben Siegen in Folge den dritten Tabellenplatz und überholten die Rapidler, deren Serie von fünf Siegen am vergangenen Wochenende mit der 2:4-Niederlage bei Sturm Graz zu Ende ging.

Die letzten direkten Duelle:
SK Rapid Wien 2:0 LASK
LASK 1:2 SK Rapid Wien
SK Rapid Wien 1:0 LASK

Verletzt/Angeschlagen: Alexander Schlager, Philipp Wiesinger, Marko Raguz, Mergim Berisha, Dogan Erdogan – Boli Bolingoli – Mbombo, Tamas Szanto
Gesperrt: niemand – Maximilian Hofmann
Gefährdet: Reinhold Ranftl, Philipp Wiesinger, Peter Michori, Christian Ramsebner – Giorgi Kvilitaia, Thomas Murg, Stefan Schwab, Mario Sonnleitner
Nächstes Spiel: SK Sturm Graz – LASK / SK Rapid Wien – Red Bull Salzburg

SV Mattersburg – SC Rheindorf Altach

Samstag 18:30 Uhr, Pappelstadion, Schiedsrichter: Markus Hameter

Dank eines überraschenden 3:2-Auswärtserfolges bei der Austria am vergangenen Wochenende, haben die Mattersburger, bei sieben Punkten Rückstand auf Platz fünf, immer noch theoretische Chancen, nächste Saison international zu spielen. Ein Sieg gegen Altach wäre dafür jedoch Pflicht. Auch wenn es mit Europa am Ende nichts werden sollte, haben die Burgenländer eine durchaus überzeugende Runde gespielt.

Das kann der Gegner aus Altach von sich nur bedingt behaupten, erreichten die Vorarlberger letzte Saison mit Platz vier doch die Zulassung für die Qualifikation für die Europa League, wo sie knapp scheiterten. In dieser Saison jedoch befindet sich der SCR im Niemandsland der Tabelle wieder. Zuletzt setzte es gar fünf Niederlagen in sechs Spielen, u.a. ein 0:2 gegen den LASK am letzten Wochenende.

Der SV Mattersburg hat acht der bisherigen elf Heimspiele in der Bundesliga gegen SCR Altach gewonnen, die jüngsten beiden jeweils mit 1:0. Nur ein einziges Mal waren die Vorarlberger im Pappelstadion erfolgreich (2:1 am 26. November 2016).

Nach sechs Heimsiegen in Folge konnte Mattersburg die jüngsten drei Heimpartien nicht mehr gewinnen (2 Remis, 1 Niederlage). Altach hat die letzten drei Auswärtsspiele allesamt verloren.

Die letzten direkten Duelle
SCR Altach 1:1 SV Mattersburg
SV Mattersburg 1:0 SCR Altach
SCR Altach 1:0 SV Mattersburg

Verletzt/Angeschlagen: Mario Grgic – Jan Zwischenbrugger, Boris Prokopic, Simon Piesinger, Kristjian Dobras
Gesperrt: Thorsten Mahrer – niemand
Gefährdet: Michael Novak, Andreas Gruber, Alejandro Farinas, Florian Sittsam – Johannes Aigner, Benedikt Zech
Nächstes Spiel: Admira Wacker Mödling – SV Mattersburg / SCR Altach – SKN St. Pölten

FK Austria Wien – Admira Wacker Mödling

Samstag 18:30 Uhr, Ernst Happel Stadion, Schiedsrichter: Manuel Schüttengruber

Nach dieser bislang wirklich grauenhaften Saison, muss sich bei der Austria in der nächsten Spielzeit einiges ändern; allzu deutlich haben die Violetten ihre Saisonziele verpasst. Derzeit rangiert die Austria nur auf Platz sieben der Tabelle und hat die letzten drei Spiele allesamt verloren. Damit weißt man in diesem Zeitraum eine schlechtere Bilanz als der abgeschlagene Tabellenletzte aus St. Pölten auf. Am letzten Wochenende verlor das Team aus Favoriten daheim mit 2:3 gegen den SV Mattersburg.

Die Admira hingegen spielt eine überraschend starke Saison, die der jungen Mannschaft von Trainer Ernst Baumeister so wohl nur die wenigsten Experten zugetraut haben. Trotz zwei Niederlagen aus den letzten drei Spielen stehen die Südstädter mit sieben Punkten Vorsprung auf Mattersburg auf Rang fünf, der ja am Ende für die Qualifikation für die Europa League reichen könnte. Am letzten Spieltag siegte die Admira mit 4:2 gegen den WAC.

Das jüngste Aufeinandertreffen zwischen FK Austria Wien und der Admira haben die Niederösterreicher in der BSFZ-Arena mit 2:1 gewonnen. Davor gab es in den Duellen der beiden Teams sechs Siege in Folge für die jeweilige Auswärtsmannschaft. Die letzten drei Heimspiele gegen die Admira hat die Austria allesamt verloren.

Zuletzt haben die Wiener drei Ligaspiele in Folge verloren. Die Heimbilanz ist mit je 7 Siegen bzw. Niederlagen ausgeglichen. Nur zwei Heimspiele endeten unentschieden. Die Admira hat seit 18 Spielen nicht mehr remis gespielt. Auswärts haben die Niederösterreicher in den letzten 9 Ligaspielen immer zumindest ein Tor erzielt.

Die letzten direkten Duelle:
Admira Wacker 2:1 Austria
Austria 2:3 Admira Wacker
Admira Wacker 1:3 Austria
Verletzt/Angeschlagen:  Robert Almer – Daniel Toth, Sasa Kalajdzic
Gesperrt: niemand
Gefährdet: Ibrahim Abdullahi, Thomas Salamon – Markus Lackner,
Nächstes Spiel:  Wolfsberger AC – FK Austria Wien / Admira Wacker Mödling – SV Mattersburg

SKN St. Pölten – Wolfsberger AC

Samstag 18:30 Uhr, NV – Arena, Schiedsrichter: Harald Lechner

Elf Punkte aus 32 Spielen ist eine dramatisch schlechte Bilanz. Trotzdem könnte der SKN St. Pölten auch in der nächsten Saison Bundesliga spielen – die Relegation macht es möglich. Daher wird beim SKN auch alles auf diese beiden Spiele hin ausgerichtet sein. Da dem Tabellenzweiten der Ersten Liga, der TSV Hartberg, in erster Instanz die Lizenz für die Bundesliga nicht erhielt, könnte sich der SKN sogar ganz ohne sportlichen Wettbewerb in der Liga halten.

Der WAC landete nach dem sensationellen 2:1-Heimerfolg gegen Sturm, mit einer klaren 2:4-Niederlage gegen die Admira am vergangenen Wochenende wieder auf dem Boden der Tatsachen. Wobei das den Kärtnern relativ egal sein dürfte, ist die Zugehörigkeit für die Bundesliga in der nächsten Saison schon längst gesichert. Die katastrophale Bilanz des kommenden Gegners macht es möglich, dass der WAC mit gerade einmal 23 Punkten nach 32 Spieltagen souverän die Klasse hält.

Das jüngste Aufeinandertreffen von SKN St. Pölten und dem WAC endete am 24. Februar 2018 in Kärnten mit einem 1:0-Erfolg der Niederösterreicher. Es war der einzige der St. Pöltner in den bisherigen sieben Duellen. Daheim ist der SKN gegen die Wolfsberger noch sieglos.

12 von 16 Heimspielen hat St. Pölten in dieser Saison verloren, nur ein einziges gewonnen. Der WAC hat 12 von 16 Auswärtsspielen verloren –  zuletzt fünf Mal hintereinander – und nur einmal auswärts gewonnen.

Die letzten direkten Duelle:
Wolfsberger AC 0:1 SKN St. Pölten
SKN St. Pölten 0:0 Wolfsberger AC
Wolfsberger AC 2:1 SKN St. Pölten

Verletzt/Angeschlagen: Maximilian Entrup, Devante Parker, Damir Mehmedovic – Gerald Nutz
Gesperrt: niemand
Gefährdet: Davic Stec, Luan, Babacar Diallo, Michael Huber – Thomas Zündel, Christoph Rabitsch
Nächstes Spiel: SCR Altach – SKN St. Pölten / Wolfsberger AC – FK Austria Wien

Red Bull Salzburg – SK Sturm Graz

Sonntag 16:30 Uhr, Red Bull Arena, Schiedsrichter: Julian Weinberger

Sollte Salzburg diese Partie gegen Sturm nicht verlieren, würden sie als Meister endgültig feststehen. Wirkliche Zweifel daran, dass sich Red Bull erneut mit dem Titel krönen wird, bestehen aber bereits seit Wochen nicht mehr. Unter der Woche schieden die Mozartstädter nach großem Kampf gegen Olympique Marseille im Halbfinale der Europa League aus. In der Liga gab es zuletzt drei Siege in Folge.

Sturm dürfte beim Gedanken an die letzte Partie in Salzburg noch immer schlecht schlafen können; die Steirer verloren die Partie am 19.11.2017 sang – und klanglos mit 0:5. Die Chancen für Sturm, im Spiel am Sonntag etwas Zählbares mitzunehmen, stehen aber theoretisch gar nicht zu schlecht. Immerhin musste Salzburg gegen Marseille in die Verlängerung. Nach der peinlichen 1:2-Niederlage gegen Wolfsberg, rehabilitierte sich Sturm am letzten Wochenende mit einem 4:2-Erfolg gegen Rapid. Platz zwei scheint damit gesichert.

Von den letzten sieben Bundesligaduellen gegen den SK Sturm Graz gewann Red Bull Salzburg vier, darunter auch die jüngsten beiden. Die Grazer waren drei Mal erfolgreich. Es gab in diesem Zeitraum kein Remis.

Seit 26 Heimspielen ist Red Bull bereits ungeschlagen, die jüngsten sechs wurden allesamt gewonnen. Sturm Graz hat neun der bisherigen 16 Auswärtsspiele in dieser Saison gewonnen.

Die letzten direkten Duelle:
SK Sturm Graz 2:4 Red Bull Salzburg
Red Bull Salzburg 5:0 Sturm Graz
SK Sturm Graz 1:0 Red Bull Salzburg

Verletzt/Angeschlagen: niemand – Philipp Zulechner
Gesperrt: niemand
Gefährdet: Hee Chan Hwang, Amadou Haidara, Marin Pongracic, Andreas Ulmer – Lukas Spendlhofer, Thorsten Röcher, Fabian Koch, Marvin Potzmann
Nächstes Spiel: SK Rapid Wien – Red Bull Salzburg / SK Sturm Graz – LASK

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