Die neue Bundesligasaison steht vor der Türe und wir werfen einen Blick auf die Spieler, die das Zeug dazu haben, 2015/16 einen großen Schritt... Heiße Aktien für 2015/16 (3): Malicsek, Zech, Swete, Ziegl

tipico BundesligaDie neue Bundesligasaison steht vor der Türe und wir werfen einen Blick auf die Spieler, die das Zeug dazu haben, 2015/16 einen großen Schritt nach vorne zu machen. Wer sind die vielversprechenden Spieler der neuen Saison? Wer sind die Senkrechtstarter, die Rückkehrer, die Spätberufenen? abseits.at hat in dieser mehrteiligen Serie die Einschätzung.

Philipp Malicsek (Admira Wacker Mödling)

Im Juni feierte Philipp Malicsek seinen 18.Geburtstag – zuvor stand er bereits achtmal in der Bundesliga-Startelf der Admira. Zuletzt nahm er an der U19-Europameisterschaft in Griechenland teil. Malicsek überzeugt mit seinem Spielverständnis und guten Standardsituationen, die ihn neben seinen grundlegenden Fähigkeiten auch zu einem potentiell sehr effektiven Fußballer machen. Nach Konstantin Kerschbaumers Abgang nach Brentford wird Malicsek nun zusätzlich eine gestaltende Rolle zukommen, in der das Supertalent weiter wachsen wird. Malicsek wird trotz seiner Jugend in der Saison 2015/16 eine wichtige Kraft im Mittelfeld der Admira sein, auch wenn es hie und da sicher die verständlichen Rückschläge geben wird.

Benedikt Zech (SC Rheindorf Altach)

Nach einer bärenstarken Aufstiegssaison 2013/14 und der großen Chance sich in den Notizblöcken nationaler Scouts zu festigen, brach sich Benedikt Zech im Juli des Vorjahres den Knöchel, fiel fast ein halbes Jahr aus und wurde deshalb auch zu „Vorarlbergs Pechvogel des Jahres 2014“ gewählt. Seit dem Frühjahr ist Zech wieder da und arbeitete sich Schritt für Schritt in seine erste Bundesligasaison ein. Die kommende Saison 2015/16 wird – so er verletzungsfrei bleibt – Zechs Jahr. Eigentlich ist der 24-Jährige Innenverteidiger, aber für Furore wird er als Linksverteidiger sorgen, zumal er mehr ist, als nur ein pfeilschneller Kettenhund und lästiger Zweikämpfer. Zech hat außerdem Qualitäten im Spielaufbau und kann bei Standards zu einer gefährlichen Offensivwaffe werden. Die Leidenszeit ist vorüber und so heißt es jetzt „alle Augen auf Zech“, denn der 186cm-Mann wird einer der großen Gewinner bei den Altachern sein.

Rene Swete (SV Grödig)

Noch ist der Kampf um das „Einserleiberl“ beim SV Grödig in vollem Gange. Pirmin Strasser und Rene Swete sind die Favoriten, Alexander Schlager hat Außenseiterchancen auf Einsätze. Das Rennen wird aber mit hoher Wahrscheinlichkeit der einstige FAC-Keeper Swete machen, der Anfang Juni seinen 25.Geburtstag feierte und in der Vorsaison mit den Floridsdorfern den Klassenerhalt bejubeln durfte. Der junge Wiener gilt als hochveranlagter Keeper, der auch mit Druck gut umgehen kann und an schwierigen Aufgaben wächst. Schwierig wird’s in Grödig mit Sicherheit, denn die Salzburger sind nach dem Ausverkauf der letzten Wochen erster Abstiegskandidat. Man braucht sich nicht darum sorgen, Swete in der kommenden Spielzeit selten zu Gesicht zu bekommen, denn an Beschäftigung wird es dem Keeper nicht mangeln. Das vielversprechende Gesamtpaket, das er mitbringt, macht ihn jedoch zu einem potentiellen Zünglein an der Waage im Abstiegskampf.

Marcel Ziegl (SV Ried)

Nach und nach mauserte sich Marcel Ziegl, oft im Schatten spektakulärerer Fußballer, zum Leistungsträger bei der SV Ried. 2012/13 war es soweit, dass der in Seewalchen geborene Defensivspieler den Weg in die Stammelf der Rieder fand, aber in der darauffolgenden Saison warf eine hartnäckige Adduktorenverletzung den mittlerweile 22-Jährigen zurück. Ziegl fiel mehr als vier Monate lang aus, verpasste die Wintervorbereitung und kam in der Saison 2014/15 noch stärker zurück. Der defensive Mittelfeldspieler avancierte zum Taktgeber im Spiel der Innviertler, wurde auch für das Offensivspiel immer wichtiger, war einerseits Nadelspieler, andererseits Balancegeber und Toreinleiter. In der Saison 2015/16 spielt Ziegl um einen neuen Vertrag – den wird er jedoch bei einer weiteren Leistungssteigerung, von der auszugehen ist, nicht mehr in Ried unterzeichnen. Der nicht mehr ganz so heimliche Chef im Mittelfeld der Rieder wird ebendieses wohl nur noch ein Jahr lang stabilisieren.

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen

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