Dies ist der erste Teil einer Serie zur Vorbereitung von Rapid. Vorerst sind bei den Hütteldorfern nur 15 Feldspieler und Torhüter Lukas Königshofer am... Rapid trainiert in Kaisermühlen – gute Stimmung mit nur 15 Feldspielern

Dies ist der erste Teil einer Serie zur Vorbereitung von Rapid. Vorerst sind bei den Hütteldorfern nur 15 Feldspieler und Torhüter Lukas Königshofer am Schwitzen, die anderen Spieler befinden sich noch im Urlaub. Unverkennbar: Die gute Laune und Intensität mit der die Grün-Weißen zur Sache gehen. Von den Neuen sind vorerst nur Prager, Burgstaller und Schrammel dabei. In den nächsten Tagen folgen weitere Berichte und Videos zur Rapid-Saisonvorbereitung.

Anwesende Spieler:
Tor: Lukas Königshofer (Einzeltraining mit Raimund Hedl)
Abwehr: Ragnvald Soma, Jürgen Patocka, Mario Sonnleitner, Markus Katzer, Christian Thonhofer, Thomas Schrammel.
Mittelfeld: Christoph Saurer, Steffen Hofmann, Thomas Hinum, Thomas Prager, Christopher Trimmel, Guido Burgstaller.
Angriff: Atdhe Nuhiu, Rene Gartler, Deni Alar.

Zaungäste: Yasin Pehlivan, Josef Hickersberger

Dauer: 1:20 Stunden

Alle anderen Spieler sind noch auf Urlaub und kommen am 27.Juni zurück. Nur bei Boris Prokopic bin ich mir nicht sicher, zumal da am Montag im Training etwas vorgefallen sein soll (verletzt?)

Nachdem schon am Vormittag das Lauftraining anstand und die Teamspieler, also auch Teamkeeper Helge Payer noch auf Urlaub sind, standen heute vorallem laufkoordinative Übungen und Techniktraining auf dem Programm. Insgesamt gab es drei Übungen, die allesamt sehr intensiv durchgeführt wurden. Man muss dazu vorweg sagen, dass das Trainerteam sehr positiv mit den Spielern zusammenarbeitet und die Stimmung offensichtlich passt. Es wird viel gelacht, gescherzt – und auch besprochen. Schöttel und Hickersberger jr. nehmen sich immer wieder einzelne Akteure zur Brust und erklären ihnen einzelne Dinge. Unser hyperaktiver Konditrainer Dritan Baholli ist auch bemüht und enthusiastisch wie immer, war naturgemäß weniger ins effektive Training eingebunden, erklärt aber sogar bei den Lockerungsübungen danach, wieso jetzt was genau gemacht wird.

1.ÜBUNG: Laufkoordination und Passspiel

Die Mannschaft ist für diese Übung in zwei Gruppen aufgeteilt um die Intensität zu erhöhen, eh klar: Je zwei Spieler sind an vier Hütchen platziert und haben die Aufgabe eine Passstaffette miteinander zu spielen, wobei natürlich jeder gleichstark gefordert wird. Das Ganze wird zunächst ohne großem Tempo gemacht, nur zum Eingewöhnen, danach gibt’s einen Richtungswechsel. Mit der Zeit wird das Tempo aber angezogen und der Spieler, der als erster angespielt wird und prallen lassen muss, wird von Schöttel bzw. Hickersberger jr. attackiert. Grundsätzlich musste man den Attackierenden nur auf den ersten Metern abhängen, um ihn los zu sein, was den meisten ganz gut gelang, aber sicher nicht immer einfach war, weil Schöttel hielt und zupfte, wo er konnte. Die meisten Kicker lösten die Aufgabe dennoch sehr gut, wobei etwa Patocka schon mal ein Ball wegsprang. Gartler und Alar hatten hier die „Szenen der Einheit“. Gartler kam als Erster auf die Idee nicht prallen zu lassen, sondern Schöttel zu überraschen, indem er eine Finte auspackte: Er ging entgegen, ließ aber nicht prallen, sondern stieg über den Ball und spielte Schöttel hinter dessen Rücken perfekt aus. Nachdem Schöttel zu verstehen gab, dass es so natürlich auch geht, zog der eine oder andere Kicker mit. Am Schönsten Deni Alar: Er ließ den Ball in Bergkamp-Manier rechts via Außenrist an Schöttel vorbeidriften und ging nach einer schnellen Drehung links vorbei.

2.ÜBUNG: „Hösche“ 10 vs 5 auf engem Raum

Für die zweite Übung wurde ein Spielraum von etwa 30×25 Meter Größe aufbereitet. In diesem Spielfeld spielte man ein 10 gegen 5, wobei die Teams immer wieder wechselten (fünf Spieler hatten ein gelbes Leibchen, fünf ein oranges, fünf keines – so wurde immer roschiert). Die Spieler durften den Ball maximal zweimal berühren und so entwickelte sich die Übung, bei der es vorallem darum ging den Ball präzise und schnell auf die Seiten bzw. die gegenüberliegende Seite des Spielraumes zu verlagern, zu einem sehr intensiven Spielchen, bei dem keiner Fehler machen wollte und voll bei der Sache war. Am Verspieltesten war naturgemäß Gartler, der jedoch auch einige sehr feine Pässe und Tricks anbrachte, dafür aber manchmal drei Berührungen verbuchen musste. Es wurde – wie schon bei der vorherigen Übung – sehr viel geredet, so etwa von Ragnvald Soma, der oft die richtigen Kommandos gab, wann ein Wechselpass auf die andere Seite erfolgen sollte. Speziell Gartler und Soma waren es, die hier auffielen. Einerseits weil sie es beide sehr gut spielten, andererseits, weil man ihren Ärger bemerkte, wenn eine eigene Aktion nicht so erfolgreich ablief, wie erhofft. Soma machte über die gesamte Einheit allgemein einen guten Eindruck, übrigens wie Hofmann, Burgstaller und Schrammel, wobei man aber auch sagen muss, dass es eigentlich niemanden gab, der so richtig ausließ.

3.ÜBUNG: „Doppelhösche“ 5 vs 2 bzw. 6 vs 2

Direkt nebeneinander wurden zwei Höschen (nicht zu verwechseln mit dem Kleidungsstück 😀 ) gespielt. Das Ganze auf „beweglichen“ Spielfeldern. Es gab insgesamt sechs verschiedene Spielfelder, allesamt etwa 15 x 10 Meter groß, die teilweise während der Hösche gewechselt wurden. Wenn die Überzahlmannschaft zehn Ballberührungen schaffte, bekam sie einen Punkt. Die Unterzahlmannschaft musste das jeweils verhindern. Und wenn ich es richtig gesehen habe, gab es hierbei auch eine Art kleinen Wettbewerb, welche der beiden Gruppen mehr Punkte holte. Ab Mitte der Übung spielte auch Schöttel mit, technisch fehlerlos übrigens 😉 – auch wenn diese Übung sehr intensiv vollführt wurde, merkte man einigen bis allen Kickern an, dass sie das Ziel der Übung erreichen wollen. Hofmann etwa zählte bei jedem Pass seines Teams laut mit, ärgerte sich ziemlich darüber, wenn zB der neunte Pass ein elendig schlechter von Patocka war. Nuhiu stand zwischenzeitlich auch ein bisschen auf der Schaufel, da er irgendwie die Koordination verlor und bereits drei Meter außerhalb des Feldes den Ball forderte 😎

Diese und nächste Woche werden die Trainings auf alle Fälle noch viel Laufkoordination, Ausdauer und dergleichen enthalten. Für ausgiebige Einheiten sind noch zu wenige Spieler da. Für alle die gerne mal auf ein Training kommen würden (heute oder nächste Woche): Die Trainingszeiten im Sportcenter Donaucity sind derzeit 9:45 Uhr und 16:00 Uhr – nicht wie unter Pacult und Barisic 15 Uhr!

Daniel Mandl, abseits.at

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen

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