Im Spiel der 5. Runde der österreichischen Bundesliga endete die Begegnung zwischen dem SKN St. Pölten und der  Wiener Austria mit einem torlosen Unentschieden.... Spielerbewertung St. Pölten – Austria: Schoissengeyr macht Eigenwerbung

Im Spiel der 5. Runde der österreichischen Bundesliga endete die Begegnung zwischen dem SKN St. Pölten und der  Wiener Austria mit einem torlosen Unentschieden. Im Folgenden sollen die Spieler beider Mannschaften genauer betrachtet werden.

Notenschlüssel:
1= sehr schwach
10 = sehr stark

SKN St.Pölten

Christoph Riegler 6
Der Schlussmann und Kapitän der Niederösterreicher war wenn gefordert zur Stelle, auch wenn er letztlich nur wenige Hochkaräter zu entschärfen hatte. Dennoch machte er die gesamte Spielzeit über einen relativ sicheren Eindruck und leistete sich keine Fehler.

Sandro Ingolitsch 6
Hatte seine rechte Seite in der Defensive recht gut im Griff und agierte da relativ aufmerksam, weshalb er auch 57 Prozent seiner Zweikämpfe gewann und das obwohl er die zweitmeisten Duelle auf dem Feld führte (14). Dabei verbuchte er auch noch drei erfolgreiche Tacklings und  zwei abgefangene Bälle und erbrachte dadurch eine gute Leistung gegen den Ball, auch wenn er in der Offensive dafür wenig beitragen konnte.

Luca Meisl 5
Die Leihgabe der Salzburger hatte speziell im Spielaufbau seine Probleme und agierte da zu ungenau, weshalb seine positiven Aktionen dank seiner Reaktionsschnelligkeit eher in der Defensive lagen und er da sechs klärende Aktionen und vier abgefangene Bälle verbuchen konnte, wobei er sich auch mal einen Stellungsfehler leistete und seine Zweikampfquote im negativen Bereich lag.

Luan 7
Agierte als Abwehrchef aus der Zentrale heraus und machte dabei einen sehr guten Job, indem er mit vorbildlichen Einsatz voranging und oft entscheidend zur Stelle war und damit Angriffe des Gegners abwürgte. Er sammelte letztendlich starke acht klärende Aktionen, vier abgefangene Bälle und gewann noch dazu ein Tackling. Auch im Spielaufbau fiel der Brasilianer durch gute Pässe und Übersicht auf und war dadurch ein sehr wichtiger Baustein in seiner Mannschaft.

Daniel Drescher 6
Der Routinier und Lieblingsschüler von Trainer Kühbauer erledigte seine Hausaufgaben in der Defensive meist sehr ordentlich, gewann 75 Prozent seiner Zweikämpfe und sammelte darüber hinaus auch noch fünf klärende Aktionen und vier abgefangene Bälle, wodurch sich seine gute Leistung auch statistisch widerspiegelte.

Manuel Haas 6
Machte als Flügelverteidiger einen guten Job und agierte speziell in der Defensive vor allem taktisch recht aufmerksam, wodurch er u.a. vier Bälle abfangen konnte, aber auch im direkten Zweikampf war er sehr präsent und konnte dadurch 71 Prozent seiner Duelle für sich entscheiden. In der Offensive blieb er allerdings w eitestgehend blass, wobei er kurz vor Schlusspfiff mit einem Schuss beinahe noch zum Matchwinner avancierte und mit seinem Lattentreffer knapp am Torerfolg vorbeischrammte.

Roko Mislov 6
Wurde seinem Ruf als defensiver Stabilisator auf der Sechs gerecht und brachte seine Qualitäten und seine Laufstärke gegen den Ball gut in seine Mannschaft mit ein, weshalb er auch viele Löcher stopfen und knappe 66 Prozent seiner Zweikämpfe für sich entscheiden konnte. Im Ballbesitz beschränkte er sich zwar meist nur auf die einfachen Sachen und ging dabei wenig Risiko ein, kam deshalb auch auf die beste Passquote seiner Mannschaft (85 Prozent) und leistet sich daher auch wenige Fehler.

Dominik Hofbauer 7
Erledigte wie sein Nebenmann vor allem gegen den Ball seine Aufgabe mit Bravour und war für seine Gegenspieler ein giftiger und äußerst unangenehmer Gegenspieler, weshalb er auch knapp 75 Prozent seiner Zweikämpfe für sich entscheiden konnte. Darüber hinaus spulte er ebenfalls viele Meter ab und konnte dadurch einige Löcher stopfen. Auch im Ballbesitzspiel war der Mittelfeldspieler gut eingebunden und spielte die meisten Pässe seiner Mannschaft (41) und davon die zweitmeisten Pässe aller Spieler in der gegnerischen Hälfte (39).

Daniel Luxbacher 4
Der Mann für die kreativen Momente beim SKN war zwar ebenfalls recht bemüht und führte bis zu seiner Auswechslung die meisten Zweikämpfe auf dem Feld, von denen er immerhin eine knappe Mehrheit für sich entscheiden konnte und damit seine Einsatzfreude offenbarte. Darüber hinaus konnte er auch einige Male seine technischen Qualitäten unter Beweis stellen, allerdings leistete er sich auch einige zu einfache Ballverluste und Unkonzentriertheiten, weshalb er wohl auch frühzeitig vom Feld musste.

Kwang Ryong Pak 3
Der nordkoreanische Stürmer fiel vor allem durch seine enorme Laufarbeit auf und warf sich quasi in jedes Duell, weshalb er auch die meisten Zweikämpfe auf dem Feld führte (19) und dabei in Punkto Einsatzbereitschaft mit gutem Beispiel voranging. Allerdings biss er sich an der aufmerksamen Verteidigung des Gegners die Zähne aus und kam kaum zu Stich, wobei er immerhin etwas mehr gute Szenen als sein Sturmpartner hatte.

Rene Gartler 2
Der Routinier, der beim SKN zu seiner alten Stärke und zu seinem Torriecher zurückgefunden hat, tat sich insgesamt sehr schwer und war nahezu kein Faktor im Offensivspiel seiner Mannschaft, weshalb er auch keinen einzigen Torschuss auf den gegnerischen Kasten abgab und auch nur einen einzigen Zweikampf für sich entscheiden konnte. Daher auch ein gebrauchter Tag für den Stürmer der Niederösterreicher.

Taxiarchis Fountas 6
Der Mittelfeldspieler konnte nach seiner Einwechslung das Offensivspiel seiner Mannschaft zumindest etwas beleben und frischen Wind reinbringen, hatte dabei auch einige gute Szenen und gewann daher auch 80 Prozent seiner Zweikämpfe, wobei er auch immer wieder mit klugen Bewegungen auffiel.

Issiaka Ouedraogo 0
Zu kurz eingesetzt.


FK Austria Wien

Patrick Pentz 5
Der U21-Nationaltorhüter verbrachte einen ereignisarmen Nachmittag und musste bis auf einige wenige harmlose Schüsse kaum ins Geschehen eingreifen.

Florian Klein 4
Bekam durch die Systemumstellung zwar eine offensivere Rolle, konnte dies allerdings nicht wirklich ausspielen und sich konstruktiv und mit Ideen am Offensivspiel beteiligen, wobei er sich auch keine wirklichen Fehler leistete. In der Defensive war er meist aufmerksam und zur Stelle, wurde da allerdings auch kaum gefordert.

Michael Madl 6
Der Routinier in der Innenverteidigung machte überwiegend ein recht ordentliches Spiel und ging sehr aggressiv, aber auch recht klug in die Zweikämpfe, weshalb er auch knapp 60 Prozent davon für sich entscheiden konnte. Darüber hinaus sammelte er auch noch starke fünf abgefangene Bälle und drei klärende Aktionen, was seine Aufmerksamkeit nochmal unterstreicht. Auch im Spielaufbau spielte er einige gute Bälle und war sehr aktiv, weshalb er auch die drittmeisten Pässe (60) drittmeisten Pässe in der gegnerischen Hälfte (30) und die drittmeisten Ballaktionen (77) sammelte,  wobei er mit Fortdauer etwas risikoarmer wurde und sich auch mehr Fehler in sein Spiel einschlichen.

Christian Schoissengeyr 8
Rutsche das erste Mal seit seinem Wechsel in die Startformation der Wiener und betrieb durch seine starke Leistung fleißig Eigenwerbung für mehr Einsätze. War als zentraler Abwehrmann in der Defensive überaus aufmerksam und kompromisslos im Zweikampf, weshalb er auch knapp zwei Drittel der Duelle für sich entscheiden konnte, aber auch ansonsten hatte er mit neun klärenden Aktionen und drei abgefangenen Bällen starke Werte zu verzeichnen. Auch in der Spieleröffnung agierte er sehr sauber und zeigte sich überlegt in seinem Passspiel, weshalb er auch da viel Sicherheit ausstrahlte und mit 91 Ballkontakten die mit Abstand meisten auf dem Spielfeld sammelte.

Igor 5
Die Leihgabe der Salzburger wirkte nicht ganz fit und agierte etwas zögerlich im Zweikampf, weshalb er auch nur zwei seiner acht Duelle für sich entscheiden konnte, was ein äußerst ungewöhnlich niedriger Wert für den robusten Defensivspieler ist. Auch in der Spieleröffnung konnte er nicht die üblichen Akzente setzen, wobei er dennoch auf die zweitbeste Passquote seiner Mannschaft kam (84 Prozent).

Cristian Cuevas 6
Der chilenische Teamspieler agierte in der Defensive wie gewohnt souverän und äußerst aggressiv und ließ über seine Seite nichts anbrennen, weshalb er auch 64 Prozent seiner Duelle für sich entscheiden konnte. Mit dem Ball agierte er zu Beginn etwas leichtfertig und leistete sich einige leichtsinnige Ballverluste, mit Fortdauer steigerte er sich jedoch und konnte auch im Offensivspiel zumindest einige Akzente setzen, weshalb er auch mit 76 Ballkontakten die zweitmeisten auf dem Feld sammelte.

Thomas Ebner 5
Der Sechser der Austria war vor allem gegen den Ball wie gewohnt präsent und  konnte da dank seiner engagierten Laufarbeit einige Löcher stopfen, wobei er auch im direkten Zweikampf griffig war und knapp 60 Prozent seiner Duelle gewann. Im Ballbesitz beschränkte er sich meist nur auf die einfachen Sachen und ging wenig Risiko ein und wenn dann agierte er zur ungenau, weshalb er auch keinen großen Impact auf das Ballbesitzspiel seiner Mannschaft hatte.

Uros Matic 5
Der Serbe war zwar sehr bemüht , versuchte unaufhörlich das Spiel seiner Mannschaft anzukurbeln und hatte mit 93 Prozent auch die beste Passquote auf dem Spielfeld, allerdings leistete er sich auch insgesamt zu viele Ballverluste in seinem Spiel und tat sich schwer, Lösungen und einen Mehrwert im Spiel nach vorne zu kreieren, was allerdings nicht nur an ihm lag.

Alexander Grünwald 5
Auch der Kapitän der Austria lieferte wie sein Kollege im Zentrum eine eher durchschnittliche Partie ab, wobei er sich durch die Systemumstellung schwer tat und zu oft auf sich alleine gestellt war. Zumindest einige Male konnte er mit seinen Pässen für Gefahr in der Offensive sorgen, allerdings kann der Offensivspieler wesentlich mehr.

Bright Edomwonyi 3
Der Stürmer war zwar bemüht und führte viele Zweikämpfe und hatte vereinzelt auch gute Szenen, allerdings agierte die meiste Zeit alles andere als glücklich und er leistete sich in seinem Spiel insgesamt zu viele technische Fehler und einfache Ballverluste, weshalb er auch nur eine Passquote von etwas über 50 Prozent hatte, was ein nahezu katastrophaler Wert ist.

Christoph Monschein 3
Startete zwar gut in die Partie und konnte da einige gute Szenen verbuchen, wobei er auch noch die große Möglichkeit auf einen Treffer hatte, allerdings tauchte er mit Fortdauer der Partie immer mehr ab und wurde daher auch recht früh ausgewechselt.

Alon Turgeman 5
Brachte nach seiner Einwechslung zumindest etwas frischen Wind und mehr Durchschlagskraft in die Offensive, wodurch er auch sehr aktiv ins Geschehen involviert war,  jedoch konnte auch der Israeli seine Möglichkeiten nicht nutzen und den Sieg für seine Mannschaft holen.

Dominik Prokop 0
Zu kurz eingesetzt.

Hier finde ihr unsere ausführliche Analyse zum 0:0 zwischen dem SKN St. Pölten und der Wiener Austria

Dalibor Babic