Im Rahmen der 22.Runde der tipp3 Bundesliga powered by T-Mobile sehen wir zwei Topspiele: Das Duell des Meisters Sturm Graz mit dem aktuellen Tabellenführer...

Im Rahmen der 22.Runde der tipp3 Bundesliga powered by T-Mobile sehen wir zwei Topspiele: Das Duell des Meisters Sturm Graz mit dem aktuellen Tabellenführer Rapid steigt am Samstag – am Sonntag heißt es im Innviertel beim Spiel zwischen der SV Ried und Red Bull Salzburg „verlieren verboten“!

 

FC Trenkwalder Admira – SV Mattersburg

Samstag, 16:00 Uhr | Südstadt | SR Krassnitzer

Grobe Personalprobleme hatte Admira-Coach Didi Kühbauer in der bisherigen Saison noch nicht zu beklagen. Beim Aufeinandertreffen mit dem erstarkten SV Mattersburg muss Kühbauer allerdings gleich drei Defensivspieler vorgeben: Plassnegger und Rene Schicker fehlen sicher, Pallas Einsatz ist noch fraglich. Möglich, dass Kühbauer zugunsten von Neuverpflichtung Lukas Thürauer wieder auf seinen Zweiersturm verzichtet und ein Spieler aus dem Duo Hosiner-Ouedraogo alleine stürmt. Letzterer traf übrigens das letzte Mal Anfang Oktober gegen den SK Rapid und auch Hosiner netzte seit Ende September nur einmal. Die Ladehemmung muss gegen Mattersburg jedoch fallen, denn die Burgenländer bewiesen gegen die SV Ried, dass man mit dem Abstieg nichts zu tun hat. Zwar holte Mattersburg aus den bisherigen Saisonduellen mit der Admira nur einen Punkt, allerdings kann Franz Lederer sein Winning Team vom Ried-Spiel erneut unverändert aufbieten.

Gelbgefährdet: Schwab, Ouedraogo, Windbichler, Palla bzw. Naumoski, Malic, Steiner, Bürger, Seidl, Höller.

Man to watch: Ilco Naumoski. Beim 4:1-Sieg Mattersburgs gegen Ried zog er als Freigeist die Fäden in der Offensive. Auch gegen die Admira wird es darauf ankommen, die Mannschaftsteile des Gegners weit auseinander zu ziehen und Chancen zu kreieren, was eindeutig seine Aufgabe ist.

 

FK Austria Wien – Kapfenberger SV 1919

Samstag, 18:30 Uhr | Generali-Arena | SR Gangl

Die Austria kann weiterhin bis auf Pascal Grünwald alle Spieler aufbieten – der maue Derbykick vom vergangenen Wochenende setzt die Veilchen gegen Kapfenberg unter Druck. Ein Sieg muss her – und idealerweise ein überzeugender! Unklar ist derzeit noch, wer bei den Wiener Violetten den Kreativpart im Mittelfeld übernehmen soll. Am ehesten hat Michael Liendl das Zeug dazu, jedoch fehlt ihm die Dynamik, die Junuzovic und Barazite ausmachten. Die Qualitätseinbußen im Mittelfeld der Austria sind merkbar, wonach auch eine Variante mit zwei Angreifern denkbar ist. Das wiederum würde eine neue Chance für Roland Linz bedeuten, der in der laufenden Saison gegen Kapfenberg bereits fünf Treffer erzielte.

Der Riesenkader des Schlusslichts aus Kapfenberg fand sich definitiv noch nicht – immerhin ist das Auswärtsspiel bei der Austria das erste Frühjahrsmatch der Obersteirer. Mit Gerson, Babangida und Nathan Junior sind drei Neuverpflichtungen gesetzt. Unklar ist, ob der rumänische Abräumer Lovin matchfit ist. Auch das System der Kapfenberger ist noch völlig offen: Von einem klassischen 4-4-2, über ein 4-2-3-1, bis hin zu Von Heesens Lieblingssystem 4-1-3-2 ist alles drin.

Gelbgefährdet: Ortlechner, A.Grünwald, Simkovic, Klein bzw. Sharifi, Sencar, Elsneg, Gregoritsch.

Man to watch: Roland Linz (?). So er spielt, hat der Goalgetter die Chance sich wieder ins Team zu boxen. Nachdem es aufgrund seiner statischen Spielweise ruhig um ihn wurde, kommt Lieblingsgegner Kapfenberg genau rechtzeitig. Alleine in den letzten sechs Spielen gegen Kapfenberg erzielte Linz neun Treffer!

 

SC Wiener Neustadt – FC Wacker Innsbruck

Samstag, 18:30 Uhr | Stadion Wiener Neustadt | SR Muckenhammer

Neustadt-Coach Peter Stöger hat defensive Probleme, muss die jungen Imamoglu und Lärnsack auf die Bank setzen, um genügend Defensivspieler im Kader zu haben. Vor allem der Ausfall von Mario Reiter schmerzt weiterhin. Wer im Angriff beginnt ist ebenfalls offen: Prskalo gilt als Favorit auf den Platz als Solospitze, aber auch Ciftci und Helly haben Chancen auf einen Einsatz. Gegen Wacker Innsbruck erzielte Wiener Neustadt in der laufenden Saison noch keinen Treffer – der Trumpf soll aber ohnehin die defensive Ordnung und vor allem Torhüter Jörg Siebenhandl sein.

Wacker Innsbruck wird voraussichtlich dieselbe Mannschaft aufbieten, die am vergangenen Wochenende die Admira besiegen konnte. Perstaller dürfte den Vorzug gegenüber dem angeschlagenen Burgic bekommen.  Die Innsbrucker präsentierten sich in den letzten Bundesliga-Runden, also auch den Spielen vor der Winterpause, minimalistisch. In den letzten acht Partien erzielte die Kogler-Elf nur neun Tore, verlor allerdings auch nur ein Spiel.

Gelbgefährdet: Evseev, Klapf, Wolf, Madl, Stanislaw, Reiter, Ramsebner bzw. Kofler, Schütz.

Man to watch: Jörg Siebenhandl. Die Spatzen pfeifen es bereits von den Dächern: Sehr lange wird der 22-jährige Siebenhandl nicht mehr in Wiener Neustadt spielen. Ab sofort ist jede Partie für ihn ein Endspiel um Verträge bei größeren Klubs. Neustadt dürfte mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben, Siebenhandl ist relativ druckfrei und avanciert immer mehr zum Star im Team von Peter Stöger.

 

SK Sturm Graz – SK Rapid Wien

Samstag, 18:30 Uhr | UPC-Arena | SR Hameter

Mit acht Siegen aus zehn Spielen ist Sturm Graz aktuell die beste Heimmannschaft der Liga. Die Foda-Elf gewann zwar auswärts kein einziges Spiel, verlor dafür zu Hause keines. Mit Rapid ist nun das beste Auswärtsteam zu Gast – mit nur drei Siegen aus zehn Auswärtsspielen. Sturm kann mit einem vollen Erfolg auf die Hütteldorfer aufschließen, theoretisch sogar die Tabellenführung übernehmen. Doch die Foda-Elf ließ im Winter Federn, verlor etwa Roman Kienast an die Austria, wirkt nicht komplett. Zudem ist heute mit Dudic der Abwehrchef gesperrt, mit Bukva fehlt außerdem der Siegtorschütze vom letzten 1:0-Erfolg gegen Grün-Weiß. Bei Rapid fehlt nur der gesperrte Schimpelsberger, der in der bisherigen Saison einer der beständigsten, besten Rapid-Akteure war. Statt ihm spielt Christian Thonhofer. Peter Schöttel wird ansonsten sein etatmäßiges 4-2-3-1-System aufbieten, das jedoch heute eindeutig mehr Chancen kreieren muss, als zuletzt.

Gelbgefährdet: Popkhadze bzw. Nuhiu, Drazan, Trimmel

Man to watch: Guido Burgstaller. Der 22-jährige Solostürmer Rapids hat in Fan- und Expertenkreisen den Ruf gar kein Stürmer zu sein. Nun wurde er jedoch als solcher in Marcel Kollers Teamkader einberufen. Treffen sollte er nur langsam wieder: Seit über 460 Minuten wartet er auf einen Torerfolg.

 

SV Ried – Red Bull Salzburg

Sonntag, 16:30 Uhr | Keine-Sorgen-Arena | SR Grobelnik

Die SV Ried hat vor dem Spiel gegen Salzburg große Personalsorgen: Vor allem die Ausfälle von Hadzic, Carril und Riegler werden schmerzen. Aber auch Casanova und Rotpuller sind fraglich. Die Tendenz der Rieder zeigt merklich nach unten, dennoch wurde in der laufenden Saison erst ein Heimspiel verloren – gegen Red Bull Salzburg. Mit einem Sieg könnte Ried nach der 22.Runde als Tabellenführer dastehen. Mit einer Niederlage könnte man jedoch auch Fünfter sein.

Bei Red Bull Salzburg hängt nach den Europacupprügeln der Haussegen schief. Gonzalo Zarate wurde zu den Amateuren verbannt, Moniz wird in den Medien angezählt. Gegen Ried fallen die verletzten Leitgeb und Mendes da Silva aus, zudem fehlt weiterhin der langzeitverletzte Alan. Überraschungen in der Aufstellung von Ricardo Moniz sind auch Sonntags in Ried wieder zu erwarten.

Gelbgefährdet: Rotpuller, Hinum bzw. Leonardo.

Man to watch: Daniel Beichler. Als der heute 23-Jährige erfolgreich für den SK Sturm Graz kickte, stand immer wieder ein Wechsel zu Red Bull Salzburg im Raum. Daraus wurde jedoch nie etwas und nach einem schwachen Berlin-Engagement heißt der Leihpartner Beichlers nun Ried. Für die Innviertler soll er gegen den Titelfavoriten im Mittelfeld die Fäden ziehen.

 

Daniel Mandl, abseits.at

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen

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